3 Tage in Quiberon

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Filmdaten
Originaltitel3 Tage in Quiberon
ProduktionslandDeutschland, Österreich, Frankreich
OriginalspracheDeutsch, Französisch
Erscheinungsjahr2018
Länge115 Minuten
AltersfreigabeFSK 0[1]
Stab
RegieEmily Atef
DrehbuchEmily Atef
ProduktionKarsten Stöter,
Sophie Dulac,
Undine Filter,
Danny Krausz,
Kurt Stocker
MusikChristoph M. Kaiser,
Julian Maas
KameraThomas Kiennast
SchnittHansjörg Weißbrich
Besetzung

3 Tage in Quiberon ist ein in schwarz-weiß[2] gedrehter Spielfilm von Emily Atef aus dem Jahr 2018. Der Film ist inspiriert von wahren Begebenheiten im Leben der Schauspielerin Romy Schneider (dargestellt von Marie Bäumer). Im Jahr 1981 verbringt Schneider in dem kleinen französischen Kurort Quiberon in der Bretagne drei Tage mit ihrer besten Freundin Hilde (Birgit Minichmayr), um sich zu erholen. Gleichzeitig arrangiert sie trotz ihrer negativen Erfahrungen mit der deutschen Presse ein Interview mit Michael Jürgs (Robert Gwisdek), Reporter der Zeitschrift Stern, und dem Fotografen Robert Lebeck (Charly Hübner). Das Interview und die dazugehörigen Fotoaufnahmen erstrecken sich über drei Tage und entwickeln sich zu einem Porträt Romy Schneiders im Spannungsverhältnis zwischen privater und öffentlicher Person.[2]

Die Premiere der deutsch-österreichisch-französische Koproduktion fand im Rahmen der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin am 19. Februar 2018[2] statt, wo der Film in den Wettbewerb um den Goldenen Bären eingeladen worden war.[3][2] Der Kinostart soll in Deutschland am 12. April 2018 und in Österreich am 13. April 2018 erfolgen.[4][5]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quiberon (Bretagne), im Jahr 1981: Die Schauspielerin Romy Schneider befindet sich zur Entgiftung in einem Kurhotel am Meer. Sie lässt ihre Jugendfreundin Hilde nachkommen, die in Wien als Restauratorin arbeitet. Romy vertraut ihr an, die „Diät“ für ihren 14-jährigen Sohn David zu machen, der lieber bei den Stiefeltern leben möchte. Sie leidet deshalb unter großen Verlustängsten. Die Freundinnen nehmen gemeinsam ein Bad in Romys Hotelzimmer. Als David anruft, lässt Romy das Telefongespräch von Hilde entgegen nehmen. Auch soll sie Romy bei einem Pressetermin unterstützten. Trotz ihrer negativen Erfahrungen mit der deutschen Presse hat sie einem Interview mit Michael Jürgs, Reporter der Zeitschrift Stern, und dem Fotografen Robert „Bob“ Lebeck zugestimmt. Romy hat ein enges, freundschaftliches Verhältnis zu Lebeck, den sie zärtlich „le beau“ (dt. „den Schönen“) nennt, während der Fotograf sie liebevoll als „la belle“ („die Schöne“) tituliert. Jürgs kennt sie dagegen noch nicht.

Das Interview, das in Romys Hotelzimmer beginnt, soll den Unterschied zwischen der Schauspielerin und Privatperson aufzeigen. Es wird insgesamt drei Tage Zeit in Anspruch nehmen. Der manipulative Jürgs fragt im Beisein von Hilde u. a. nach Romys Verhältnis zur Mutter, ihre Übersiedlung nach Frankreich und den Selbstmord Harry Meyens, Lebeck schießt währenddessen die Bilder. Bei der Frage nach ihrem ersten Ehemann, muss Romy das Interview abbrechen. Am Abend trinken die vier gemeinsam in einem Restaurant am Hafen entgegen dem Rat von Romys Kurarzt Champagner, Lebeck macht erneut Bilder. Romy gibt Pläne über einen neuen Film, Die Spaziergängerin von Sans-Souci, bekannt. Sie amüsiert sich mit einem zufällig vorbeikommenden Fischer-Poeten. Jürgs schlägt Romy vor, mit dem Interview „Dinge zurechtzurücken“. Auf Drängen Hildes, die den beiden Journalisten nicht vertraut, verlässt die stark alkoholisierte Romy mit ihr das Restaurant. In ihrem Hotelzimmer kann Romy nicht allein bleiben. Sie versucht David anzurufen, wird aber von Hilde zurückgehalten. Romy hat ihre Entgiftung nicht mal vier Tage ausgehalten. Hilde nimmt ihr das Versprechen ab, künftig weder Schlaftabletten noch Alkohol zu sich zu nehmen.

Romy lässt sich am nächsten Tag auf einen Spaziergang mit Lebeck ein. Das Interview wird von Jürgs fortgeführt, der Champagner bestellt und sie u. a. zu ihrem verlorenen Vermögen und abwesenden Vater befragt. Romy gesteht, pleite zu sein und nie gelernt zu haben, mit Geld umzugehen. Sie hofft, nach ihrem nächsten Film eine Pause einlegen zu können. Hilde versucht soweit es geht ihre Freundin zu beschützen, da sie sowohl Jürgs als auch Lebeck als manipulierend empfindet. Die beiden Journalisten streiten sich später. Jürgs wirft Lebeck vor, in Romy verliebt zu sein. Hilde plant abzureisen. Als sie zu Abend isst, setzt sich Jürgs gegen ihren Willen dazu und greift sie wegen ihres Aussehens, ihre Stellung als Freundin und ihrer Kinderlosigkeit an. Hilde wirft dem Enthüllungsjournalisten, der früher über politische Themen schreiben wollte, Manipulation vor. Als sich Hilde telefonisch nach Romys Befinden erkundigen möchte, geht diese nicht ans Telefon. Sie findet Romy benommen im Bett vor, wo sie eine Schlaftablette eingenommen hat. Lebeck passt daraufhin auf Romy auf. Daraus entwickelt sich eine private Fotosession. Lebeck versucht Romys schlechtes Gewissen zu beruhigen und legt sich später halbnackt zu ihr ins Bett, küsst sie und kuschelt mit ihr.

Am nächsten Morgen ist Romy verschwunden. Hilde, Lebeck und Jürgs finden sie auf einem Felsen sitzend am Strand vor, wo sie verträumt auf das Meer blickt. Romy schlägt spontan eine Fotosession auf den Felsen vor und entschuldigt sich bei Hilde. Diese nimmt die Entschuldigung an. Bei den Aufnahmen stürzt Romy aber und bricht sich den Knöchel. Es kommt zu Schwierigkeiten mit ihrem Produzenten wegen der bevorstehenden Dreharbeiten. Jürgs bekommt wegen Romys freizügigem Interview ein schlechtes Gewissen. Romy vertraut ihm jedoch und reist ab. Auch Jürgs und Lebeck reisen gemeinsam ab, während Hilde noch in Quiberon bleibt. Eine Woche später besucht Lebeck Romy und ihre Tochter Sarah in ihrem Zuhause in Paris. Die entspannte Romy gibt Lebeck indirekt zu verstehen, absichtlich bei den Fotoaufnahmen am Strand gestürzt zu sein, um Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Sie liest Jürgs Interview gegen, das ihr Lebeck mitgebracht hat, und schreibt den Satz „Ich werde weiterleben, und richtig gut!“ auf die letzte Seite. Lebeck sagt ihr, dass sie die Schönste sei und es immer so bleiben werde.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden von November 2016 bis Januar 2017 in Frankreich und Deutschland statt.[4][5] Drehorte waren Originalspielplätze in der Bretagne und in Hamburg sowie auf der Ostseeinsel Fehmarn, wo das denkmalgeschützte Haus des Gastes für den Film in ein Hotel verwandelt wurde.[2]

Unterstützt wurde die Produktion vom Österreichischen Filminstitut, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, der Filmförderungsanstalt, dem Deutschen Filmförderfonds, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Eurimages, MEDIA sowie der Region Bretagne. Beteiligt waren der Österreichische und der Norddeutsche Rundfunk sowie Arte.[4][5]

Produziert wurde der Film von deutschen Rohfilm Factory, Koproduzenten waren die österreichische Dor Film und die französische Sophie Dulac Productions. Für den Ton zeichnete Jörn Martens verantwortlich, für das Kostümbild Janina Audick, für das Szenenbild Silke Fischer und für das Maskenbild Krisztina Szántó-Konthur.[5][4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für 3 Tage in Quiberon. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 174865/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b c d e NDR Koproduktion hat Chance auf Goldenen Bären. Artikel vom 15. Januar 2018, abgerufen am 15. Januar 2018.
  3. Wettbewerb und Berlinale Special: Emily Atef im Wettbewerbsprogramm bei berlinale.de, 15. Januar 2018 (abgerufen am 15. Januar 2018).
  4. a b c d 3 Tage in Quiberon. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 15. Januar 2018.
  5. a b c d Österreichisches Filminstitut. Abgerufen am 15. Januar 2018.