1209

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Staatsoberhäupter · Nekrolog

1209
Vertreibung der Katharer aus Carcassonne (mittelalterliche Miniatur)
Der Albigenserkreuzzug in Südfrankreich beginnt.
1209 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 657/658 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1201/02
Buddhistische Zeitrechnung 1752/53 (südlicher Buddhismus); 1751/52 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 65. (66.) Zyklus

Jahr der Erde-Schlange 己巳 (am Beginn des Jahres Erde-Drache 龙辰)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 571/572 (Jahreswechsel April)
Iranischer Kalender 587/588
Islamischer Kalender 605/606 (Jahreswechsel 5./6. Juli)
Jüdischer Kalender 4969/70 (31. August/1. September)
Koptischer Kalender 925/926
Malayalam-Kalender 384/385
Seleukidische Ära Babylon: 1519/20 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1520/21 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 1247
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1265/66 (Jahreswechsel April)

Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Albigenserkreuzzug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innozenz III. und Arnaud Amaury, geistiger Führer des Kreuzzuges; Miniatur aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts
  • Aus Anlass der Ermordung des Legaten Pierre de Castelnau hat Papst Innozenz III. im Vorjahr zum Kreuzzug gegen die Albigenser aufgerufen. Den teilnehmenden Kreuzfahrern wurde die Vergebung der Sündenstrafen (Ablass) in Aussicht gestellt. Die eroberten Gebiete sollen vom Papst an adelige Kreuzzugsteilnehmer als Lehen neu vergeben werden. 10.000 Kreuzritter aus Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich versammeln sich im Frühjahr unter der Führung von Arnaud Amaury, Odo III. von Burgund, Hervé von Nevers und Walter von Saint-Pol in Lyon. Auf der Seite der Gegner steht ein großer Teil des okzitanischen Adels und, mit ihm eng verflochten, die katharische Kirche, deren Angehörigen es jedoch verboten ist, zu den Waffen zu greifen.
  • 18. Juni: Der vor zwei Jahren exkommunizierte Graf Raimund VI. von Toulouse unterwirft sich in einer Buß- und Versöhnungszeremonie dem Heiligen Stuhl.
Béziers
  • 22. Juli: Im Zuge des Albigenserkreuzzuges wird die Stadt Béziers erobert und dem Erdboden gleichgemacht. Bei dem darauf folgenden Massaker wird nahezu die gesamte Bevölkerung, rund 20.000 Menschen ermordet.
  • 1. August: Die Kreuzritter erreichen Carcassonne, das nach zweiwöchiger Belagerung kapituliert. Der Großteil der Bevölkerung ist durch unterirdische Gänge in die umliegenden Wälder geflohen. Die Zurückgebliebenen werden verbrannt, gehängt oder nackt aus der Stadt vertrieben. Der Vizegraf von Béziers-Carcassonne, Raimund-Roger Trencavel, wird als Unterstützer der Häresie in einen Kerker gesperrt und gemäß dem geltenden Enteignungsprinzip seiner Titel und Domänen für verlustig erklärt.
  • 15. August: Nach dem Fall Carcassonnes wird Simon de Montfort von den Kreuzrittern zum Vicomte von Béziers und Carcassonne und zum militärischen Anführer des Kreuzzugs gewählt.
  • Albi, Castelnaudary, Castres, Fanjeaux, Limoux, Lombers und Montréal ergeben sich nach dem Fall Carcassonnes.
  • Ende August: Nach dem Ablauf der geforderten Mindestzeit von 40 Tagen verlassen die meisten Kreuzritter das Kreuzfahrerheer.
  • September: Simon von Montford beginnt mit der Belagerung von Domänen das Grafen Raimund Roger von Foix, womit er einen klaren Rechtsbruch begeht.
  • 10. November: Raimund II. Trencavel folgt seinem im Kerker verstorbenen Vater in dessen Rechten nach.
  • Winter: Etwa 40 eroberte Ortschaften erheben sich und vertreiben ihre Kreuzritterbesatzungen. Auch die lokale Ritterschaft findet sich zum Widerstand zusammen.

England[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiliges Römisches Reich/Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto IV. ist der erste römisch-deutsche Kaiser, dessen Wappen eindeutig überliefert ist. Es handelt sich um einen gespaltenen Schild mit drei Löwen und halbiertem Adler.
  • 22. März: Im Vertrag zu Speyer erneuert König Otto IV. die Neußer Eide von 1201 und erkennt die päpstlichen Gebietsansprüche in Mittel- und Unteritalien an. Im Juni bricht er von Augsburg aus zu einem Italienzug auf.
  • 4. Oktober: Papst Innozenz III. krönt Otto IV. in Rom zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Am selben Tag verspricht Otto einen Kreuzzug zu unternehmen. Entgegen den päpstlichen Erwartungen verbleibt Otto allerdings in Italien und bringt seinen Herrschaftsanspruch in den Gebieten zum Ausdruck, die er dem Papst als Restitution versprochen hat.
  • Oktober: Otto überwirft sich mit Albrecht I. von Käfernburg, dem Erzbischof von Magdeburg, einem seiner engsten Verbündeten.

Vierter Kreuzzug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrechte und urkundliche Ersterwähnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religion und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenhierarchie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 20. Februar: König Otto IV. schenkt dem Deutschen Orden einen Reichshof vor Nürnberg mit der bereits bestehenden Jakobskapelle. Hier errichtet der Orden sogleich eine Kommende.
Abteikirche Santa Maria Arabona

Geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geburtsdatum gesichert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren um 1209[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Todesdatum gesichert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genaues Todesdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestorben um 1209[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 1209 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien