3 Days to Kill

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Filmdaten
Deutscher Titel3 Days to Kill
Originaltitel3 Days to Kill
ProduktionslandVereinigte Staaten, Frankreich
OriginalspracheEnglisch, Französisch, Deutsch
Erscheinungsjahr2014
Länge116 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
JMK 14[2]
Stab
RegieMcG
DrehbuchLuc Besson,
Adi Hasak
ProduktionRyan Kavanaugh,
Marc Libert
MusikGuillaume Roussel
KameraThierry Arbogast
SchnittAudrey Simonaud
Besetzung

3 Days to Kill (deutsch 3 Tage, um zu töten) ist ein amerikanisch-französischer Action-Thriller des Regisseurs McG aus dem Jahr 2014. Die Hauptrolle des Ethan Renner übernahm der US-amerikanische Schauspieler Kevin Costner.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Serbien soll das Team um den nicht mehr ganz jungen CIA-Agenten Ethan Renner den Albino fassen, um an seinen Auftraggeber, den Wolf, einen der meistgesuchten Terroristen der Welt, heranzukommen, dessen Gesicht unbekannt ist. Durch eine inszenierte Explosion der Terroristen misslingt der Zugriff.

Später erfährt Renner, dass er an einer tödlichen Krankheit leidet und nur noch drei Monate zu leben hat und somit Weihnachten verpassen wird. Er will die kurze verbleibende Zeit mit seiner Tochter Zoey in Paris verbringen. Da Ethans Ex-Frau Christine der Meinung ist, dass Ethan lange genug seine Vaterpflichten vernachlässigt habe, und sie wegen eines geschäftlichen Termins ein paar Tage nach London muss, übergibt sie Zoey ihrem Vater. Ethan verspricht Christine, nicht mehr für die CIA Menschen zu töten.

Die junge Agentin Vivi schlägt Ethan einen Deal vor: Wenn er es innerhalb von drei Tagen schafft, den Wolf zu töten, gibt sie ihm ein experimentelles Medikament, das Ethans Leben trotz seiner Krankheit verlängern kann. Da Ethan findet, dass er nichts zu verlieren habe, schlägt er ein. Renner macht den Chauffeur von Albinos Buchhalters ausfindig und verhört ihn. Daraufhin kann er den Buchhalter entführen. Die Verhöre werden immer wieder durch Anrufe Zoeys unterbrochen, mit der Ethan mehr Zeit verbringen will und der er näherkommt. Dadurch kommt er in zeitliche Bedrängnis, den Auftrag auszuführen. Zudem machen ihm die Nebenwirkungen des Medikaments wie Schwindelanfälle zu schaffen.

Bei einer Verfolgungsjagd durch Paris kann Renner den Wagen mit dem Wolf und dem Albino über eine Brüstung rammen. In einer U-Bahn-Station stellt Renner den Wolf, erleidet aber wieder einen Schwindelanfall. Er wird vom Albino überwältigt, kann ihn aber im letzten Moment vor eine einfahrende U-Bahn stoßen. Der Wolf entkommt erneut. Bei einer Party stellt sich heraus, dass der Wolf der Geschäftspartner des Vaters von Zoeys Freund ist. Bei einer Schießerei kann Renner die meisten Leibwächter des Wolfs ausschalten. Der Wolf stürzt mit einem Aufzug ab und überlebt schwer verletzt. Renner erinnert sich an sein Versprechen seiner Ex-Frau gegenüber und schießt nicht auf den Wolf. Vivi erscheint und erledigt den Auftrag.

Am Ende des Films wird klar, dass das Medikament gewirkt hat und Renner mit seiner Familie in einem Haus an der Küste Weihnachten feiern kann.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. August 2012 meldete das amerikanische Online-Magazin Deadline, dass Kevin Costner die Hauptrolle des Ethan Renner in dem neuen Action-Film von Regisseur McG angeboten wurde.[3] Das Drehbuch des hauptsächlich in Paris spielenden Films schrieben Luc Besson und Adi Hasak. Produziert wurde er unter anderem von EuropaCorp und RelativityMedia. Am 2. Oktober 2012 wurde bekannt, dass Kevin Costner die Hauptrolle übernehmen würde. Am 29. November 2012 trat Hailee Steinfeld dem Team als weibliche Hauptdarstellerin und am 13. Dezember 2012 Amber Heard bei. Am 7. Januar 2013 wurde Connie Nielsen dem Cast hinzugefügt.

Am 7. Januar 2013 wurde in Paris und Belgrad gedreht. Einige Szenen in Paris wurden in Studios gedreht. Als Hotel, das zu Beginn des Films zu sehen ist, diente das Hotel Jugoslavija in Belgrad.[4]

Das Filmbudget betrug etwa 28 Millionen US-Dollar. Die weltweiten Einnahmen beliefen sich auf ca. 52,6 Millionen US-Dollar.[5]

Von dem Film gibt es mehrere Schnittfassungen. Zum einen ist die US-amerikanische Kinofassung gegenüber der internationalen etwa 52 Sekunden länger.[6] Zum anderen ist die Unrated-Fassung gegenüber der Kinofassung etwa fünf Minuten länger.[7]

