1865

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Staatsoberhäupter · Nekrolog · Kunstjahr · Literaturjahr · Musikjahr · Sportjahr

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1865
Robert Edward Lee bei Kriegsende General Robert Edward Lee kapituliert bei Appomattox Court House. Das Originaldokument des 13. Verfassungszusatzes Der 13. Verfassungszusatz verbietet die Sklaverei in den Vereinigten Staaten.
Lithografie des Attentats auf Lincoln; v. l. n. r.: Henry Rathbone, Clara Harris, Mary Todd Lincoln, Abraham Lincoln und John Wilkes Booth Abraham Lincoln wird während einer Theatervorstellung von John Wilkes Booth erschossen.
1865 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 1313/14 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1857/58 (10./11. September)
Bahai-Kalender 21/22 (20./21. März)
Bengalischer Solarkalender 1270/1271 (Jahresbeginn 14. oder 15. April)
Buddhistische Zeitrechnung 2408/09 (südlicher Buddhismus); 2406/07 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 76. (77.) Zyklus

Jahr des Holz-Büffels 乙丑 (am Beginn des Jahres Holz-Ratte 甲子)

Dai-Kalender (Vietnam) 1227/28 (Jahreswechsel April)
Dangun-Ära (Korea) 4198/99 (2./3. Oktober)
Iranischer Kalender 1243/44 (um den 21. März)
Islamischer Kalender 1281/82 (26./27. Mai)
Jüdischer Kalender 5625/26 (20./21. September)
Koptischer Kalender 1581/82 (10./11. September)
Malayalam-Kalender 1040/41
Rumi-Kalender (Osmanisches Reich) 1280/81 (1. März)
Seleukidische Ära Babylon: 2175/76 (Jahreswechsel April)

Syrien: 2176/77 (Jahreswechsel Oktober)

Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1921/22 (April)

Ereignisse[Bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten]

Vereinigte Staaten von Amerika[Bearbeiten]

Sezessionskrieg[Bearbeiten]
Schiffe des Nordatlantik Blockadegeschwaders beim Vorbereitungsfeuer für den Angriff vom 15. Januar
Das Originaldokument des 13. Verfassungszusatzes
The Burning of Columbia, South Carolina, William Waud für Harper's Weekly
  • 17. Februar: Truppen der Nordstaaten unter William T. Sherman erobern die nur schwach verteidigte Hauptstadt South Carolinas, Columbia, und brennen sie bis zum nächsten Tag nieder. South Carolina hat 1860 als erster Staat die Union verlassen und wird von den „Yankees“ als Ursprung und Zentrum der Sezession gesehen.
Das zerstörte Charleston
  • 18. Februar: Charleston, die zweitgrößte Stadt South Carolinas, kapituliert vor den Unionstruppen.
  • 22. Februar: Unionstruppen nehmen die Hafenstadt Wilmington in North Carolina ein, den letzten Seehafen der Konföderation.
  • 3. März: Der Kongress verabschiedet als Mittel der Reconstruction ein Gesetz, mit dem das Freedmen’s Bureau aufgestellt wird. Diese Dienststelle untersteht dem Kriegsministerium und soll bis ein Jahr nach Kriegsende für herrenlose Ländereien und für alle Angelegenheiten von Flüchtlingen und befreiten Sklaven aus den konföderierten Staaten, aber auch aus sonstigen vom Kriege betroffenen Gebieten zuständig sein. Der Kriegsminister wird beauftragt, dem Dezernat für sofortige und zeitlich begrenzte Hilfe soviele Mittel für Nahrung, Kleidung und Brennstoff zur Verfügung zu stellen, wie er für notwendig erachtet. Der Dezernatsleiter erhält zusätzlich die Befugnis, herrenlose oder dem Staat gehörende Ländereien an männliche Flüchtlinge oder befreite Sklaven zu vergeben, die diese während einer dreijährigen Nutzung erwerben können.
Lincolns zweite Amtseinführung, am Balkon u. a. John Wilkes Booth
Schlacht von Bentonville. Schlachtplan für den 19. März
Appomattox Court House 1865
Die USA nach dem Bürgerkrieg[Bearbeiten]
Lincoln auf seinem Totenbett, Harper’s Weekly, 1865
  • 14. April: Beim Besuch von Ford’s Theatre in Washington mit seiner Frau Mary wird ein Schussattentat auf US-Präsident Abraham Lincoln verübt. Der Mörder John Wilkes Booth dringt in die Präsidentenloge ein und schießt dem Präsidenten aus unmittelbarer Nähe mit einer Pistole in den Kopf. Dann ruft er die Worte Sic semper tyrannis und springt von der Loge auf die Bühne, wobei er sich jedoch den Fuß bricht und nur hinkend entkommen kann. Am gleichen Abend dringt der Mitverschwörer Lewis Powell mit Unterstützung von David Herold im Haus von Außenminister William H. Seward ein und verletzt ihn mit mehreren Messerstichen schwer. Unmittelbar nach dem Anschlag werden sofort Polizeieinheiten mit Pferden und Kutschen mit der Suche nach den Attentätern beauftragt. Auf Booths Ergreifung wird eine Belohnung von 50.000 US-Dollar ausgesetzt. Lincoln wird in ein benachbartes Gebäude gebracht, wo er rasch ärztliche Betreuung erhält. Er stirbt jedoch, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, und wird am nächsten Tag um 7:22 Uhr für tot erklärt.
Illustration von Johnsons Vereidigung zum Präsidenten
Die Fluchtroute von John Wilkes Booth
  • 23. April: John Wilkes Booth und seinem Komplizen David Herold gelingt es mit einem Boot, den Potomac River nach Virginia zu überqueren, wo sie sich Unterstützung von der Konföderation erhoffen.
Die Garrett Farm, auf der Booth erschossen wurde
Lincolns Sarg wird durch die Straßen von New York gefahren
  • Lincolns Sarg wird in einem Sonderzug in seine Heimatstadt Springfield in Illinois überführt. Der Zug macht in zahlreichen Städten wie New York und Chicago Halt, wo unter großer Anteilnahme der durch das Attentat geschockten Bevölkerung öffentliche Trauerfeiern abgehalten werden, worüber in den Printmedien ausführlich berichtet wird. Am 5. Mai schließlich wird der ermordete Präsident im kleinen Kreis auf dem Oak Ridge Cemetery in Springfield beigesetzt.
Jefferson Davis in Gefangenschaft
Die Vereinigten Staaten nach Ende des Sezessionskrieges
Die Hinrichtung von Powell, Surratt, Herold und Atzerodt, Photo von Alexander Gardner
Die Exekution von Henry Wirz
Weitere Ereignisse in den USA[Bearbeiten]

Mexiko[Bearbeiten]

François-Achille Bazaine während des Mexikofeldzuges auf einem Gemälde von Jean-Adolphe Beauce
  • Januar: Der französische Marschall François-Achille Bazaine erobert die von General Porfirio Díaz verteidigte Stadt Oaxaca. Díaz wird dabei gefangen genommen, entkommt jedoch kurze Zeit später.
  • 29. März: Die Franzosen nehmen Guaymas durch eine erfolgreiche Landeoperation ein.
  • 11. April: Die Republikaner erfechten bei Tacámbaro im Bundesstaat Michoacán zum ersten Mal wieder einen Sieg: Belgische Truppen geraten in einen Hinterhalt und verlieren über 300 Mann.
  • 11. Juli: Im zweiten Gefecht von Tacámbaro werden die Mexikaner von den Belgiern geschlagen, trotzdem hebt der Sieg drei Monate zuvor die Moral der republikanischen Truppen.
  • Nach dem Ende des Sezessionskrieges in den Vereinigten Staaten strömen ehemalige, nun beschäftigungslose Soldaten der Union wie der Konföderierten über den Rio Grande und lassen sich als Söldner anwerben. Die US-amerikanische Regierung, nun nicht mehr durch den Bürgerkrieg gehindert, liefert außerdem große Mengen an Waffen und Ausrüstung an die Republikaner.
  • 21. Oktober: Aufgrund eines 1862 noch von der republikanischen Regierung erlassenen Gesetzes, das jeglichen bewaffneten Widerstand gegen den Staat unter Todesstrafe stellt, werden mehrere gefangene hohe republikanische Offiziere und zivile Würdenträger durch die kaiserliche Regierung Maximilians I. standrechtlich erschossen.

Weitere Ereignisse in Mittelamerika[Bearbeiten]

Vicente Cerna Sandoval
Barrios' Grab in San Salvador

Hispaniola[Bearbeiten]

  • 3. März: Nach einem zweijährigen Restaurationskrieg erlangt die Dominikanische Republik neuerlich die Unabhängigkeit von Spanien. Am 25. März wird Antonio Pimentel von der Nationalversammlung der Restauradores zum provisorischen Präsidenten gewählt. Bis zum 11. Juli ist das Land noch unter der formellen Herrschaft eines spanischen Generalgouverneurs, nach dem endgültigen Abzug der spanischen Truppen wird Pimental erster Präsident der Zweiten Dominikanischen Republik.

Jamaika[Bearbeiten]

  • Rund 30 Jahre nach der Abschaffung der Sklaverei in Jamaika lebt die schwarze Bevölkerung der Insel in schwerer Armut, die durch eine zweijährige Dürre noch verschlimmert wird. Das Wahlrecht ist an eine Wahlsteuer geknüpft, die für die Meisten nicht leistbar ist. Edward Underhill, Sekretär der Baptist Missionary Society of Great Britain, verfasst einen Brief an die Kolonialverwaltung, in dem er auf die Missstände aufmerksam macht, während der im Vorjahr eingesetzte Gouverneur Edward John Eyre die Situation zu beschönigen sucht. Landarbeiter in Saint Ann schreiben einen Brief an Königin Victoria, in dem sie um Kronland bitten, das sie bebauen können. Da das Schreiben jedoch über den Gouverneur gesendet wird, fügt dieser einen Kommentar hinzu, der offensichtlich die Meinung der Königin beeinflusst. In ihrer Antwort fordert sie die Armen auf, härter zu arbeiten, ohne Hilfe anzubieten. Der ehemalige Sklave George William Gordon, der es nach seiner Freilassung zu Wohlstand gebracht hat und zum Mitglied des jamaikanischen Kolonialparlaments aufgestiegen ist, ermutigt die Menschen, ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen. Einer seiner Anhänger ist der Diakon Paul Bogle. Dessen Versuch, mit dem Gouverneur zu sprechen, wird von Eyre jedoch abgelehnt. Am 7. Oktober wird ein Mann mit schwarzer Hautfarbe zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil er eine verlassene Plantage betreten hat. Das führt zu Protesten und Demonstrationen in der Bevölkerung und zu ersten Verhaftungen.
  • 11. Oktober: Bei einer neuerliche Demonstration unter der Führung von Paul Bogle vor dem Gerichtsgebäude in Morant Bay in Saint Thomas Parish geraten die Wachen in Panik und schießen in die Menge, was sieben Menschen das Leben kostet. Daraufhin bricht der Morant-Bay-Aufstand aus und die Demonstrierenden übernehmen bis zum nächsten Tag die Kontrolle in der Stadt. Der britische Gouverneur Edward John Eyre ruft das Kriegsrecht im Parish ausrufen und lässt den an den folgenden Tagen blutig niederschlagen. 439 Menschen werden getötet, weitere 354, darunter Paul Bogle, werden verhaftet und später hingerichtet. 600 Menschen, auch schwangere Frauen, werden ausgepeitscht, viele für lange Zeit inhaftiert. Mehr als 1.000 Häuser werden zerstört.
  • George William Gordon, der mit dem Aufstand selbst nichts zu tun hatte, wird in Kingston verhaftet, wo kein Kriegsrecht herrscht. Um ihn vor ein Militärgericht stellen zu können, wird er auf Befehl Eyres nach Morant Bay gebracht. Ein Standgericht lässt ihn am 23. Oktober hängen.
  • Nach Ende des Aufstands erreicht Eyre vom Parlament im November die Aufhebung der Verfassung, um Jamaika zu einer Kronkolonie zu machen. Die Nachricht von der Niederschlagung des Aufstandes verursacht eine heftige Diskussion in Großbritannien. Vertreter verschiedener politischer Richtungen sprechen sich für oder gegen Eyre aus. Eine Untersuchungskommission wird nach Spanish Town geschickt. Die von ihr gesammelten Erkenntnisse führen einige Monate später zu Eyres Abberufung.

Spanisch-Südamerikanischer Krieg[Bearbeiten]

Manuel Ignacio Prado

Tripel-Allianz-Krieg[Bearbeiten]

Montevideo 1865
Schlacht auf dem Riachuelo, Gemälde von Trajano Augusto de Carvalho
  • 11. Juni: In der Schlacht auf dem Riachuelo vernichtet die brasilianische Marine die paraguayische Flotte nahezu vollständig.
  • August: Der Allianz gelingt es, die paraguayischen Uferbatterien südlich von Corrientes außer Gefecht zu setzen. Im gleichen Monat besiegen sie eine der beiden im Süden operierenden Heereseinheiten am Río Yatay, einem Zufluss des Río Uruguay.
  • September: Eine eingeschlossene paraguayische Einheit kapituliert bei Uruguaiana.

Weitere Ereignisse in Südamerika[Bearbeiten]

  • Nachdem sich Präsident José Mariano Melgarejo mit seiner die Großgrundbesitzer bevorzugenden Landgesetzgebung vor allem bei den Indios unbeliebt gemacht hat, kehrt der ehemalige Präsident Manuel Isidoro Belzu aus Europa nach Bolivien zurück. Er besiegt Melgarejo in einer militärischen Kampagne, wird von diesem jedoch am 23. März bei einem Treffen auf den Stufen des Regierungspalasts von La Paz ermordet.

Portugal[Bearbeiten]

Kaisertum Österreich/Preußen[Bearbeiten]

Franz Xaver Winterhalter: Franz Joseph I. 1865
Richard Graf Belcredi

Weitere Ereignisse im Deutschen Bund[Bearbeiten]

Rumänien[Bearbeiten]

Griechenland[Bearbeiten]

Weitere Ereignisse in Europa[Bearbeiten]

John Stuart Mill 1865

Afrika[Bearbeiten]

Moshoeshoe I.

Asien[Bearbeiten]

  • Nach der Niederschlagung des Taiping-Aufstands in China beginnen die Ho-Kriege in Südostasien.

Australien/Neuseeland/Ozeanien[Bearbeiten]

Edward William Stafford

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten]

Geldwirtschaft[Bearbeiten]

Vertragsurkunde von 1865
  • 23. Dezember: Frankreich, Belgien, Italien und die Schweiz schließen die lateinische Münzkonvention. Ihre Gold- und Silbermünzen sind in Gewicht, Metallgehalt, Form und ihres Kurses auf der Basis des französischen Systems künftig vereinheitlicht. Es entsteht die Lateinische Münzunion, eine Währungsunion, die am 1. August des folgenden Jahres in Kraft tritt. Diese stellt ihr Währungssystem auf eine reine Goldwährung um, ebenso wie Dänemark, die Niederlande, Schweden und Norwegen.

Patente[Bearbeiten]

Unternehmensgründungen[Bearbeiten]

Das BASF-Werk Ludwigshafen 1866

Verkehr[Bearbeiten]

Der 1865 eröffnete Bahnhof Broad Street in London
Lok Nr. 1 Talyllyn auf dem Dolgoch-Viadukt etwa 1867
Chinesische Arbeiter beim Bau der ersten transkontinentalen Eisenbahn

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten]

Afrikaforschung[Bearbeiten]

Gerhard Rohlfs und Diener Noël

Nach einigen Monaten Aufenthalt in Europa geht der deutsche Arzt und ehemalige Fremdenlegionär Gerhard Rohlfs als offiziell unterstützter Forschungsreisender erneut nach Tripolis. Dort reist er im Mai ab, um das Hoggar-Massiv zu erforschen und nach Timbuktu weiterzuziehen. Schon in Ghadames muss er allerdings seine Marschrichtung wegen des feindlichen Verhaltens der Tuareg ändern und zieht nach Murzuk im Fessan. Dort behandelt der erklärte Gegner der Sklaverei einen erkrankten Sklavenhändler aus Kordofan. Aus Dank für seine Genesung schenkt dieser Rohlfs am 25. Dezember einen etwa sieben oder acht Jahre alten Sklaven, dem dieser den Namen Noël gibt. Da Rohlfs den Jungen nicht allein zurücklassen will, nimmt er ihn auf seiner weiteren Reise mit.

Flussdampfer Welf zur Erkundung des Juba

Die letzte Expedition Karl Klaus von der Deckens nach Somalia soll der Erforschung des Flusses Juba dienen. Mit zwei eigens dafür konstruierten Flussdampfern, die in Hamburg gebaut, in Teilen verschifft und in Sansibar zusammengebaut wurden, fährt er flussaufwärts. Bereits in der Mündung geht jedoch eines der Schiffe, die Passepartout verloren. In den Stromschnellen oberhalb von Baardheere (Bardera) erleidet der große Dampfer Welf Schiffbruch. Nach Errichtung eines Lagers gerät die Mannschaft am 2. Oktober in einen Kampf mit aufgebrachten Somali, wobei von der Decken und viele seiner Leute ihr Leben verlieren. Andere Mitglieder der Besatzung können sich retten und die Nachricht nach Sansibar bringen. Der Bericht über die gescheiterte Expedition gilt als wichtige ethnologische Quelle über das südliche Somaliland.

