Eine strikte 2-Kategorie bringt folgende Daten mit:
eine Klasse von 0-Morphismen,
für je zwei 0-Morphismen eine Ansammlung von 1-Morphismen,
für je zwei 0-Morphismen und 1-Morphismen eine Klasse von 2-Morphismen,
für je drei 0-Morphismen eine Kompositionsoperation für 1-Morphismen,
für je zwei 0-Morphismen und 1-Morphismen eine vertikale Kompositionsoperation,
für je drei 0-Morphismen und 1-Morphismen und eine horizontale Kompositionsoperation,
für jeden 0-Morphismus einen ausgezeichneten 1-Morphismus ,
für je zwei 0-Morphismen und jeden 1-Morphismus einen ausgezeichneten 2-Morphismus .
Wir schreiben , um zu deklarieren, dass ein 1-Morphismus von nach , also Element von ist,
und , um zu deklarieren, dass ein 2-Morphismus von nach , also Element von ist.
Die Objekte eines sind die 1-Morphismen in .
Die Pfeile eines sind die 2-Morphismen in .
Die Wirkung der Funktoren auf Objekte ergibt die Komposition von 1-Morphismen.
Die Kategorienstruktur der ergibt die vertikale Komposition von 2-Morphismen.
Die Wirkung der Funktoren auf Pfeile ergibt die horizontale Komposition von 2-Morphismen.
Häufig wird anstelle des infix- für die Komposition von 1-Morphismen und die horizontale Komposition von 2-Morphismen einfach Juxtaposition verwendet, natürlicherweise mit stärkerer Bindung als das infix- für die vertikale Komposition: .
Des Weiteren schreibt man die Identität auf dem 1-Morphismus häufig auch als , und die Identität auf dem 0-Morphismus häufig auch als .
Diverse Begriffsbildungen über Kategorien, Funktoren und natürliche Transformationen kann man in jede 2-Kategorie übertragen.
Beispiel: der Begriff der Adjunktion von Funktoren: Es sei eine beliebige 2-Kategorie, und 0-Morphismen in , und . Dann heißt rechtsadjungiert zu und linksadjungiert zu (notiert ), wenn es 2-Morphismen und in gibt mit
Relationen zwischen Mengen bilden eine strikte 2-Kategorie :
ist die Klasse aller Mengen,
ist die Klasse der Relationen von nach ,
Elemente von mit sind "Zeugen" für , wobei auf den jeweiligen definiert ist durch ,
die Komposition von 1-Morphismen ist die Komposition von Relationen,
die vertikale Komposition von 2-Morphismen bezeugt die Transitivität der jeweiligen ,
die horizontale Komposition von 2-Morphismen bezeugt die Monotonie der Kompositionsoperation von Relationen bzgl. in beiden Argumenten,
fasst mal Funktionen in üblicher Weise als spezielle Relationen auf, dann sind in dieser 2-Kategorie Funktionen genau die linksadjungierten, also jene 1-Morphismen zu denen es ein einen rechtsadjungierten 1-Morphismus gibt.