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. Dezember 2013 veröffentlichten die Studios den ersten Trailer und das offizielle Poster zum Film. Ab dem 14. Februar 2014 sollte der Film in den amerikanischen Kinos laufen. Der Starttermin wurde dann aber doch um eine Woche auf den 21. Februar verschoben. In Deutschland startete der Film am 8. Mai 2014.[8]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Rotten Tomatoes fielen nur 28 % von 111 gewerteten Rezensionen in ihrem Urteil positiv aus. Der zugesammengefasste Konsens der Seite lautet: „3 Days to Kill mischt auf unsichere Weise technisch versierte Actionsequenzen mit einem unterentwickelten Familienkonflikt.“[9] Metacritic ermittelte einen Wert von 40 % basierend auf 30 Kritiken.[10]

James Berardinelli kritisierte auf reelviews.net die Szenen zwischen Kevin Costner und Hailee Steinfeld als „künstlich, nervig und langweilig“. Es gebe im ganzen Film „keinen einzigen menschlichen Moment“. Zwar sei in den Szenen mit der „bizarren, absurden“ Vivi durchaus ein wenig „verrückter Humor“ erkennbar, doch Costner, welcher 3 Days to Kill nach Berardinellis Meinung nicht als Komödie auffasste, spiele „derart düster und ernst“, dass er dem Film jeglichen Spaß austreibe.[11]

Frank Scheck bezeichnete den Film im Hollywood Reporter vom 20. Februar 2014 als „widersinnige Vermanschung von Action, Humor und Sentimentalität“, lobte aber die Darstellung von Costner, der alles mit einem „trocken-humoristischen Flair“ absolviere. 3 Days to Kill sei „absurd“ und erinnere „an einen typischen Besson“; er sei jedoch „auch unbestreitbar unterhaltsam“.[12]

Gänzlich negativ fiel wiederum die Kritik von Cinema aus. Der Film sei „aufgemacht wie ein Actionthriller“, entpuppe sich jedoch als „peinliche Familienkomödie, deren Running Gag darin“ bestehe, dass Costner „als todkranker CIA-Killer mit einem lilafarbenen Damenbike durch Paris“ radle. Die Zeitschrift fand es bedauerlich, „dass es gegen derart miese Drehbücher kein Serum“ gebe und fragte, wie es dieser „gottlose Blödsinn“ bloß ins Kino geschafft habe.[13]

Carsten Baumgardt von Filmstarts befand, die „krude Spionage-Story im Stil des harten, paranoiagetränkten 70er-Jahre-Kinos“ sei „holprig erzählt und nie länger als 30 Sekunden am Stück glaubwürdig“, mache aber „dank eines großartigen Kevin Costner“ dennoch Spaß. Dieser sei „der unbestrittene Star und die Seele des Films“, während Hailee Steinfeld an seiner Seite „eine solide Leistung“ zeige, aber „die entschieden unauffälligere Rolle“ verkörpere. Dagegen dürfe es Amber Heard „mit lustvoll-undezentem Overacting krachen lassen“. Die angestrebte Verbindung eines „abgehobenen Agenten-Thriller[s]“ mit einer „persönlichen Familiengeschichte“ misslinge jedoch „über weite Strecken, weil sich beide Elemente zu oft gegenseitig im Weg stehen“.[14]

Der Filmdienst urteilte: „Ein synthetischer Agententhriller, der ohne jegliches Taktgefühl Sujets und Tonlagen mengt und den Plot unter einem Wust aus Sentimentalität und geschmacklosen Brutalitäten erdrückt. Um so mehr sticht die souveräne Haltung des Hauptdarstellers hervor.“[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für 3 Days to Kill. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, März 2014 (PDF; Prüf­nummer: 144 221 K).
  2. Alterskennzeichnung für 3 Days to Kill. Jugendmedien­kommission.
  3. Mike Fleming Jr: After ‘Hatfields & McCoys’, Kevin Costner Eyes Jack Ryan, ‘Three Days To Kill’. In: deadline.com, 6. August 2012. Abgerufen im 9. Mai 2016. 
  4. 3 Days to Kill - Filming & Production. In: imdb.com. Abgerufen am 12. Januar 2017. 
  5. 3 Days to Kill. In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 12. Januar 2017. 
  6. Schnittvergleich. In: schnittberichte.com. Abgerufen am 14. Februar 2016.
  7. Schnittvergleich. In: schnittberichte.com. Abgerufen am 14. Februar 2016.
  8. 3 Days to Kill - Release Info. In: imdb.com. Abgerufen am 12. Januar 2017. 
  9. 3 Days to Kill bei Rotten Tomatoes (englisch)
  10. 3 Days to Kill bei Metacritic (englisch)
  11. James Berardinelli: 3 Days to Kill. In: reelviews.net, 23. Februar 2014. Abgerufen am 12. Januar 2017. 
  12. Frank Scheck: 3 Days to Kill. In: hollywoodreporter.com, 20. Februar 2014. Abgerufen im 12. Januar 2017. 
  13. 3 Days to Kill. In: Cinema.de. Abgerufen am 12. Januar 2017. 
  14. Carsten Baumgardt: 3 Days to Kill. In: Filmstarts.de. Abgerufen am 12. Januar 2017. 
  15. 3 Days to Kill. In: Filmdienst.de. Abgerufen am 12. Januar 2017.