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1206

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1206
Dschingis Khan
Dschingis Khan
Dschingis Khan ernennt sich zum Großkhan aller Mongolen
und beginnt die Eroberung Asiens.
1206 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 654/655 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1198/99
Buddhistische Zeitrechnung 1749/50 (südlicher Buddhismus); 1748/49 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 65. (66.) Zyklus

Jahr des Feuer-Tigers 丙寅 (am Beginn des Jahres Holz-Büffel 乙丑)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 568/569 (Jahreswechsel April)
Iranischer Kalender 584/585
Islamischer Kalender 602/603 (Jahreswechsel 7./8. August)
Jüdischer Kalender 4966/67 (4./5. September)
Koptischer Kalender 922/923
Malayalam-Kalender 381/382
Seleukidische Ära Babylon: 1516/17 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1517/18 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 1244
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1262/63 (Jahreswechsel April)

Im Jahr 1206 wird Temüdschin auf einem Kurultai zum Großkhan der Mongolen erhoben. Im selben Jahr beginnt er die Eroberung Asiens.

Im Deutschen Thronstreit zwischen dem Staufer Philipp von Schwaben und dem Welfen Otto von Braunschweig gerät letzterer in die Defensive und es kommt zu Verhandlungen um die Kaiserkrone im Heiligen Römischen Reich.

Politik und Weltgeschehen

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Heiliges Römisches Reich

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Siegel des Gunzelin von Wolfenbüttel

Vierter Kreuzzug

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Balkan und Naher Osten zwischen 1204 und 1214

Französisch-Englischer Krieg

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  • Johann Ohneland bereitet im April eine weitere Expedition gegen den französischen König Philipp II. nach Südwestfrankreich vor, um die Verteidigung seiner dortigen verbliebenen Besitzungen zu organisieren. Am 7. Juni erreicht er La Rochelle.
  • Am 26. Oktober schließen die beiden Könige einen Waffenstillstand, in dem Philipp II. die Rückeroberung weiter Teile des Poitou anerkennt.

Süd- und Zentralasien

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Der kinderlose Muhammad von Ghur erklärt seinen aus Turkistan stammenden Sklaven Qutb-ud-Din Aibak zu seinem Stellvertreter im Reich der Ghuriden. Kurze Zeit darauf wird er am 15. März ermordet. Qutb-ud-Din Aibak übernimmt die Herrschaft in Lahore und begründet die sogenannte Sklavendynastie. Wenig später verlegt er seine Hauptstadt nach Delhi und gründet das Sultanat von Delhi. Ein Teil des zerfallenden Ghuridenreichs gerät unter die Herrschaft des mächtigen Choresm-Schahs Ala ad-Din Muhammad.

Die Eroberungen Dschingis Khans ab 1206

Dschingis Khan wird auf einem Kurultai an der Quelle des Onon von den anwesenden Stammesfürsten und Schamanen zum Großkhan aller Mongolen ernannt und beginnt die Eroberung Asiens. Sein Sohn Ögedei erhält den Auftrag zum Niederschreiben eines Gesetzbuches, der Jassa.

Urkundliche Ersterwähnungen

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Dresden um 1216

Dresden wird erstmals in einer erhaltenen Urkunde erwähnt. Das in Dresden ausgestellte Schriftstück befasst sich mit einer Gerichtsverhandlung wegen Schleifung der Burg Thorun auf dem Burgwartsberg.

Wissenschaft und Technik

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Ab 1206 verwendet der persische schafiitische Rechtsgelehrte ʿUmar as-Suhrawardī das von ihm verfasste Handbuch ʿAwārif al-maʿārif als Lehrbuch in seinem Schülerkreis. Das Buch, das aus einer kurzen Vorrede und 63 Kapiteln besteht, behandelt zunächst das Wesen des Sufitums an sich und seine Beziehung zu anderen islamischen Frömmigkeitskulturen wie der Malāmatīya und Qalandarīya. Sodann befasst es sich mit verschiedenen sufischen Institutionen wie dem Scheichtum, dem Flickenrock (Chirqa) und dem Ribāt, sowie mit der vierzigtägigen Einkehr. Behandelt werden außerdem verschiedene Themen, die bei den Sufis umstritten sind, wie die Frage von Heirat und Ehelosigkeit sowie die Zulässigkeit des Musikhörens. Schließlich geht es in dem Werk um sufische Charaktereigenschaften und Verhaltensregeln, die mystische Psychologie und die Maqām genannten Stationen auf dem mystischen Weg.

Das Yasang-Kloster, das Gründungskloster der von Kelden Yeshe Sengge gegründeten Yasang-Kagyü-Schule des tibetischen Buddhismus, wird gegründet.

Heinrich II. folgt dem am 5. März verstorbenen Thietmar als Bischof von Minden.

Klosterkirche von Prouille

In Toulouse entwickelt sich eine Genossenschaft von Priestern, die, von Dominikus angeregt, in völliger Armut leben und sich der Bekehrung der Albigenser widmen. Dominikus und Diego de Acebo gründen das Kloster Prouille und bauen es zu einer „geistigen Festung gegen das Katharertum“ aus.

Das Kloster Mariensee und das Kloster San Tommaso dei Borgognoni werden gegründet.

Geburtsdatum gesichert

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  • 7. April: Otto II., Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein († 1253)

Genaues Geburtsdatum unbekannt

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Geboren um 1206

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Todesdatum gesichert

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Genaues Todesdatum unbekannt

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Gestorben um 1206

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Commons: 1206 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien