3-S-Zentrale

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3-S-Zentralen sind Teil des so genannten 3-S-Konzeptes der Deutschen Bahn AG. Die 3-S stehen für Service, Sicherheit und Sauberkeit auf den Verkehrsstationen der DB Station&Service AG, einer der Unternehmensbereiche der Bahn.

Etwa dreißig 3-S-Zentralen im gesamten Bundesgebiet sollen für das Wohl ihrer Kunden innerhalb von Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen. Zu den Aufgaben zählen unter anderem:

  • Koordinierung des Service-Personals*: DB Information, Bahnsteigservice, ggf. auch Ansage
  • Koordinierung des Sicherheitspersonals*: DB Sicherheit GmbH (ehemals BSG)
  • Koordinierung des Reinigungspersonals*: DB Services – Gebäudedienste (ehemals BRG)
  • Notfallmeldestelle für den Unternehmensbereich Personenbahnhöfe.
  • Vertretung des Bahnhofsmanagers außerhalb der Bürozeiten.
  • Organisation kurzfristiger Umsteigehilfen für mobilitätseingeschränkte Personen (Rollstuhlfahrer, Sehbehinderte, Familien mit kleinen Kindern[1] usw. – Vorbestellung jedoch nur über die Mobilitäts-Service-Zentrale unter 0180 6 512 512).
  • Nachforschung für verlorene Gegenstände, jedoch nur soweit der Zug noch unterwegs ist bzw. anzunehmen ist, dass sich die Verluststücke noch im Zug oder im Bahnhofsbereich befinden. Ansonsten nimmt die Fundhotline unter 0900 1 990599 Nachforschungsaufträge entgegen.
  • Meldung technischer Mängel* an den Instandhalter.
  • In einigen besonders ausgestatteten 3-S-Zentralen, der sogenannten „Technischen 3-S-Zentrale“, besteht die Möglichkeit der Videoüberwachung einzelner Stationen.

(*) Jeweils innerhalb von Verkehrsstationen, also Bahnsteige und Gebäude von Personenbahnhöfen.

Die meisten 3-S-Zentralen sind täglich 24 Stunden erreichbar, auch am Wochenende und an Feiertagen.

Liste aller 3-S-Zentralen[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlen und Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ab 1. April 1994 – Errichten der 1. techn. 3-S-Zentrale (incl. Videoüberwachung und Notruf-/Infosäulen sowie computerunterstützter Kommunikation) als Pilotprojekt in Mainz Hbf
  • 1. Januar 1996 – Einführung des 3-S-Konzepts und der 3-S-Zentralen
  • 1. Juni 1996 – Inbetriebnahme der ersten technischen 3-S-Zentrale (Videoüberwachung, computergestützte Kommunikation) in Frankfurt(Main)Hbf
  • Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn stimmte auf seiner Sitzung am 13. März 2002 dem Modellprojekt IT-Bahnhof zu. Im Rahmen einer Betriebszentrale Bahnhof sollten dabei alle operativen Funktionsabläufe technisch und organisatorisch zusammengeführt werden. Das Projekt wurde maßgeblich durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.[3] Am 28. Februar 2003 wurde im Hauptbahnhof Aachen der Prototyp einer Verkehrszentrale, als Weiterentwicklung der 3-S-Zentrale, für eine ganze Region mit 23 angeschlossenen Bahnhöfen in Betrieb genommen.[4][5]
  • Konzentrationsprozess: Die Zahl der 3-S-Zentralen wurde durch Konzentrationsprozesse reduziert. Mit der Schließung von Bayreuth und Regensburg wurde von ursprünglich 80 Zentralen im Mai 2009 der Wert von 50 erreicht. Im November 2010 lag die Zahl der 3-S-Zentralen bei 43. Im April 2018 gab es 29[2] 3-S-Zentralen. Im April 2019 gab es noch 28 3-S-Zentralen.

Zwischen 2012 und 2016 sollen die 3-S-Zentralen technisch erneuert werden.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anne Häusler: 12 Tipps für eine entspannte Bahnreise mit Kindern. In: Babybirds. Anne Häusler. 12. Juli 2013. Abgerufen am 29. Oktober 2013.
  2. a b Übersicht der 3-S-Zentralen; (PDF, 40 kB) abgerufen am 10. April 2018
  3. Meldung DB-Aufsichtsrat stimmt Arcor- und Vodafone-Verträgen zu. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 5/2002, ISSN 1421-2811, S. 216.
  4. Kunden sollen sich sicher und wohl fühlen. Mobility Networks Logistics. 5. April 2007. Archiviert vom Original am 12. Oktober 2007. Abgerufen am 28. Oktober 2013.
  5. Meldung Neue Verkehrszentrale in Aachen. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 4/2003, ISSN 1421-2811, S. 149.
  6. Brit Hamann: Ziel: Mit moderner Technik näher am Kunden (PDF; 566,92 kB). In: StationsAnzeiger, DB Station&Service, 1. Dezember 2011, S. 3. @1@2Vorlage:Toter Link/www.deutschebahn.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)