12-Stunden-Rennen von Reims

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Das 12-Stunden-Rennen von Reims war ein Sportwagen-Langsteckenrennen, das auf dem Circuit de Reims-Gueux in Reims ausgetragen wurde.

Die Veranstaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1926 wurde in Reims ein Rennen über eine Zeit von 12 Stunden veranstaltet. Den Coupe d'Or gewann Roger Gauthier auf einem Bignan. Das 12-Stunden-Rennen von Reims wurde dann von 1953 bis 1967 ausgefahren. Das erste Rennen 1953 gewannen Peter Whitehead und Stirling Moss im Jaguar C-Type. Beim letzten Rennen 1967 waren die beiden Franzosen Guy Ligier und Jo Schlesser auf einem Ford GT40 siegreich. 1964 und 1965 zählte das Rennen zur Sportwagen-Weltmeisterschaft.

Das Rennen hatte einen ungewöhnlichen Ablauf. Es wurde um Mitternacht gestartet und endete am Mittag. Dieses Langstreckenrennen ist somit das einzige der Motorsportgeschichte, das bei Dunkelheit begann und bei Tageslicht zu Ende ging. 1956 wurde es zweimal an einem Wochenende gefahren; ein Sonderfall im internationalen Sportwagensport. Am Freitag, dem 29. Juni, fuhren Sportwagen bis zu einem Hubraum von 1,5-Litern die volle 12-Stunden-Renndistanz. Einen Tag später bestritten die Wagen bis 3 Liter Hubraum ihr Rennen. Nach dem zweiten Rennen wurden beide Veranstaltungen zu einer Gesamtwertung summiert.

Gesamtsieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Gesamtsieger Fahrzeug Runden Meisterschaft
1953 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Peter Whitehead Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Peter Whitehead
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Stirling Moss
Jaguar C-Type 243 zählte zu keiner Meisterschaft
1954 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jaguar Cars Ltd. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Peter Whitehead
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ken Wharton
Jaguar D-Type 222 zählte zu keiner Meisterschaft
19561 FrankreichFrankreich Auguste Veuillet DeutschlandDeutschland Richard von Frankenberg
FrankreichFrankreich Claude Storez
Porsche 550RS 246 zählte zu keiner Meisterschaft
19562 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jaguar Cars Ltd. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Duncan Hamilton
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ivor Bueb
Jaguar D-Type 267 zählte zu keiner Meisterschaft
1957 BelgienBelgien Ecurie Francorchamps BelgienBelgien Olivier Gendebien
BelgienBelgien Paul Frère
Ferrari 250 GT 241 zählte zu keiner Meisterschaft
1958 BelgienBelgien Ecurie Francorchamps BelgienBelgien Olivier Gendebien
BelgienBelgien Paul Frère
Ferrari 250 GT 256 zählte zu keiner Meisterschaft
1964 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Maranello Concessionaires Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill
SchwedenSchweden Joakim Bonnier
Ferrari 250LM 296 Sportwagen-Weltmeisterschaft
1965 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten North American Racing Team MexikoMexiko Pedro Rodríguez
FrankreichFrankreich Jean Guichet
Ferrari 365P2 285 Sportwagen-Weltmeisterschaft
1967 FrankreichFrankreich Ford France FrankreichFrankreich Jo Schlesser
FrankreichFrankreich Guy Ligier
Ford Mk.IIB 296 zählte zu keiner Meisterschaft

1 bis 1,5-Liter-Hubraum 2 bis 3-Liter-Hubraum und Gesamtwertung

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Higham: International Motor Racing - A Complete Reference from Formula 1 to Touring Car. Guinness Publishing Ltd., London 1995, ISBN 0-85112-642-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]