1422

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Staatsoberhäupter · Nekrolog

1422
Darstellung der Schlacht bei Arbedo in der Luzerner Chronik
In der Schlacht bei Arbedo besiegt das Herzogtum Mailand
die Truppen der Alten Eidgenossenschaft.
1422 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 870/871 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1414/15
Azteken-Kalender 7. Haus – Chicome Calli (bis Ende Januar/Anfang Februar: 6. Feuerstein – Chicuace Tecpatl)
Buddhistische Zeitrechnung 1965/66 (südlicher Buddhismus); 1964/65 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 68. (69.) Zyklus

Jahr des Wasser-Tiger 壬寅 (am Beginn des Jahres Metall-Büffel 辛丑)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 784/785 (Jahreswechsel April)
Iranischer Kalender 800/801
Islamischer Kalender 825/826 (Jahreswechsel 14./15. Dezember)
Jüdischer Kalender 5182/83 (16./17. September)
Koptischer Kalender 1138/39
Malayalam-Kalender 597/598
Seleukidische Ära Babylon: 1732/33 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1733/34 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 1460
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1478/79 (Jahreswechsel April)

Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hundertjähriger Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlacht von Meaux

Die im Vorjahr begonnene Belagerung von Meaux endet am 9. Mai mit einem Sieg für die belagernden Engländer und mit der Übergabe der Stadt durch die französische Garnison. Doch der englische König Heinrich V. erkrankt während der Belagerung schwer und stirbt im Schloss Vincennes am 31. August an der Ruhr. Nachfolger wird sein acht Monate alter Sohn Heinrich VI., für den die Regentschaft geteilt wird. Sein Onkel Humphrey, Duke of Gloucester, übernimmt die Herrschaft im Königreich England, sein anderer Onkel John of Lancaster, 1. Duke of Bedford, übernimmt die Verwaltung über die von England beherrschten Teile von Frankreich. Heinrichs Mutter Catharine de Valois wird wegen ihrer französischen Abstammung systematisch von ihrem Sohn ferngehalten.

Am 21. Oktober stirbt auch König Karl VI. von Frankreich. Sein im Vorjahr enterbter Sohn Karl VII. lässt sich in Bourges zum König ausrufen und begründet damit die Zeit der Loire-Könige, während die englische Partei seinen Neffen Heinrich VI. als legitimen Nachfolger auf Basis des Vertrags von Troyes sieht.

Mailand / Eidgenossenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 4. April: Mailändische Truppen überfallen und erobern Bellinzona. Die eidgenössischen Orte Uri und Unterwalden, die die Stadt 1419 käuflich erworben haben, rüsten daraufhin zum Krieg und überschreiten den Gotthardpass. Hilfe anderer eidgenössischer Orte erfolgt aber nur zögerlich.
Darstellung der Schlacht bei Arbedo in der Tschachtlanchronik 1470

Bayern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er die Belagerung Münchens ohne Erfolg abbrechen musste, unterliegt der Wittelsbacher Ludwig VII. von Bayern-Ingolstadt seinen Vettern Ernst und Wilhelm III. von Bayern-München am 19. September in der Schlacht bei Alling, der Entscheidungsschlacht des Bayerischen Krieges. Herzog Ernst stiftet die Kirche St. Maria und Georg in Hoflach zur Erinnerung an die Schlacht. Auf Betreiben König Sigismunds, der seine Kräfte auf die Hussiten konzentrieren möchte, wird am 2. Oktober unter Vermittlung des Eichstätter Fürstbischofs Johann II. von Heideck in Regensburg ein vierjähriger Waffenstillstand zwischen den verfeindeten Parteien geschlossen. Das Herzogtum Bayern-Ingolstadt wird zeitweilig einem königlichen Landeshauptmann unterstellt, Ludwig VII. folgt dem König an dessen Hof in Ungarn und Heinrich XVI. von Bayern-Landshut wird zur Unterstützung des Deutschen Ordens nach Litauen geschickt. Der Streit zwischen den beiden bayerischen Herzögen wird wieder auf den Rechtsweg verlagert. Im gleichen Jahr endet auch der Ochsenkrieg Heinrichs XVI. mit Graf Georg III. von Haag, der den Bayerischen Krieg für seine eigenen Zwecke nutzen wollte.

Kursachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hussitenkriege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Januar: Der dritte Kreuzzug gegen die Hussiten endet mit zwei weiteren Niederlagen der kaiserlich-katholischen Heere bei Kuttenberg und Deutschbrod.
Gedenkplakette für Jan Želivský in der Prager Altstadt
  • 9. März: Die Hinrichtung des hussitischen Priesters Jan Želivský löst in Prag blutige Unruhen aus. Darunter leiden besonders Bewohner des jüdischen Viertels, die jedoch am Tod des Hingerichteten keine Verantwortung trifft.
  • Die Grausamkeiten, deren sich die Taboriten schuldig machen, erzürnt die Calixtiner derartig, das sie sich abspalten und sich einen eigenen König in der Person des litauischen Prinzen Zygmond Korybut erwählen. Der polnische König Władysław Jagiełło unterstützt seinen Neffen bei diesem Unternehmen. Zusammen mit seinem Bruder Herzog Vytautas zieht Korybut am 17. Mai mit starkem Kriegsvolk in Prag ein. Weil jedoch die Krone Böhmens zur Krönung fehlt, kommt es zu einer fünfmonatigen Belagerung der Burg Karlstein, die letztlich erfolglos bleibt. Als Papst Martin V. darauf besteht, dass der König von Polen Prinz Korybut sofort abberufe, müssen sich die polnisch-litauischen Truppen am 24. Dezember wieder aus Böhmen zurückziehen.

Deutscher Orden / Polen / Litauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belagerung von Konstantinopel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konstantinopel, Karte von Cristoforo Buondelmonti

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südwestansicht der Liberei

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geburtsdatum gesichert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 8. März: Jacopo Ammannati Piccolomini, italienischer Gelehrter und Kardinal der katholischen Kirche († 1479)
  • 28. März: Angelus Geraldini, italienischer Diplomat im Dienste der Päpste und der Krone von Aragon, Bischof von Sessa Aurunca und Cammin († 1486)

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren um 1422[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Todesdatum gesichert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinfiguren vor dem Grab König Taejongs
  • 30. Mai: Taejong, König der Joseon-Dynastie in Korea (* 1367)
Gedenktafel für den an der Pest gestorbenen Kardinal Alamanno Adimari an der Kirche Santa Francesca Romana in Rom
  • 17. September: Alamanno Adimari, Erzbischof von Tarent und Kardinal der katholischen Kirche (* 1362)
  • 16. Oktober: Johann IV., Herzog zu Mecklenburg (* vor 1370)
  • 21. Oktober: Karl VI., König von Frankreich (* 1368)
  • 21. Dezember: Engelmar Chrel, Offizial und Generalvikar des Erzbistums Salzburg, Bischof von Chiemsee
  • 28. Dezember: Elizabeth Berkeley, englische Magnatin (* um 1386)

Genaues Todesdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • vor dem 12. November: Albrecht III., Kurfürst von Sachsen-Wittenberg (* um 1375/1380)

Gestorben um 1422[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andrew Wyntoun, schottischer Geistlicher und Geschichtsschreiber (* um 1350)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: 1422 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien