1556

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Staatsoberhäupter · Nekrolog · Musikjahr

1556
Karl V.
Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, tritt von allen Ämtern zurück.
De re metallica libri XII
Georgius Agricolas Hauptwerk
De re metallica libri XII über die Chemie der Metalle erscheint.
Thomas Cranmer auf dem Scheiterhaufen (John Foxe's Book of Martyrs)
Erzbischof Thomas Cranmer wird wegen Ketzerei verbrannt.
1556 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 1004/05 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1548/49
Buddhistische Zeitrechnung 2099/2100 (südlicher Buddhismus); 2098/99 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 70. (71.) Zyklus

Jahr des Feuer-Drachen 丙辰 (am Beginn des Jahres Holz-Hase 乙卯)

Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 918/919 (Jahreswechsel April)
Dangun-Ära (Korea) 3889/90 (2./3. Oktober)
Iranischer Kalender 934/935
Islamischer Kalender 963/964 (Jahreswechsel 3./4. November)
Jüdischer Kalender 5316/17 (4./5. September)
Koptischer Kalender 1272/73
Malayalam-Kalender 731/732
Seleukidische Ära Babylon: 1866/67 (Jahreswechsel April)

Syrien: 1867/68 (Jahreswechsel Oktober)

Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1612/13 (Jahreswechsel April)

Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mogulreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großmogul Akbar
  • 26. Januar: Durch den Tod seines Vaters Humayun wird Akbar Herrscher über das Großmogulreich im nördlichen Indien. Dessen Feldherr Bairam Khan steht dem erst 13-Jährigen als Regent im Amt zur Seite, das er am 14. Februar antritt. Zu dieser Zeit ist das Herrschaftsgebiet des Mogulreiches nur noch auf Kabul, Kandahar, sowie Teile von Delhi und Punjab beschränkt. Akbar unternimmt daraufhin mit seinem Vormund und Feldherrn Bairam Khan eine Vielzahl kleinerer Eroberungszüge. Hauptziel ist die paschtunische Sippe der Suriden unter Adil Shah Suri, die seit 1540 den Norden Indiens beherrscht.
  • 7. Oktober: Samrat Hem Chandra, genannt Hemu, Heerführer der Suriden, besiegt die Truppen Akbars bei Tughlaqabad und zieht am nächsten Tag in Delhi ein, wo er den Herrschernamen Vikramaditya annimmt.
Zweite Schlacht von Panipat
  • 5. November: Großmogul Akbar und sein Vormund Bairam Khan siegen in der Zweiten Schlacht von Panipat gegen Hemu, der in der Schlacht verwundet und anschließend von Bairam Khan enthauptet wird.

Weitere Ereignisse in Asien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster von Yuste

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schottischer Testoon von 1556

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georgius Agricola
  • Ein Jahr nach seinem Tod erscheint in Basel Georgius Agricolas Hauptwerk De re metallica libri XII über die Chemie der Metalle in lateinischer Sprache. Durch zahlreiche Reisen im Bergbaurevier des sächsischen und böhmischen Erzgebirges hat Agricola einen Überblick über die gesamte Technik des Bergbaus und Hüttenwesens zu seiner Zeit gewonnen.
  • Kurfürst August I. gründet die sächsische Hofbibliothek, die in der heutigen SLUB Dresden ihren Fortbestand findet.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus zum Arabischen Coffe Baum, 2008
Die großen Fische fressen die kleinen, Feder und Pinsel in grau und schwarz

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegel des Anton von Schaumburg aus der Zeit um 1556–1558

Katastrophen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein schweres Erdbeben zerstört am 23. Januar große Teile der Provinz Shaanxi im von der Ming-Dynastie regierten Kaiserreich China. Das Epizentrum des Bebens befindet sich im Kreis Hua unweit des Hua Shan. Rund 830.000 Menschen kommen ums Leben, in manchen Bezirken sterben über 60 % der Bevölkerung, weil ihre künstlichen, Yaodong genannten Wohnhöhlen während des Bebens in sich zusammenbrechen.

Heutige auf geologischen Untersuchungen basierende Schätzungen gehen von einer Erdbebenstärke von gut 8¼ auf der Momenten-Magnituden-Skala aus. Das Erdbeben ist das folgenreichste Erdbeben in der Geschichte Chinas, wenn auch nicht die folgenreichste Naturkatastrophe. Im folgenden halben Jahr treten monatlich drei bis fünf stärkere Nachbeben auf. Erst fünf Jahre später klingen die Nachbeben zur Gänze ab.

Historische Karten und Ansichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Globale territoriale Situation in den Jahren 1555 bis 1556

Geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geburtsdatum gesichert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anne Hathaways Cottage
  • Anne Hathaway, Ehefrau William Shakespeares († 1623)
  • Jacob Paix, deutscher Organist, Orgelbauer, Kapellmeister, Komponist und Herausgeber († ca. 1623)
  • Felipa de Souza, wegen „Sodomie“ verurteiltes Opfer der Inquisition in Brasilien († um 1600)

Gestorben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstes Halbjahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Humayuns Grabmal in Delhi
  • 26. Januar: Humayun, Großmogul von Indien (* 1508)
  • 26. Februar: Friedrich II., Pfalzgraf und Kurfürst von der Pfalz (* 1482)
  • 10. März: Konrad Klinge, deutscher Theologe und Domprediger in Erfurt (* 1483/84)
  • 17. März: Richard Morison, englischer humanistischer Gelehrter und Diplomat (* um 1513)
  • 21. März: Thomas Cranmer, englischer Reformator und erster anglikanischer Erzbischof von Canterbury (* 1489)
  • 5. April: Konrad Pellikan, Schweizer Humanist, reformierter Theologe und Reformator (* 1478)
  • 7. April: Jerónimo de Alderete, spanischer Konquistador (* 1519)
  • 18. April: Luigi Alamanni, italienischer Dichter und Humanist (* 1495)
  • 4. Mai: Luca Ghini, italienischer Arzt und Botaniker (* 1490)
  • 20. Mai: Weigand von Redwitz, Fürstbischof von Bamberg (* 1476)
Grabmal von Francesco Venier in San Salvador (Venedig)
  • 2. Juni: Francesco Venier, 81. Doge von Venedig (* 1489)
  • 8. Juni: Martin Weiher, lutherischer Theologe und Bischof von Cammin (* 1512)
  • 10. Juni: Martin Agricola, deutscher Musiktheoretiker, Musikpädagoge und Komponist der Renaissance (* 1486)

Zweites Halbjahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabatar des Ignatius von Loyola in der Kirche Il Gesù in Rom
  • 15. Juli: Johann Stoltz, deutscher lutherischer Theologe, Philosoph und Reformator (* um 1514)
  • 18. Juli: Seraphin I. von Taxis, Augsburger Postmeister (* vor 1490)
  • 31. Juli: Ignatius von Loyola, baskisch-spanischer Adliger und Geistlicher, Mitbegründer und Gestalter der später auch als Jesuitenorden bezeichneten „Gesellschaft Jesu“ (* 1491)
  • 28. August: David Joris, Glasmaler und führende Persönlichkeit der Täuferbewegung (* 1501/02)
  • 31. August: Robert de Croÿ, Fürstbischof von Cambrai (* 1500)
  • 8. September: Martin Frecht, deutscher evangelischer Theologe und Reformator (* um 1494)
  • 20. September: Adolf III. von Schaumburg, Kurfürst und Erzbischof von Köln, Graf von Holstein-Pinneberg und der Stammgrafschaft Schaumburg (* 1511)
  • 3. Oktober: Bernhard von Hagen, Priester und Generalvikar in Köln
  • 4. Oktober: Johannes Knipstro, deutscher lutherischer Theologe und Reformator (* 1497)
  • 21. Oktober: Pietro Aretino, italienischer Schriftsteller (* 1492)
  • 27. Oktober: Friedrich von Dänemark, Bischof von Hildesheim und Schleswig (* 1532)
  • 10. November: Richard Chancellor, englischer Seefahrer
  • 11. November: Francesco Alunno, italienischer Kalligraf, Lexikograf und Grammatiker (* 1484?)
Johann Forster
  • 8. Dezember: Johann Forster, deutscher lutherischer Theologe (* 1496)
  • 23. Dezember: Nicholas Udall, englischer Dramatiker, Erzieher und Kanonikus in Windsor (* 1505)

Genaues Todesdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: 1556 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien