3. Violinkonzert (Bruch)

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Max Bruch; Photographie von 1913

Das Violinkonzert Nr. 3 d-moll op. 58 ist ein Violinkonzert des deutschen Komponisten Max Bruch.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das dritte und letzte Violinkonzert Max Bruchs entstand in den Jahren 1890/91. Wie der Komponist dem Widmungsträger des Werkes, seinem Freund Joseph Joachim, schrieb, schuf er das Konzert „unter Ihrer wichtigen Mitwirkung, es ist ganz und gar für Sie gedacht und unter der Einwirkung Ihres Spiels entstanden.“

Joseph Joachim brachte Bruchs Violinkonzert Nr. 3 d-Moll op. 58 am 31. Mai 1891 in Düsseldorf zur Uraufführung, in einem vom Komponisten veranstalteten Konzert, in dem dieser ausschließlich eigene Werke präsentierte.[1]

Satzbezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Allegro energico
  2. Adagio
  3. Finale. Allegro molto

Zur Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konzert orientiert sich in der Tonsprache an dem Vorbild von Johannes Brahms. Im Gegensatz zu Max Bruchs erfolglosem Zweiten Violinkonzert folgt das Dritte Violinkonzert wieder dem traditionellen Schema.

Der erste Satz ist ein lebhafter Sonatensatz. Hauptthema und Kantilene des langsamen zweiten Satzes, der an das Erste Violinkonzert erinnert, werden mit Variationen und Figurationen versehen. Der dritte Satz ist ein Rondo und ist von Doppelgriffen geprägt.

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz der Rückkehr zur Konvention steht das Konzert ebenso wie Bruchs Zweites Violinkonzert im Schatten des Erfolgs von dessen Violinkonzerterstling, der für den Komponisten nach anfänglicher Freude bald zur Belastung wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harenberg Konzertführer, Harenberg Kommunikation, Dortmund, 1998, ISBN 3-611-00535-5
  • Begleitheft der Doppel-CD Bruch – The Complete Violin Concertos, Philips Classics, 1998

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Neue Zeitschrift für Musik, Band 58, Nr. 27 vom 8. Juli 1891, S. 315f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]