118er Denkmal

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118er Denkmal

Das 118er Denkmal in der rheinland-pfälzischen Stadt Worms ist der Erinnerung an das Infanterie-Regiment „Prinz Carl“ (4. Großherzoglich Hessisches) Nr. 118 und seine Feldformationen im Ersten Weltkrieg gewidmet.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 118er Denkmal wurde 1932 am kurz zuvor angelegten heutigen Adenauerring, unweit der romanischen Kirche St. Martin im Norden der Wormser Altstadt errichtet.[1] Enthüllt wurde das Denkmal am 21. August 1932 vom Generalmajor Richard Münter, der bei Kriegsbeginn Kommandeur des Regiments gewesen war. Es wurde mit Geldern des Vereins ehemaliger 118er finanziert. Anlässlich der Weihe wurde das Denkmal der Stadt geschenkt. Der frühere Großherzog Ernst Ludwig nahm an den Feierlichkeiten teil.[2]

Konzeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einzelnen Soldatenstatuen sollen in ihrer Zahl an die fünf Kriegsjahre erinnern. Von links beginnend den stolz nach vorn blickenden Soldaten, rechts daneben den nachdenklichen Reservisten, weiter den Kriegsfreiwilligen und den Landwehr- und rechts den Landsturmmann. Insofern stehen die fünf Soldaten auch sinnbildlich für die fünf Feldformationen des Regiments während des Krieges.[3] Der Bildhauer Paul Birr griff damit das Konzept des Kriegerdenkmals der Stadt Verdun auf, das in ähnlicher Gestaltung mit fünf für die verschiedenen Waffengattungen stehenden Statuen den Gefallenen der Stadt gedenkt.[4][5][6] Für Issac Holzer, der als Rabbiner der traditionsreichen örtlichen jüdischen Gemeinde bei der Eröffnung eine Rede hielt, war das Denkmal Zeugnis der Überwindung sozialer und religiöser Trennlinien in Deutschland.[7]

Denkmalschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Monument steht unter Denkmalschutz.[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 118er Denkmal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerold Bönnen: Geschichte der Stadt Worms. 2. Auflage. Theiss, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-8062-3158-8, S. 567.
  2. Margit Rinker-Olbrisch. Daten zur Geschichte der Stadt Worms. Stadtarchiv Worms, 2001. (PDF; 537 kB)
  3. Die 118er spürten das Grauen gleich zu Beginn – Wormser Zeitung. In: wormser-zeitung.de. Archiviert vom Original am 25. März 2016; abgerufen am 20. März 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wormser-zeitung.de
  4. Irene Spille/Otto Böcher: Geschichte der Stadt Worms. Hrsg.: Gerold Bönnen. 2. Auflage. Theiss, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-8062-3158-8, S. 787.
  5. Eintrag zu Verdun im virtuellen Ausstellungskatalog Bonn im Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918
  6. Eintrag auf der Internetseite der Stadt Verdun zum dortigen Kriegerdenkmal (Memento vom 14. Juni 2016 im Internet Archive)
  7. Nils Roemer: German City, Jewish Memory: The Story of Worms, University Press of New England, Lebanon (New Hampshire) 2010, S. 128
  8. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreisfreie Stadt Worms. Mainz 2018, S. 4 (PDF; 5,0 MB).

Koordinaten: 49° 38′ 1,3″ N, 8° 21′ 45,5″ O