Astronomie[Bearbeiten]

Fragment des Meteoriten

Naturwissenschaften und Medizin[Bearbeiten]

Gregor Mendel

Telegrafie[Bearbeiten]

Zeitgenössische Darstellung des Kabelrisses aus The Illustrated London News
  • Der britische Segeldampfer Great Eastern wird erstmals als Kabelleger eingesetzt, wofür zuvor der fünfte Schornstein und ein Teil der Kessel entfernt wurden. Rund acht Jahre nach dem ersten gescheiterten Versuch verlegt der Liniendampfer rund 4.000 km eines Transatlantikkabels. Am 31. Juli reißt das Seekabel jedoch rund 1.000 km vor der Küste Neufundlands und kann nicht wieder geborgen werden. Die Verlegung wird daraufhin auf das folgende Jahr verschoben.

Sonstiges[Bearbeiten]

Schreibkugel, Modell von 1870

Kultur[Bearbeiten]

Bildende Kunst[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kunstjahr 1865
Manets Olympia

Literatur[Bearbeiten]

Hauptartikel: Literaturjahr 1865
Illustration der Erstausgabe von John Tenniel
Max und Moritz

Musik und Theater[Bearbeiten]

Hauptartikel: Musikjahr 1865
Die vier Hauptfiguren der Oper in der Uraufführung: Emilio Naudin als Vasco da Gama, Marie Battu als Inès, Marie Sasse als Sélika, Jean-Baptiste Faure als Nélusco
Ludwig und Malwine Schnorr von Carolsfeld in Tristan und Isolde

Sonstiges[Bearbeiten]

Gesellschaft[Bearbeiten]

Übergabe der Bundesfahne des Deutschen Schützenbundes auf dem Domshof, C. E. Doepler, 1865
Hickok bedroht nach dem Shootout Freunde von Tutt, Darstellung in Harper’s Magazine von 1867

Religion[Bearbeiten]

Katastrophen[Bearbeiten]

Die Sultana-Katastrophe,
Harpers Magazine vom 20. Mai
  • 27. April: Das auf 356 Personen zugelassene Dampfschiff Sultana gerät mit 2.300 Passagieren an Bord – die meisten von ihnen ehemalige Soldaten des Sezessionskriegs auf dem Heimweg – auf dem Mississippi River in Brand und versinkt. 1.700 Menschen werden getötet, es ist die schlimmste Schiffskatastrophe der amerikanischen Geschichte.
Admont, Ruinen nach dem Brand
  • 27. April: Ein verheerender Brand im steirischen Admont fordert 7 Todesopfer. Große Teile des berühmten Klosters, sowie des Marktes Admont werden ein Raub der Flammen.
  • 5. Mai: Großer Brand in Oberstdorf: Eine Feuersbrunst vernichtet am 5. und am 6. Mai zwei Drittel der Gebäude des Ortes.
  • 16. Juli: Eisenbahnunglück in Buckau: Ein Sonderzug mit Eisenbahnmitarbeitern fährt am späten Abend auf einen stehenden, mit Kohle beladenen, Güterzug auf. Das Unglück fordert 29 Tote und 50 Schwerverletzte.
  • 30. Juli: Bei stürmischer See prallt der Raddampfer Brother Jonathan vor Crescent City an der kalifornischen Küste auf einen bis dahin nicht verzeichneten Unterwasserfelsen und sinkt. 225 Passagiere und Besatzungsmitglieder ertrinken.
  • 25. Oktober: Das amerikanische Dampfschiff Republic sinkt im Sturm ca. 150 km südöstlich von Savannah (Georgia/USA). 25 der 92 Menschen an Bord sterben.

Sport[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sportjahr 1865

Geboren[Bearbeiten]

Januar/Februar[Bearbeiten]

März/April[Bearbeiten]

Erich Ludendorff
Adela Florence Nicolson

Mai/Juni[Bearbeiten]

Georg V. als Kind (1870)
Alfred Hugenberg, 1933

Juli/August[Bearbeiten]

Philipp Scheidemann, 1918
Charles Gates Dawes

September/Oktober[Bearbeiten]

Benjamin Guggenheim

November/Dezember[Bearbeiten]

Warren G. Harding, 1920
Rudyard Kipling

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten]

Hauptartikel: Nekrolog 1865

Januar bis März[Bearbeiten]

Pierre-Joseph Proudhon et ses enfants, Gemälde von Gustave Courbet, 1865
Friedrich August Stüler, 1863

April bis Juni[Bearbeiten]

Abraham Lincoln, vier Tage vor dem Attentat, Photo: Alexander Gardner
Magdalena Sophie Barat auf dem Sterbebett

Juli bis September[Bearbeiten]

Robert Remak

Oktober bis Dezember[Bearbeiten]

Heinrich Barth
Adolph Kolping
König Leopold I.

Genaues Todesdatum unbekannt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 1865 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien