11 Freunde

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11 Freunde – Magazin für Fußballkultur
11 Freunde.svg
Beschreibung Sportzeitschrift
Fachgebiet Fußball
Sprache deutsch
Verlag 11 Freunde Verlag GmbH & Co. KG
Hauptsitz Berlin
Erstausgabe 2000
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 86.099 Exemplare
(IVW 2/2018)
Verbreitete Auflage 88.347 Exemplare
(IVW 2/2018)
Reichweite 1,04 Mio. Leser
(MA 2017 II)
Chefredakteur Philipp Köster
Herausgeber Matthias Hörstmann
Geschäftsführer Philipp Köster, Simon Kretschmer
Weblink 11freunde.de
ISSN (Print)

11 Freunde – Magazin für Fußballkultur ist ein deutsches Fußballmagazin. Es wurde im Jahr 2000 von Philipp Köster und Reinaldo Coddou H. gegründet und erscheint seit 2005 im Berliner 11 Freunde Verlag. Zum 1. Juni 2010 übernahm das Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr 51 % der Anteile.[1] Herausgeber von 11 Freunde ist Matthias Hörstmann, Chefredakteur ist Philipp Köster. Sitz der Redaktion ist Berlin.

Inhalt und Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11 Freunde beschäftigt sich mit Aspekten der deutschen und internationalen Fußballkultur abseits der Spielergebnisse. Es erzählt Geschichten rund um den Fußball und seine Fans, oft in humorvollem Stil. Das Magazin war eine der ersten Publikationen, die die „Wiederaneignung“ des Fußballs durch die Intellektuellen erkannten, die auf etwa Mitte der 1990er Jahre datiert wird, und die Nische von bekennenden Fußballfans und Liebhabern einer anspruchsvollen, literarischen Berichterstattung bedienten. Die Zeitschrift sieht sich selbst in der Tradition der englischen Fußballmagazine wie When Saturday Comes.

Der Name der Zeitschrift geht auf den deutschen Trainer Richard Girulatis zurück, der um 1920 erstmals den Begriff der „elf Freunde“ auf dem Fußballplatz prägte. Später adaptierte der Autor Sammy Drechsel den Spruch „Elf Freunde müsst ihr sein“ für seinen gleichnamigen Jugendbuch-Klassiker.

Innerhalb der deutschen Presselandschaft stößt 11 Freunde auf ein durchaus positives Echo. So erklärte der Spiegel die Zeitschrift zu „Deutschlands bestem Fan-Magazin“, die Frankfurter Allgemeine Zeitung hält sie für „hierzulande einzigartig“. Der Berliner Tagesspiegel, in dem regelmäßig von der 11-Freunde-Redaktion gestaltete Sonderseiten erscheinen, bezeichnet sie als den „etwas anderen Kicker“.

Das Magazin 11 Freundinnen, das sich mit Frauenfußball beschäftigte, erschien von 2009 bis 2012 alle drei Monate als Beilage von 11 Freunde.[2]

Mediadaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die verkaufte Auflage beträgt gegenwärtig 86.099 Exemplare.[3] Sie ist seit 2005 um 49.442 Stück gestiegen. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 42 Prozent. Das Magazin erscheint seit Februar 2002 monatlich; noch bis Ende 2005 gab es für die Monate Januar/Februar und Juni/Juli jeweils eine Doppelausgabe, seitdem wird durchgehend monatlich publiziert. Die August-Ausgabe erscheint als Sonderheft zum Saisonstart der Fußball-Bundesliga. Eine Ausgabe umfasst in der Regel 132 Seiten.

Entwicklung der verkauften Auflage[4]

Entwicklung der Abonnentenzahlen[5]

Vergleichbare Magazine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ansatz, sich dem Fußball abseits von Spielergebnissen und -berichten kulturell zu nähern, wird im deutschen Sprachraum außerdem von den Fußballmagazinen Der tödliche Pass, Transparent, Zwölf (Schweiz), ballesterer und Null Acht (Österreich) verfolgt, wobei die vier letztgenannten Zeitschriften erst später erschienen. Zwischen 2005 und 2007 versuchte der Olympia-Verlag (unter anderem Herausgeber des Kicker-Sportmagazins) mit der Zeitschrift Rund dasselbe Zielpublikum anzusprechen. Das Heft wurde jedoch nach der Ausgabe 4/2007 aufgrund zu niedriger Verkaufszahlen wieder eingestellt. Außerdem erschien von 2006 bis 2008 das englische Magazin FourFourTwo mit einer deutschen Ausgabe. Der Absatz blieb aber hinter den Erwartungen zurück, so dass auch diese Zeitschrift mit Ausgabe 3/2008 eingestellt wurde.

Weitere Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

11 Freunde richtet zu Welt- und Europameisterschaften in Berlin ein großes Public Viewing aus und gestaltet dazu ein Rahmenprogramm mit Diskussionsrunden u. ä. Am Tag vor dem DFB-Pokalfinale wird regelmäßig der 11-Freunde-Saisonrückblick veranstaltet, eine humorvolle Gesprächsrunde unter Leitung von Philipp Köster mit mehreren Gästen aus dem deutschen Fußball.

Von August 2014 bis August 2015 wurden im rbb fünf Folgen der Sendung 11 Freunde TV ausgestrahlt. Sie wurde von Philipp Köster und Jessy Wellmer moderiert.[6][7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Philipp Köster: Ballgefühl und Rassehasen: Die Günter-Hetzer-Kolumnen. Tropen, Berlin 2005, ISBN 3-608-50073-1.
  • Philipp Köster: Viererkette auf der Doppelnull: Die Günter-Hetzer-Kolumnen. Tropen, Berlin 2010, ISBN 978-3-608-50301-2.
  • Eier, wir brauchen Eier!: 500 Dinge über Fußball. Heyne, München 2010, ISBN 978-3-453-67590-2.
  • Ich sag nur ein Wort: Vielen Dank!: Nochmal 500 Dinge über Fußball. Heyne, München 2012, ISBN 978-3-453-67629-9.
  • Tim Jürgens, Philipp Köster: Die 100 besten Spiele aller Zeiten. Heyne, München 2014, ISBN 978-3-453-67685-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürn Kruse: Der zwölfte Freund taz.de, 4. Juli 2010
  2. Gunnar Leue: Schwester mit eigenem Stil taz.de, 25. September 2009
  3. laut IVW, zweites Quartal 2018 (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  4. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  5. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  6. RBB bringt Fußballmagazin "11 Freunde" ins Fernsehen dwdl.de, 14. August 2014
  7. 11 Freunde TV fernsehserien.de
  8. Deutscher Sportjournalistenpreis 2017 Gewinner, abgerufen am 7. Januar 2018
  9. Henri Nannen und die neue Leichtigkeit tagesspiegel.de, 7. Mai 2010
  10. Grimme Online Award 2013 – 11 Freunde Liveticker grimme-online-award.de
  11. Journalisten des Jahres 2014 mediummagazin.de, 19. Dezember 2014