12. Panzer-Division (Wehrmacht)

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2. Infanterie-Division
2. Infanterie-Division (mot.)
12. Panzer-Division
Truppenkennzeichen
Truppenkennzeichen

Truppenkennzeichen der 2. Infanterie-Division
Truppenkennzeichen der 2. Infanterie-Division

Aktiv Oktober 1934 bis 8. Mai 1945
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Panzertruppe
Typ Panzer-Division
Grobgliederung Gliederung
Garnison Stettin
Zweiter Weltkrieg Polenfeldzug
Westfeldzug
Deutsch-Sowjetischer Krieg
Kommandeure
Liste Kommandeure

Die 12. Panzer-Division war ein Großverband der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Nicht zu verwechseln ist sie mit der 12. SS-Panzer-Division der Waffen-SS.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Division wurde unter dem Decknamen Artillerieführer II im Oktober 1934 in Stettin aufgestellt. Nach der Verkündung der Wehrhoheit im Jahre 1935 erhielt der Verband am 15. Oktober seine offizielle Bezeichnung 2. Infanterie-Division. Im Jahr 1937 erfolgte die Motorisierung der Division, so dass sie am 12. Oktober 1937 den Zusatz „motorisiert“ erhielt.[1] Die 12. Panzer-Division wurde im Oktober 1940 im Ostsudetenland unter Hinzunahme des Panzer-Regiments 29 aus der 2. Inf.Div. aufgestellt.[2]

1939[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem einmonatigen Einsatz im Polenfeldzug unter dem XIX. Armeekorps lag die Division bis Juni 1940 in der Saarpfalz und der Eifel in Stellung.[3]

1940[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Westfeldzug ging die Division an der Somme und Loire vor. Am 5. Oktober 1940 folgte die Umgliederung in die 2. Infanterie-Division, die Umbenennung in die 12. Panzer-Division erfolgte erst am 10. Januar 1941.[3]

1941[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PzKpfw IV der 12. Panzer-Division in Russland 1944

Ab Juli 1941 ging die Division in den Krieg gegen die Sowjetunion und operierte als Teil der Heeresgruppe Mitte zunächst in Richtung Minsk und Smolensk. Im September 1941 wurde die Division der Heeresgruppe Nord zugeteilt, mit der sie an der Leningrader Blockade teilnahm.[3]

1942–1943[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Januar und Februar 1942 lag die Division in Estland und bei Wolchow, bis sie von Mai bis September bei Ladoga eingesetzt wurde. Im November 1942 wurde die Division dann zur Heeresgruppe Mitte verlegt. Von Dezember 1942 bis Januar 1943 operierte sie im Bereich Newel. Bis zum Sommer 1943 verbrachte die Division mit Operationen im Raum Orel, dann folgten Rückzugskämpfe zur Desna im Raum Brjansk.[3] Zum Jahresende 1943 unterstand die Division dem LVI. Panzerkorps der 2. Armee am Sosch-Abschnitt und ging auf Bobruisk zurück.

1944–1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr 1944 wurde die Division nach dem Aufbrechen der Leningrader Blockade zeitweilig als Reserve bei der 18. Armee im Raum Pleskau eingesetzt. Seit April befand sie sich zur Auffrischung im Raum Ostrow im rückwärtigen Heeresgebiet der Heeresgruppe Nord. Nach den Erfolgen der russischen Sommeroffensive wurde die Division eiligst zurück an den Mittelabschnitt geworfen und versuchte Ende Juni vergeblich, der im Raum Bobruisk eingeschlossenen 9. Armee über Marina Gorka einen Weg nach Westen zu öffnen. Dabei wurde die bereits selbst überflügelte "Gruppe Bodenhausen" durch sowjetische Truppen abgeschnitten und musste sich den eigenen Rückzug südlich des Nalibocka-Waldes über Stolpce nach Nowogrodek erkämpfen. Mitte August 1944 wurde sie über Grodno zurückgezogen und als Reserve für das Unternehmen Doppelkopf im Rahmen dem XXXIX. Panzerkorps der 3. Panzerarmee im Raum nordwestlich von Schaulen zugeführt. Ab Oktober 1944 wurde sie schließlich im nördlichen Lettland abgedrängt und im Kurland-Kessel eingeschlossen, wo sie im Rahmen der 18. Armee im Mai 1945 kapitulieren musste.[3]

