12e régiment de chasseurs d’Afrique

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12e régiment de chasseurs d’Afrique
Insigne du 12e RCA Type 2.JPG

Internes Verbandsabzeichen
Aktiv 1941 bis 1963
Land Armoiries république française.svg Frankreich
Streitkräfte Flag of France.svg Französische Streitkräfte
Teilstreitkraft Flag of France.svg Armée française de terre
Truppengattung Cavalerie (Panzertruppe)
Typ Régiment de chasseurs á cheval
Unterstellung 2e division blindée
Stationierungsort zuletzt: Camp de Sissonne
Motto Audace n'est pas déraison
Ausrüstung Jagdpanzer AMX 13EBR-75
Auszeichnungen Croix de guerre 1939–45, zwei Palmenzweige
Kommandeur
Kommandeur Letzter: Lieutenant-colonel Marsauche
Ein Panzer des 12e RCA wird am 2. August 1944 an Utah Beach an Land gesetzt
Denkmal des 12e RCA in Floing (Département Ardennes).

Das 12e régiment de chasseurs d'Afrique (12e RCA)[1] war ein Verband der französischen Kavallerie. Es wurde im Februar 1941 in Algerien aufgestellt und 1963 aufgelöst.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Februar 1941 erhielt das „1er Régiment de Chasseurs d’Afrique“ in Casablanca den Befehl zur Aufstellung einer „Groupe d’Escadrons Chars-motos“ (Panzerwagen-Escadronsgruppe)[2], die zum Einsatz in den französischen Gebieten Westafrikas bestimmt war. Sie würde den Namen „Groupe Autonome du 1er Régiment de Chasseurs d’Afrique“ (Selbständige Gruppe des 1. Regiments der afrikanischen Jäger) erhalten. Die Aufstellung war am 16. März 1941 abgeschlossen, die Einheit im Camp de la Jonquière in Casablanca stationiert. Sie stand unter dem Befehl von Chef d’escadrons[3] Paul Girot de Langlade. Es bestanden eine Stabs- und Versorgungsescadron und zwei Kampfescadronen. Die 1. war ausgestattet mit Motorrädern, für die 2. Escadron als (schwere Escadron) waren Kampfpanzer vorgesehen. Dazu wurden in einem Depot im Département Dordogne 23 Panzer vom Typ Somua S-35 bereitgehalten, die von der deutschen Wehrmacht nach dem Waffenstillstand an das Vichy-Regime zurückgegeben worden waren. Sie waren nur für den Einsatz in Afrika bestimmt und blieben bis dahin unter deutscher Bewachung. Die ohnehin in einem sehr schlechten Zustand befindlichen Fahrzeuge wurden vor der Verschiffung in Marseille von den Deutschen zur Ersatzteilgewinnung nochmals mehr oder weniger ausgeschlachtet.

  • Juli 1941: Umbenennung in 12e groupe autonome de chasseurs d’Afrique (12eGACA).
  • Februar 1943: Umbenennung in 12e régiment de chasseurs d’Afrique (12e RCA).

Nach anderthalbjährigem Einsatz im Senegal wurde das nun freifranzösische Regiment am 12. Januar 1943 in Thiès eingeschifft, um am 21. Januar 1943 in Casablanca an Land zu gehen. Von hier wurde es nach Algier weitergeschickt, wo es am 7. Februar 1943 eintraf. In den folgenden Kämpfen gegen das deutsche Afrikakorps verlor es bis zum 20. Mai vier der 23 Somua-Panzer. Zwischen September und Dezember 1943 wurde Personal zur Wiederaufstellung des gekaderten 12e régiment de cuirassiers abgegeben. Es kam dann zu einer längeren Phase der Ausbildung, da das Regiment jetzt mit Gerät und Panzerfahrzeugen aus den Beständen der US-Army ausgerüstet wurde. Die übriggebliebenen 13 Somua-Panzer wurden an die Garde Mobile in Oran übergeben.

Kurze Zeit später wurden die französischen Verbände nach Großbritannien verlegt, die Jäger trafen dort am 22. April 1944 in Swansea ein.

Nach der Invasion in Nordfrankreich wurde die Einheit am 1. August 1944, jetzt ausgerüstet mit M3 Stuart, M4 Sherman, Jeeps und Halbkettenfahrzeugen im Abschnitt Utah Beach an Land gesetzt. Am 8. August kam es zu erstem Feindkontakt bei der Ortschaft Sablé-sur-Sarthe:

Nach 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem das Regiment im Algerienkrieg gekämpft hatte, wurde es nach Friedensschluss zurück nach Frankreich transportiert und dort 1963 aufgelöst.

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1941–1944 : Colonel (dt.: Oberst) Girot de Langlade
  • 1944–1945 : Lieutenant-colonel (dt.: Oberstleutnant) Minjonnet
  • 1945–1946 : Chef d’escadrons Gribius
  • 1946–1946 : Lieutenant-colonel Minjonnet
  • 1946–1946 : Lieutenant-colonel Marrion
  • 1946–1951 : Colonel Barrou
  • 1951–1953 : Colonel de Fürst
  • 1953–1955 : Lieutenant-colonel Beaumont
  • 1955–1958 : Colonel Huot
  • 1958–1960 : Lieutenant-colonel Pourcher de Ruelle du Chéné
  • 1960–1961 : Lieutenant-colonel Blacas
  • 1961–1962 : Lieutenant-colonel Barras
  • 1963 : Lieutenant-colonel Marsauche

Standarte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie führt, in goldenen Lettern, die folgenden Inschriften: [4][5]:

  • Paris 1944 – für die Befreiung von Paris
  • Strasbourg 1944 für die Befreiung von Straßburg
  • AFN 1952–1962 – für die Teilnahme am Algerienkrieg

12e régiment de chasseurs d'Afrique - drapeau.svg

Devise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Audace n'est pas déraison (Kühnheit ist keine Unvernunft)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fahnenband des Regiments ist mit dem Croix de guerre 1939–1945 mit zwei Palmenzweigen dekoriert.

„"Régiment d'élite qui n'a pas cessé, depuis le début de la campagne, de donner des preuves de son allant et de sa magnifique tenue au feu"“

Général de Gaulle 1945

(Ein Eliteregiment, seit Beginn des Feldzuges ständig in Bewegung, das sein ausgezeichnetes Verhalten im Feuer ständig bewiesen hat.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anonyme – 12e Régiment de Chasseurs d'Afrique, historique 1941–1962, Paris, Chotel, s.d.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. dt.: 12. Regiment afrikanischer Jäger
  2. Panzerbataillon
  3. So der Major bei der französischen Kavallerie als Führer einer Einheit - ansonsten heißt er Commandant
  4. Bestimmung Nr. 12350/SGA/DPMA/SHD/DAT vom 14, September 2007 regelt die Inschriften auf den Standarten der Truppenkörper des Heeres, des Sanitätsdienstes und des Kraftstoffversorgungsdienstes ( Service des essences des armées) neu. Grundlage ist das « Bulletin officiel des armées », numéro 27 , 9 novembre 2007
  5. Erlaß über die Zuweisung der Inschrift AFN 1952–1962 auf den Fahnen und Standarten der Armeeeinheiten und Dienste vom 19. November 2004 (A) NORDEF0452926A Michèle Alliot-Marie