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1 Night in Paris

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Film
Titel 1 Night in Paris
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 62 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Rick Salomon
Produktion Rick Salomon
Kamera Rick Salomon
Schnitt Johnny Fly
Besetzung

1 Night in Paris (alternative Titel: One Night in Paris, First Night in Paris und Paris Hilton Sex Tape) ist ein Amateurvideo, das wegen der Bekanntheit der Darstellerin nach der Veröffentlichung im Jahr 2004 professionell vertrieben wurde. Die Aufnahmen zeigen Paris Hilton mit ihrem damaligen Freund Rick Salomon beim Geschlechts- und Oralverkehr in einem Zimmer des Hotels Bellagio am Las Vegas Strip. Das Video entwickelte sich zu einem der bekanntesten pornografischen Filme.

Das teilweise mit einer statischen Hi8-Handycam gefilmte Amateurvideo wurde dem Vernehmen nach im Jahr 2003 aufgenommen und nach Rick Salomons Trennung von Paris Hilton von ihm im Internet veröffentlicht und zum Download angeboten. Wegen des darauffolgenden großen Medienechos entschloss sich Salomon jedoch, das Video unter dem Namen 1 Night in Paris auf DVD herauszugeben. Während die Aufnahmen im Internet zum Teil einen starken Grünstich hatten, da ein Großteil der Produktion in einem abgedunkelten Zimmer aufgenommen worden war, filterte man diesen für die DVD heraus und erhielt dadurch relativ gute Schwarz-Weiß-Bilder.

Paris Hilton bzw. ihre Familie versuchten zunächst erfolglos, rechtlich gegen die Verbreitung im Internet und auch gegen den Verkauf der DVD vorzugehen. Später verklagte Hilton Salomon auf Schadensersatz für die Veröffentlichung der DVD und erhielt eine Entschädigung von $400.000 sowie eine Beteiligung an den Einnahmen zugesprochen.[1][2] Durch den Presserummel um die Angelegenheit erhielt Hilton allgemein mehr Aufmerksamkeit, und die Quoten ihrer Reality-Soap The Simple Life schnellten in die Höhe.[3] Hilton gelangte 2005 im Zusammenhang mit dem Film erneut in die Schlagzeilen, als sie sich über seinen Verkauf und Werbung in einem Geschäft in West Hollywood ärgerte und dort randalierte sowie eine DVD des Films stahl.[4]

Das Video entwickelte sich zu einem der bekanntesten pornografischen Filme[5][6][7] und wurde 2006 auch im deutschen Fernsehen im Erotikprogramm von Premiere ausgestrahlt.[8] Einige Filmszenen, wie beispielsweise die Szene, in der Paris Hilton während des Aktes das Bett verlässt, um zu ihrem klingelnden Mobiltelefon zu gelangen, wurden populärer Gegenstand von Parodien.

2021 sagte Hilton, dass sie nach wie vor unter den Folgen des Sextapes leide, das ihr Ex-Freund gegen ihren Willen veröffentlicht hatte. Die Erlebnisse hätten bei ihr zu einer posttraumatischen Belastungsstörung geführt.[9] 2026 unterstützte Hilton eine zusammen mit Demokraten und Republikanern geplante Gesetzesinitiative, die Opfer von Deepfake-Pornografie stärken soll, und verwies auf die psychischen Folgen des Videos.[10]

  • 2005: Drei AVN AwardsBest Selling Title of the Year, Best Renting Title of the Year und Best Overall Marketing Campaign
  • 2008: F.A.M.E. AwardFavorite Celebrity Sex Tape[11]
  • Thomas Fahy: One Night in Paris (Hilton): Wealth, Celebrity, and the Politics of Humiliation, In: Ann C. Hall, Mardia J. Bishop (Hrsg.): Pop-Porn. Pornography in American Culture, Praeger 2007, ISBN 978-0-275-99920-9, S. 75–98 (Auszug (Google))
  • Sandra Gurvis: Paris Hilton: A Biography. ABC-CLIO 2011, ISBN 9780313379406, S. 56–59, 61 (Auszug (Google))

Einzelnachweise

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  1. Artikel über Paris Hilton bei Lilith (EZine) (engl.) (Memento vom 16. September 2008 im Internet Archive)
  2. Giles Hattersley: We'll always have Paris (Memento vom 15. Juni 2011 im Internet Archive). The Sunday Times, 16. Juli 2006 (engl.)
  3. Paris Hilton auf Die Welt Welt Online
  4. Paris Hilton soll eigenes Sex-Video gestohlen haben auf Spiegel Online vom 22. Januar 2005
  5. TIMELINE: PARIS HILTON. In: www.cbc.ca/doczone. CBC/Radio-Canada, 17. Februar 1981, archiviert vom Original am 14. Mai 2010; abgerufen am 26. Juni 2013 (englisch).
  6. Pikantes Video. Kurzbeschreibung des Videos auf der Webseite der ARD. In: web.ard.de. ARD, 10. Dezember 2007, archiviert vom Original am 6. Oktober 2008; abgerufen am 26. Juni 2013.
  7. Rachel Kramer Bussel: Best sex writing in 2008. Cleis Press Inc 2008, ISBN 1-57344-302-6, Vorwort (engl.) (eingeschränkte Online-Version (Google Books))
  8. One Night In Paris auf BLUE MOVIE (Presseportalmeldung) (abgerufen am 10. Oktober 2009)
  9. Es wird den Rest meines Lebens wehtun auf Spiegel Online vom 17. April 2021
  10. Wie Paris Hilton mit Alexandria Ocasio-Cortez gegen Deepfake-Pornos kämpft. In: Der Spiegel. 24. Januar 2026, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 31. März 2026]).
  11. Peter Warren: 2008 F.A.M.E. Winners Announced at Erotica LA. In: AVN. 7. Juni 2008, abgerufen am 25. Dezember 2015 (englisch).