168. Infanterie-Division (Wehrmacht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
168. Infanterie-Division
Aktiv 1. Dezember 1939 bis 1945
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Infanterie
Typ Infanteriedivision
Grobgliederung Gliederung
Stärke 15.000 Soll
Aufstellungsort Görlitz
Spitzname Eiserne Division
Zweiter Weltkrieg Schlacht bei Charkow (1943)
Kommandeure
Liste der Kommandeure

Die 168. Infanterie-Division war ein militärischer Großverband der Wehrmacht.

Divisionsgeschichte[Bearbeiten]

Einsatzräume:

  • Deutschland: Januar 1940 bis Juli 1941
  • Ostfront, Südabschnitt: Juli 1941 bis Februar 1944
  • Polen: April 1944 bis Februar 1945
  • Ostfront, Zentralabschnitt: April bis Mai 1945

Die 168 ID wurde 1939 im Wehrkreis VIII in Görlitz als Teil der 7. Aufstellungswelle aufgestellt. Im Januar 1940 erhielt sie die Feldersatz-Bataillone 8, 18 und 45 und hatte somit ihre einsatzbereite Sollstärke. Bis zum Mai 1940 diente sie als OKH-Reserve an ihrem Heimatstandort in Görlitz, da bis dahin nur das IR 442 einsatzbereit war. Erst nach dem Westfeldzug wurden im Frühsommer 1940 ausreichend militärische Ausrüstungsgegenstände erbeutet, so dass die Division mit Artillerie, Fahrzeugen und kleineren Waffen aus Frankreich und den Niederlanden ausgestattet werden konnte.

Während des Ostfeldzuges wurde sie der Heeresgruppe Süd unterstellt und kämpfte im Verbund der 6. Armee, 8. Armee, 4. und 1. Panzerarmee bei Kiew, Belgorod, Charkow, Woronesch, am Donbogen, Winniza und in den Karpaten.

Im November 1943 wurde sie, nach schweren Verlusten, mit der 223. Infanterie-Division zusammengelegt und als "Division neuer Art 44" umgruppiert. Diese wurde am Baranow-Brückenkopf an der Weichsel nahezu vollständig vernichtet.

Die Division musste danach in Schlesien neu aufgestellt werden.[1] Bei Glatz kapitulierte ihre letzte Einheit und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

Personen[Bearbeiten]

Divisionskommandeure der 168. ID:
Dienstzeit Dienstgrad Name
11. Januar 1940 bis 8. Juli 1941 Generalleutnant Hans Mundt
8. Juli 1941 bis 9. März 1943 Generalleutnant Dietrich Kraiss
9. März bis 1. Dezember 1943 Generalleutnant Walter Chales de Beaulieu
1. Dezember 1943 bis 8. September 1944 Generalleutnant Werner Schmidt-Hammer
8. September bis 9. Dezember 1944 Generalmajor Carl Anders
9. Dezember 1944 bis 6. Januar 1945 Generalleutnant Werner Schmidt-Hammer
6. Januar bis April 1945 Generalmajor Maximilian Roßkopf
April 1945 bis unbekannt Generalleutnant Werner Schmidt-Hammer

Gliederung[Bearbeiten]

Veränderungen in der Gliederung der 168. ID von 1939 bis 1943
1939 1940 1943
Infanterie-Regiment 417 Grenadier-Regiment 417
Infanterie-Regiment 429 Divisionsgruppe 223
-- Infanterie-Regiment 442 Grenadier-Regiment 442
-- Radfahr-Schwadron 248 Divisions-Füsilier-Bataillon 168
-- -- Feldersatz-Bataillon 248
leichte Artillerie-Abteilung 248 Artillerie-Regiment 248
-- Panzerabwehr-Abteilung 248 Panzerjäger-Abteilung 248
-- Pionier-Bataillon 248
-- Nachrichten-Abteilung 248
-- Versorgungseinheiten 248

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.olaf-kaul.de/jk/id291baranowbrueckenkopf.pdf

Literatur[Bearbeiten]

  •  Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 7. Die Landstreitkräfte 131 – 200. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1979, ISBN 3-7648-1173-0.

Weblinks[Bearbeiten]