420 A Millardet et de Grasset

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'420 A Millardet et de Grasset'
Synonyme 420 A – für weitere siehe Abschnitt Synonyme
'420 A Millardet et de Grasset'
Verwendung
Herkunft Frankreich
Züchtungsjahr 1887
VIVC-Nr. 7810
Abstammung

Hybride aus
Vitis berlandieri PLANCHON × Vitis riparia MICHAUX

Liste von Rebsorten

'420 A Millardet et de Grasset' ist eine Unterlage zur biotechnischen Bekämpfung der Wurzelreblaus für reblausanfälligen Rebsorten. Sie gehört zur Gruppe der Vitis berlandieri × Vitis riparia Kreuzungen und besitzt eine sehr hohe Kalkverträglichkeit, beeinflusst aber die Sorte negativ im Ertrag und der Qualität.

Abstammung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreuzung aus Vitis berlandieri PLANCHON × Vitis riparia MICHAUX von Pierre-Marie Alexis Millardet et Charles Grasset de, Frankreich, 1887.

Ampelografische Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Triebspitze: geschlossen bis halboffen, mit weißlicher Wollbehaarung, karminrot umrandet
  • Junges Blatt: leicht bronziert und sehr glänzend
  • Ausgewachsenes Blatt: Oberseite dunkelgrün, Unterseite blassgrün, glänzend, sehr dick, herzförmig, dreilappig, wenig gebuchtet; Stielbucht: lyra- bis offen u-förmig
  • Triebe: dunkelgrün mit typischen rötlich violetten Knoten
  • Blüte: männlicher Scheinzwitter

Eigenschaften - Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie besitzt einen schwachen bis mittelmäßigen Wuchs und hat ein geringes Bewurzelungsvermögen. Sie beeinflusst den Ertrag und die Qualität ungünstig und die Rebstöcke reagieren empfindlich gegen Staunässe im Frühjahr. Sie besitzt eine sehr hohe Kalkverträglichkeit.[1]

Ist für lockere, flach- oder tiefgründige, eher trockene, steinige, hitzige Kalkböden in frühen Lagen geeignet.

Synonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Bauer, Ferdinand Regner, Barbara Schildberger: Weinbau (= AV-Fachbuch.). 9., aktualisierte Auflage. Cadmos, Wien 2013, ISBN 978-3-7040-2284-4.
  • Joachim Schmid, Frank Manty, Bettina Lindner: Geisenheimer Rebsorten und Klone (= Geisenheimer Berichte. 67). Forschungsanstalt Geisenheim – Fachgebiet Rebenzüchtung und Rebenveredlung, Geisenheim 2009, ISBN 978-3-934742-56-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joachim Schmid, Frank Manty, Bettina Lindner: Geisenheimer Rebsorten und Klone (= Geisenheimer Berichte. 67). Forschungsanstalt Geisenheim – Fachgebiet Rebenzüchtung und Rebenveredlung, Geisenheim 2009, ISBN 978-3-934742-56-7, S. 144–145.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]