Gliederung[4][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2. Infanterie-Division
(motorisiert)
1939
2. Infanterie-Division
(motorisiert)
1940
12. Panzer-Division

1941
12. Panzer-Division

1943
  • Panzer-Regiment 29
  • Infanterie-Regiment (mot.) 5
  • Infanterie-Regiment (mot.) 25
  • Schützen-Brigade 12
    • Schützen-Regiment 5
    • Schützen-Regiment 25
  • Panzer-Grenadier-Regiment 5
  • Panzer-Grenadier-Regiment 25
  • Kradschützen-Bataillon 22
  • Aufklärungs-Abteilung (mot.) 2
  • Aufklärungs-Abteilung 2
  • Panzer-Aufklärungs-Abteilung 12
  • Beobachtungs-Abteilung 2
  • Artillerie-Regiment (mot.) 2
  • I./Artillerie-Regiment 38
  • Artillerie-Regiment (mot.) 2
  • I./Artillerie-Regiment 38
  • Artillerie-Regiment (mot.) 2
  • Panzer-Artillerie-Regiment 2
  • Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 303
  • Panzerabwehr-Abteilung 2
  • Panzerjäger-Abteilung 2
  • Pionier-Bataillon (mot.) 32
  • Panzer-Pionier-Bataillon 32
  • Nachrichten-Abteilung (mot.) 2
  • Nachrichten-Abteilung 2
  • Feldersatz-Bataillon 2
  • Nachschubführer 2 (mot.)
  • Versorgungstruppen 2

Für die Ersatzgestellung des Stabes war das Schützen-Ersatz-Bataillon (später Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon) 5 zuständig.

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2. Infanterie-Division[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

12. Panzer-Division[5][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Generalmajor Josef Harpe – 10. Januar 1941 bis 15. Januar 1942
  • Generalleutnant Walter Wessel – 15. Januar 1942 bis 27. Februar 1943
  • Generalleutnant Erpo von Bodenhausen – 27. Februar 1943 bis 1. Mai 1944
  • Generalmajor Gerhard Müller – 1. Mai bis 7. Juli 1944
  • Generalleutnant Erpo Freiherr von Bodenhausen – 7. Juli 1944 bis 14. April 1945
  • Oberst Horst von Usedom – 14. April 1945 bis zur Kapitulation

Bekannte Divisionsangehörige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „12. Panzer-Division“ in Veit Scherzer (Hrsg.): Deutsche Truppen im Zweiten Weltkrieg, Band 4, Scherzers Militaer-Verl., Ranis/Jena 2008, ISBN 978-3-938845-14-1; S. 295–237.
  • Samuel W. Mitcham: German Order of Battle.Panzer, Panzer Grenadier, and Waffen SS Divisions in World War II, Stackpole Books, 2007, ISBN 978-0-8117-3438-7.
  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 2. Die Landstreitkräfte 1–5. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1973, ISBN 3-7648-0871-3.
  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 3: Die Landstreitkräfte 6–14. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1974, ISBN 3-7648-0942-6.
  • Im Bundesarchiv befinden sich weitere Quellen zur Divisionsgeschichte; vgl. Recherche

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 2. Die Landstreitkräfte 1–5. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1973, ISBN 3-7648-0871-3.; S. 100.
  2. Scherzer 2008; S. 295.
  3. a b c d e Vgl. Scherzer 2008; S. 296-302.
  4. Vgl. Scherzer 2008; S. 295 f.
  5. Scherzer 2008; S. 303.