46. Landwehr-Division (2. Königlich Sächsische)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
46. Landwehr-Division (2. Königlich Sächsische)
Aktiv 15. Februar 1917 bis März 1919
Land Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich
Streitkräfte Sächsische Armee
Teilstreitkraft Heer
Typ Infanterie-Division
Grobgliederung Siehe: Gliederung
Garnison Dresden
Erster Weltkrieg Ostfront
Kommandeure
Siehe: Liste der Kommandeure

Die 46. Landwehr-Division (2. Königlich Sächsische) war ein Großverband der Sächsischen Armee im Ersten Weltkrieg.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegsgliederung vom 15. Februar 1917[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegsgliederung vom 25. Januar 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 46. Landwehr-Infanterie-Brigade
    • Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 101
    • Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 103
    • Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 105
    • 4. Eskadron/Ulanen-Regiment „Kaiser Franz Josef von Österreich, König von Ungarn“ (1. Königlich Sächsisches) Nr. 17
  • Artillerie-Kommandeur Nr. 140
    • Feldartillerie-Regiment Nr. 246
  • Pionier-Bataillon Nr. 446
  • Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 546

Gefechtskalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Division wurde im Februar 1917 im Bereich des XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps in Dresden aus Landwehr- und Ersatzeinheiten zusammengestellt. Sie kam dann Mitte März 1917 an die Ostfront, verblieb dort über das Kriegsende hinaus und fungierte als Polizei- und Besatzungsmacht in Litauen.

1917[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 18. Februar --- Waffenstillstand
  • 18. Februar bis 3. März --- Verfolgungskämpfe durch Weißruthenien
  • 3. März bis 15. November --- Okkupation großrussischen Gebietes
  • ab 16. November --- Besatzungs- und Sicherungsdienst in Litauen und Weißrussland

1919[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 11. Februar --- Besatzungs- und Sicherungsdienst in Litauen
  • Am 22. Februar 1919 wurde Generalleutnant Walter von Eberhardt Kommandeur der Division. Aus Freiwilligen der Division wurde im April die Brigade Südlitauen, ein Freikorps, gebildet, die aus den Freiwilligen-Regimenter 18, 19 und 20, der Freiwilligen Fliegerstaffel 18 und den Freiwilligen Artillerie-Abteilungen 18 und 19 bestand und mit litauischen Truppen gegen die Invasionstruppen der Roten Armee kämpfte. Die letzten Freiwilligen der Brigade Südlitauen verließen Litauen im Juli 1919.

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
Generalleutnant Bernhard von Watzdorf 13. Februar bis 8. September 1917[1]
Generalmajor Otto Freiherr von Ompteda 8. September 1917 bis 7. August 1918[1]
Generalmajor Albrecht Graf von Mandelsloh 7. August 1918 bis 21. Februar 1919[1]
Generalleutnant Walter von Eberhardt 22. Februar 1919 bis April 1919

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ruhmeshalle unserer Alten Armee, herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 70, 141
  • Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918), United States War Office as War Department Document No. 905, Office of the Adjutant, 1920, S. 473
  • Artur Baumgarten-Crusius: Die Sachsen im Felde 1914–1918, Verlag der Literaturwerke "Minerva", R. Max Lippold, Leipzig 1923, S. 515–516

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939 Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939, Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 197