13,2 mm/76 Hotchkiss M1929

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13,2 mm/76 Hotchkiss M1929
Hotchkiss-13.2mm Zwilling
Allgemeine Information
Entwickler/Hersteller: Hotchkiss et Cie
Herstellerland: Frankreich
Waffenkategorie: Schweres Maschinengewehr
Ausstattung
Gesamtlänge: 1670 mm
Gewicht: (ungeladen) 30,0 kg
Lauflänge: 1003 mm
Technische Daten
Kaliber: 13,2 x 99 mm
Mögliche Magazinfüllungen: 30 Patronen
Munitionszufuhr: Kastenmagazin
Kadenz: 450 Schuss/min
Ladeprinzip: Gasdrucklader
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Das 13,2 mm/76 Hotchkiss M1929 war ein Schweres Maschinengewehr des französischen Herstellers Hotchkiss et Cie das in den 1930er und 1940er Jahren auf den meisten Schiffen der Französischen Marine zur Flugabwehr eingesetzt wurde.

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den späten 1920er Jahren schlug Hotchkiss eine Reihe von automatischen Flugabwehrwaffen in den Kalibern 13,2 mm, 25 mm und 37 mm als Nachfolger für das etablierte Hotchkiss M1914 im Kaliber 8 × 50 mm R Lebel vor. Alle waren als Gasdrucklader konzipiert. Das M1929 sollte darüber hinaus auch bei der Infanterie gegen feindliche leicht gepanzerte Fahrzeuge Verwendung finden und dazu auf ein Dreibein montiert werden.

Bei der Evaluierung durch die französische Infanterie wurde das M1929 aber abgelehnt. Die Kommandeure befürchteten, dass die schweren Geschosse eigene Truppen gefährden könnten und entschieden sich für größere Kaliber, bei denen selbstzerstörende Granaten verfügbar waren.

Die Marine teilte diese Bedenken nicht und so wurde das 13,2 mm Hotchkiss flächendeckend als Marinewaffe eingeführt. Auch die Kavallerie wählte es für einige ihrer Panzerfahrzeuge aus.

Anwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als bodengebundene Luftabwehrwaffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Armée de l’air setzten eine Zwillingskonfiguration auf einem Dreibeinfahrgestell zur Nahbereichsverteitigung von Flugplätzen und strategisch wichtigen Plätzen ein, das als mitrailleuse de 13,2 mm CA mle 1930 bezeichnet wurde.

Die Vierlingslafette der Marine, dargestellt im US Patent 1700902 eingereicht von Yves Le Prieur

Als Schiffswaffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs setzten die französische und japanische Marine Zwillings- und Vierlingskonfigurationen auf vielen Kampfschiffen ein. Bei französischen Kriegsschiffen wie dem Schlachtschiff Richelieu, die 1943 in den USA neu ausgerüstet wurden, wurden diese wegen ihrer unzureichenden Leistung gegen moderne Flugzeuge durch die leistungsstärkeren 20-mm-Oerlikon-Kanonen ersetzt.

Als Panzerbewaffnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Japan erwarb eine Fertigungslizenz und setzte die in Eigenproduktion unter der Bezeichnung 13-mm-Maschinenkanone Typ 92 gefertigte Waffe im Typ-92-Panzer sowie im Typ-94-Panzerzug ein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hotchkiss Model 1930 Flak-MG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien