3. Lothringisches Feldartillerie-Regiment Nr. 69

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Das 3. Lothringische Feldartillerie-Regiment Nr. 69 war ein Artillerieverband der Preußischen Armee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Regiment wurde im Zuge der Heeresvermehrung mit A.K.O. vom 25. März 1899 als Feldartillerie-Regiment Nr. 69 aufgestellt. Es bildete sich aus der II. und III. Abteilung des Feldartillerie-Regiments Nr. 33 und war in Sankt Avold stationiert. Gemeinsam mit dem Feldartillerie-Regiment Nr. 34 war es der 34. Feldartillerie-Brigade der 34. Division unterstellt.

Am 27. Januar 1902 erließ Wilhelm II. den Armee-Befehl, dass die bislang noch ohne landmannschaftliche Bezeichnung geführten Verbände zur besseren Unterscheidung und zur Traditionsbildung eine Namenserweiterung erhielten. Der Verband führte daher ab diesem Zeitpunkt die Bezeichnung 3. Lothringisches Feldartillerie-Regiment Nr. 69.[1]

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs machte das Regiment am 2. August 1914 mobil und kam im Verband mit der 34. Division an der Westfront zum Einsatz. Dort beteiligte es sich an folgenden Gefechten:

Während des Krieges änderte sich am 13. Oktober 1916 das Unterstellungsverhältnis und das Regiment war ab diesem Zeitpunkt bis nach Kriegsende am 10. Dezember 1918 der Heeresfeldartillerie unterstellt. Gemäß Verordnung des Kriegsministeriums vom 26. Januar 1917 wurde das Regiment erweitert und erhielt eine III. Abteilung.

Im Ersten Weltkrieg fielen 23 Offiziere, 45 Unteroffiziere und 172 Mannschaften.

Verbleib[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Waffenstillstand von Compiègne konnten die Reste des Regiments die ehemalige Garnison in St. Avold nicht mehr erreichen. Daher wurde der Verband ab 23. Dezember 1918 in Roda demobilisiert. Aus Teilen bildete sich die Freiwilligen-Batterie „Wuppermann“, die bei der Bildung der Vorläufigen Reichswehr in der Infanterie-Geschütz-Batterie 49 aufging.

Die Tradition übernahm in der Reichswehr durch Erlass des Chefs der Heeresleitung General der Infanterie Hans von Seeckt vom 24. August 1921 die 2. Batterie des 6. (Preußisches) Artillerie-Regiments in Münster. In der Wehrmacht führten der Regimentsstab und die II. Abteilung des Artillerie-Regiments 16 in Hamm die Tradition fort.

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum[2]
Oberstleutnant/Oberst Wilhelm Scheller 01. Oktober 1899 bis 26. Januar 1903
Oberstleutnant Paul Jitschin 27. Januar bis 17. Oktober 1903
Major Emil Waldorf 18. Oktober 1903 bis 9. März 1904 (mit der Führung beauftragt)
Major/Oberstleutnant/Oberst Emil Waldorf 10. März 1904 bis 21. März 1910
Oberst Albert Credé 22. März 1910 bis 21. April 1912
Oberst Edwin Martini 22. April 1912 bis 17. Februar 1913
Oberstleutnant Wuthmann 18. Februar bis 24. November 1913
Oberst Paul von Krenski 25. November 1913 bis 2. August 1914
Oberst Karl Isbert 03. August 1914 bis 11. Juli 1916
Oberstleutnant Riedel 12. Juli bis 31. August 1916
Major/Oberstleutnant Siegfried von Auwers 01. September 1916 bis Februar 1919

Denkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gedenkstein, ein Lothringer Kreuz aus Stein, befindet sich im Park des Fürstbischöflichen Schlosses in Münster. Es wurde gestaltet von Wilhelm Wucherpfennig und Albert Mazzotti.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marx: Geschichte des 3. lothr. Feldartillerie-Regiments Nr. 69. ohne Ort und Verlag, 1920
  • Jürgen Kraus: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914-1918. Teil IX: Feldartillerie. Band 1, Verlag Militaria, Wien 2007, ISBN 978-3-902526-15-1, S. 289–290.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Militär-Wochenblatt. Nr. 9 vom 28. Januar 1902, S. 221–226.
  2. Günter Wegmann (Hrsg.), Günter Wegner: Formationsgeschichte und Stellenbesetzung der deutschen Streitkräfte 1815–1990. Teil 1: Stellenbesetzung der deutschen Heere 1815–1939. Band 3: Die Stellenbesetzung der aktiven Regimenter, Bataillone und Abteilungen von der Stiftung bzw. Aufstellung bis zum 26. August 1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1993, ISBN 3-7648-2413-1. S. 289.