117. Division (Deutsches Kaiserreich)

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117. Division
Aktiv 1. April 1915 bis 30. April 1919
Land Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich
Streitkräfte Preußische Armee
Typ Infanteriedivision
Grobgliederung Siehe: Gliederung
Stärke 18.000
Erster Weltkrieg Westfront
Schlacht bei La Bassée und Arras
Schlacht an der Somme

Ostfront

Kommandeure
Siehe: Liste der Kommandeure
Siegelmarke 117. Infanterie-Division

Die 117. Division war ein Großverband der Preußischen Armee im Ersten Weltkrieg.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegsgliederung vom 3. April 1915[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegsgliederung vom 28. März 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 233. Infanterie-Brigade
    • Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 11
    • Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 22
    • 4. Schlesisches Infanterie-Regiment Nr. 157
    • 1. Eskadron/Kürassier-Regiment „Graf Gessler“ (Rheinisches) Nr. 8
  • Artillerie-Kommandeur Nr. 107
    • Feldartillerie-Regiment Nr. 233
    • Fußartillerie-Bataillon Nr. 88
  • Pionier-Bataillon Nr. 117
  • Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 117

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Division wurde im April 1915 in der Nähe von Liart zusammengestellt und zunächst an der Westfront eingesetzt. Mitte August 1916 verlegte die Einheit in den Osten und kämpfte hier an der rumänischen Front. Anfang Oktober kam die Division dann nach Oberitalien und von dort im März 1918 nach Lothringen. Nach Kriegsende marschierte der Verband in die Heimat zurück, wurde dort demobilisiert und im April 1919 schließlich aufgelöst.

Gefechtskalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1915[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1916[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 28. Februar --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
  • 28. Februar bis 15. Juli --- Stellungskämpfe an der Yser
  • 19. Juli bis 10. August --- Schlacht an der Somme
  • 10. bis 17. August --- Reserve der 1. Armee
  • 17. bis 22. August --- Transport nach dem Osten
  • 22. bis 31. August --- Kämpfe auf dem Tatarenpass und im Ludowa-Gebiet
  • 1. bis 29. September --- Schlacht in den Karpathen
  • ab 1. Oktober --- Stellungskämpfe in den Waldkarpathen

1917[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 30. Juli --- Stellungskämpfe in den Waldkarpathen
  • 30. Juli bis 1. August --- Abwehr der russisch-rumänischen Offensive im Soveja-Becken (Teile der Division)
  • 6. bis 7. August --- Stellungskämpfe in den siebenbürgischen Grenzkarpathen
  • 8. bis 26. August --- Kämpfe um die Gebirgsausgänge in die westliche Moldau
  • 27. August bis 30. September --- Stellungskämpfe in den siebenbürgisch-rumänischen Grenzkarpathen
  • 1. bis 3. Oktober --- Transport aus Rumänien nach Oberitalien
  • 3. bis 23. Oktober --- Aufmarsch hinter der Isonzofront und Stellungskämpfe am Isonzo
  • 24. bis 27. Oktober --- Durchbruch durch die Julischen Alpen
  • 28. Oktober bis 3. November --- Schlacht bei Udine
  • 4. bis 11. November --- Verfolgung vom Tagliamento bis zur Piave
  • 6. bis 7. November --- Kämpfe um die Livenza-Übergänge
  • ab 12. November --- Stellungskämpfe an der unteren Piave

1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 6. Februar --- Stellungskämpfe an der unteren Piave
  • 6. Februar bis 1. März --- Ausbildungszeit hinter der k.u.k. Südwestfront in Friaul und Venezien
  • 1. bis 19. März --- Transport aus Oberitalien nach Lothringen
  • 19. März bis 2. April --- Reserve der OHL bei der 19. Armee
  • 9. bis 14. April --- Schlacht bei Armentières
  • 15. bis 29. April --- Schlacht um den Kemmel
  • 30. April bis 1. August --- Stellungskrieg in Flandern
  • 2. bis 7. August --- Kämpfe an der Ancre, Somme und Avre
  • 8. bis 9. August --- Tankschlacht zwischen Ancre und Avre
  • 8. bis 20. August --- Abwehrschlacht zwischen Somme und Avre
  • 22. August bis 2. September --- Schlacht Albert-Péronne
  • 2. bis 12. September --- Stellungskämpfe in den Argonnen
  • 12. bis 25. September --- Stellungskämpfe vor Verdun
  • 26. September bis 11. November --- Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas
  • ab 12. November --- Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum[1]
General der Infanterie z.D. Ernst Kuntze 06. April 1915 bis 26. August 1916
Generalmajor Paul Seydel 27. August 1916 bis 24. November 1917
Generalmajor Paul von Drabich-Waechter 25. November 1917 bis 12. April 1918
Generalmajor Karl Hoefer 13. April 1918 bis 30. April 1919

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 74, 160.
  • Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918). United States War Office as War Department Document No. 905, Office of the Adjutant, 1920, S. 609–611.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 148.