1211

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Staatsoberhäupter · Nekrolog

1211
Schlacht zwischen Mongolen und Chinesen
Die Mongolen beginnen unter Dschingis Khan
den Krieg mit dem chinesischen Nordreich der Jin-Dynastie.
1211 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 659/660 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1203/04
Buddhistische Zeitrechnung 1754/55 (südlicher Buddhismus); 1753/54 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 65. (66.) Zyklus

Jahr des Metall-Schafes 辛未 (am Beginn des Jahres Metall-Pferd 庚午)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 573/574 (Jahreswechsel April)
Iranischer Kalender 589/590
Islamischer Kalender 607/608 (Jahreswechsel 14./15. Juni)
Jüdischer Kalender 4971/72 (9./10. September)
Koptischer Kalender 927/928
Malayalam-Kalender 386/387
Seleukidische Ära Babylon: 1521/22 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1522/23 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 1249
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1267/68 (Jahreswechsel April)

Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Iberische Halbinsel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

König Alfons II. von Portugal

Okzitanien/Iberische Halbinsel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Januar: Peter II. von Aragón, der wegen eines bevorstehenden Waffengangs mit den Mauren ruhige Verhältnisse an seiner Nordgrenze braucht, nimmt die Huldigung durch Simon de Montfort entgegen und legitimiert damit dessen Eroberungen in den letzten Jahren.
  • Der Albigenserkreuzzug konzentriert sich zunehmend auf den Kampf gegen den gebannten Grafen Raimund VI. von Toulouse. Im März beginnt die Belagerung von Lavaur, das am 3. Mai eingenommen wird. Nach der Einnahme der Stadt wird die Herrin Guiraude in einen Brunnen geworfen und gesteinigt; 80 katharische Ritter, darunter auch Aimery de Montréal, werden gehenkt oder – nach dem Einsturz des Galgens – durch das Schwert getötet; weitere 300 bis 400 Personen werden auf einem Scheiterhaufen verbrannt.
  • Raimund VI. holt zum Gegenschlag aus und erobert die Kreuzfahrerburg Castelnaudary im Handstreich.
  • Mai: Durch Bestechung zieht Simon de Montfort Raimunds Bruder Balduin von Toulouse auf seine Seite, der sich dem Kreuzzug anschließt. Im Anschluss nimmt Montfort Castelnaudary wieder in Besitz und unterwirft in einer Blitzaktion mehrere Städte entlang des Tarn. Ein Unterwerfungsangebot Raimunds west er zurück.
  • 15. Juni: Die Kreuzritter tauchen vor Toulouse auf und schlagen am nächsten Tag ein gegnerisches Heer an der Brücke von Montaudran.
  • 29. Juni: Nachdem sie zwei Wochen lang die Umgebung verwüstet haben, müssen die Kreuzfahrer die Belagerung des gut befestigten Toulouse abbrechen. Den Rückzug wandelt de Montfort in einen Eroberungsfeldzug gegen die Grafschaft Foix um.
  • Ein Almohaden-Heer unter Sultan Muhammad an-Nasir überquert die Straße von Gibraltar und erobert christliche Gebiete auf der Iberischen Halbinsel zurück, so unter anderem die Ordensburg des Ordens von Calatrava in Salvatierra. Simon de Montfort entsendet als Erfüllung seiner Heerfolgepflicht 50 Kreuzritter unter Guy de Lucy auf die Iberische Halbinsel. Als er aber nur wenige Wochen später von einer okzitanischen Übermacht in Castelnaudary belagert wird, beordert er dieses Kontingent wieder zurück, was Peter von Aragón als Verrat auffasst.

Heiliges Römisches Reich/Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Ereignisse in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleinasien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rum-Seldschuken unter Sultan Kai Chosrau I. unterstützen den früheren byzantinischen Kaiser Alexios III. bei seinem Versuch, die Krone wiederzubekommen und greifen das Kaiserreich Nikaia an. In der Schlacht bei Antiochia am Mäander erleiden sie jedoch eine vernichtende Niederlage. Kai Chosrau fällt während Alexios von seinem Schwiegersohn Theodor I. Laskaris gefangengenommen und in ein Kloster gesteckt wird. Im Sultanat Rum kommt es zu einem Thronstreit zwischen Kai Chosraus Söhnen Kai Kaus und Kai Kobad.

Weitere Ereignisse in Asien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geschichte der Mongolen: Die Mongolen beginnen unter Dschingis Khan den Krieg mit dem chinesischen Nordreich der Jin-Dynastie. Die chinesische Armee wird in der Schlacht nahe besiegt Zhangjjakou und endgültig geschlagen bei der Stadt Mukden, die eingenommen wird.
  • Aram Shah wird nach nur einjähriger Regierungszeit von Iltutmish nach einem Militärputsch besiegt. Über sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Iltutmish besteigt als dritter Sultan der Sklavendynastie den Thron des Sultanat von Delhi|Sultanats von Delhi. Die noch junge Herrschaft des Islam in Indien stützt sich ausschließlich auf das Militär, das in den wichtigsten Festungen wie Delhi, Gwalior, Ajmer, Kanauj und andernorts stationiert ist. Die Verwaltung und Steuereintreibung verbleibt aufgrund der (noch) verschwindend geringen Zahl der Muslime zumeist in der Hand der alteingesessenen indischen Obrigkeit. Der Staat ist dementsprechend instabil und ehrgeizige Militärs versuchen immer wieder, sich durch einen Umsturz selbst zu bereichern. Iltutmishs Regierungszeit ist deshalb von fast ununterbrochenen Kämpfen mit abtrünnigen Statthaltern und mit Hindufürsten ausgefüllt.

Urkundliche Ersterwähnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Asel wird erstmals urkundlich erwähnt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinrechnung 1211

Religion und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geburtsdatum gesichert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren um 1211[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Todesdatum gesichert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 3. Mai: Aimery de Montréal, südfranzösischer Adliger, Herr von Laurac und Co-Herr von Montréal sowie prominenter Gegner des Albigenserkreuzzuges
  • 16. Mai: Mieszko I., Herzog von Schlesien/Ratibor, Herzog von Oppeln, Seniorherzog von Polen

Genaues Todesdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Juni/Juli: Thomas Morosini, erster lateinischer Patriarch von Konstantinopel
Kai Chosrau I.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 1211 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien