3-S-Zentrale

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

3-S-Zentralen sind Teil des sogenannten 3-S-Konzeptes der Deutschen Bahn. Die 3-S stehen für Service, Sicherheit und Sauberkeit auf den Verkehrsstationen der DB Station&Service AG.

Achtundzwanzig 3-S-Zentralen im gesamten Bundesgebiet sollen für das Wohl der Kunden innerhalb von Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen. Die meisten 3-S-Zentralen sind täglich 24 Stunden erreichbar, auch an Wochenenden und an Feiertagen.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Aufgaben zählen unter anderem:

  • Koordinierung des Service-Personals: DB Information, Bahnsteigservice, ggf. auch Durchsagen
  • Koordinierung des Sicherheitspersonals: DB Sicherheit GmbH (ehemals BSG)
  • Koordinierung des Reinigungspersonals: DB Services – Gebäudedienste (ehemals BRG)
  • Notfallmeldestelle für den Unternehmensbereich Personenbahnhöfe
  • Vertretung des Bahnhofsmanagers außerhalb der Bürozeiten
  • Organisation kurzfristiger Umsteigehilfen für mobilitätseingeschränkte Personen – Vorbestellung jedoch nur über die Mobilitäts-Service-Zentrale.
  • Nachforschung für verlorene Gegenstände, jedoch nur soweit der Zug noch unterwegs ist bzw. anzunehmen ist, dass sich die Verluststücke noch im Zug oder im Bahnhofsbereich befinden. Ansonsten nimmt die Fundhotline Nachforschungsaufträge entgegen.
  • Meldung technischer Mängel an den Instandhalter.[1]
  • Alle 3-S-Zentralen verfügen über identische Management-, Video- und Kommunikationssysteme, verwenden die gleiche Hard- und Software und sind miteinander vernetzt.[2]

Liste aller 3-S-Zentralen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland gibt es insgesamt 26 3-S-Zentralen:[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1994 startete das erste Pilotprojekt einer 3-S-Zentrale am Mainzer Hauptbahnhof. Nachdem sich das Konzept bewährte, wurde das System ab dem 1. Januar 1996 bundesweit eingesetzt. Am 1. Juni desselben Jahres wurde die erste technische 3-S-Zentrale in Frankfurt am Main eingerichtet. Am 28. Februar 2003 wurde im Hauptbahnhof Aachen der Prototyp einer Verkehrszentrale, als Weiterentwicklung der 3-S-Zentrale, für die Region Aachen mit 23 angeschlossenen Bahnhöfen in Betrieb genommen.[4] Zwischen 2012 und 2017 wurden die 3-S-Zentralen technisch erneuert und miteinander vernetzt.[2] Im zeitlichen Zusammenhang damit verringerte sich auch die Zahl der 3-S-Zentralen: Während es 2009 noch 60 Zentralen gab,[5] waren es im Herbst 2010 42 Zentralen,[6] 2018 29 und 2019 nur noch 28.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 3-S-Konzept. Deutsche Bahn AG, abgerufen am 8. Februar 2022.
  2. a b 3-S-Zentralen: Alle Bahnhöfe im Blick. (PDF; 58 kB) Pressemitteilung. In: Themendienst. Deutsche Bahn AG, 7. September 2015, abgerufen am 8. Februar 2022.
  3. Übersicht 3-S-Zentralen. (PDF; 495 kB) DB Station&Service AG, Januar 2021, abgerufen am 27. November 2021.
  4. Kunden sollen sich sicher und wohl fühlen. (Nicht mehr online verfügbar.) Mobility Networks Logistics, 5. April 2007, archiviert vom Original am 12. Oktober 2007; abgerufen am 28. Oktober 2013.
  5. 3S-Service-Zentralen der Deutschen Bahn. – Stand 2009. In: ÖPNV-Info: Mobilitätsportal für behinderte Reisende. Seh-Netz e.V., archiviert vom Original am 11. April 2009;.
  6. Übersicht der 3-S-Zentralen der DB Station&Service AG. (PDF; 25 kB) – Stand 2010. (Nicht mehr online verfügbar.) Deutsche Bahn AG, 3. Oktober 2010, archiviert vom Original am 29. Februar 2012;.
  7. Übersicht 3-S-Zentralen. (PDF; 3,7 kB) – Stand 2019. (Nicht mehr online verfügbar.) Deutsche Bahn AG, 8. April 2019, archiviert vom Original am 13. August 2021; abgerufen am 17. November 2019.