62. Kongress der Vereinigten Staaten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der 62. Kongress der Vereinigten Staaten, bestehend aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat, war die Legislative der Vereinigten Staaten. Seine Legislaturperiode dauerte vom 4. März 1911 bis zum 4. März 1913. Alle Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie ein Drittel der Senatoren (Klasse I) waren im Jahr 1910 bei den Kongresswahlen gewählt worden. Dabei ergab sich im Senat eine Mehrheit für die Republikanische Partei, die mit William H. Taft auch den Präsidenten stellte. Im Repräsentantenhaus hatte die Demokratische Partei die Mehrheit. Während der Legislaturperiode gab es einige Rücktritte und Todesfälle, die aber an den Mehrheitsverhältnissen nichts änderten. Nach der Aufnahme der Staaten New Mexico und Arizona wurde ab der nächsten Legislaturperiode die Zahl der Senatoren und Abgeordneten auf 96 bzw. 435 erhöht. Der Kongress tagte in der amerikanischen Bundeshauptstadt Washington, D.C. Die Vereinigten Staaten bestanden damals aus 48 Bundesstaaten. Die Sitzverteilung im Repräsentantenhaus basierte auf der Volkszählung von 1900.

Wichtige Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch 1911, 1912 und 1913

  • 4. März 1911: Beginn der Legislaturperiode des 62. Kongresses
  • 15. Mai 1911: Das Oberste Bundesgericht lost die Standard Oil Gesellschaft wegen ihrer rechtswidrigen Monopolstellung auf.
  • 6. Januar 1912: New Mexico wird Bundesstaat der USA.
  • 14. Februar 1912: Arizona wird Bundesstaat der USA.
  • 15. April 1912: Untergang der Titanic.
  • 5. Juni 1912: Die United States Marines landen auf Kuba.
  • 18. Juni 1912: Auf der Republican National Convention in Chicago wird Amtsinhaber William Taft erneut zum Präsidentschaftskandidaten nominiert. Er setzt sich gegen den früheren Präsidenten Theodore Roosevelt durch. In der Folge kandidiert dieser als Kandidat der von ihm am 5. August gegründeten Progressive Party. Damit nehmen sich bei der Präsidentschaftswahl im November Taft und Roosevelt gegenseitig die Stimmen weg und ermöglichen dem Demokraten Woodrow Wilson den Wahlsieg. Dieser war am 25. Juni 1912 auf der Democratic National Convention nominiert worden.
  • 24. August 1912: Gründung des Alaska-Territoriums
  • 30. Oktober 30, 1912: Vizepräsident James S. Sherman stirbt
  • 5. November 1912: Präsidentschafts- und Kongresswahlen in den USA. Neben dem Wahlsieg Wilsons zum Präsidenten gewinnen die Demokraten auch die Mehrheit in beiden Kammern.
  • 13. Februar 1913: Der 16. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten wird ratifiziert. Er regelt die Einführung der Einkommensteuer.

Die wichtigsten Gesetze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Sitzungsperioden des 62. Kongresses wurden unter anderem folgende Bundesgesetze verabschiedet (siehe auch: Gesetzgebungsverfahren):

  • 9. August 1911: Gesetz zur Anhebung der Abgeordnetenzahl im Repräsentantenhaus auf 435 nach dem Beitritt der Staaten New Mexico und Arizona.
  • 24. August 1912: Lloyd–La Follette Act
  • 13. Februar 1913: Carlin Act
  • 1. März 1913: Webb–Kenyon Act
  • 1. März 1913: Railway Evaluation Act
  • 3. März 1913: Publicity In Taking Evidence Act
  • 3. März 1913: Virus-Serum-Toxin Act
  • 3. März 1913: Gould Amendment
  • 4. März 1913: Arlington Memorial Amphitheater Act
  • 4. März 1913: Road and Trails Fund Act
  • 4. März 1913: Burnett Act
  • 4. März 1913: Weeks–McLean Act
  • 4. März 1913: Federal Revenue Sharing Act
  • 4. März 1913: Rivers and Harbors Act of 1913
  • 4. März 1913: Burnt Timber Act
  • 4. März 1913: Labor Department Act

Zusammensetzung nach Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Demokratische Partei: 43
  • Republikanische Partei: 48 (Mehrheit)
  • Vakant: 1

Gesamt: 92

Repräsentantenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Demokratische Partei: 230 (Mehrheit)
  • Republikanische Partei: 162
  • Sonstige: 2

Gesamt: 394

Außerdem gab es noch sieben nicht stimmberechtigte Kongressdelegierte

Amtsträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Repräsentantenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Führung der Mehrheitspartei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Führung der Minderheitspartei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senatsmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 62. Kongress vertraten folgende Senatoren ihre jeweiligen Bundesstaaten:

Alabama

Arizona

Arkansas

Kalifornien

Colorado

Connecticut

Delaware

Florida

Georgia

Idaho

Illinois

Indiana

Iowa

Kansas

Kentucky

Louisiana

Maine

Maryland

Massachusetts

Michigan

Minnesota

Mississippi

Missouri

Montana

Nebraska

Nevada

New Hampshire

New Jersey

New Mexico

New York

North Carolina

North Dakota

Ohio

Oklahoma

Oregon

Pennsylvania

Rhode Island

South Carolina

South Dakota

Tennessee

Texas

Utah

Vermont

Virginia

Washington

West Virginia

Wisconsin

Wyoming

Mitglieder des Repräsentantenhauses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Kongressabgeordnete vertraten im 62. Kongress die Interessen ihrer jeweiligen Bundesstaaten:

Alabama 9 Wahlbezirke

Arizona Staatsweite Wahl

Arkansas 7 Wahlbezirke.

Kalifornien 8 Wahlbezirke.

Colorado 2 Wahlbezirke. Außerdem wurde ein Abgeordneter staatsweit gewählt

Connecticut 4 Wahlbezirke. Außerdem wurde ein Abgeordneter staatsweit gewählt

Delaware Staatsweite Wahl

Florida 3 Wahlbezirke

Georgia 11 Wahlbezirke

Idaho Staatsweite Wahl

Illinois 25 Wahlbezirke

Indiana 13 Wahlbezirke

Iowa 11 Wahlbezirke

Kansas 8 Wahlbezirke.

Kentucky 11 Wahlbezirke

Louisiana 7 Wahlbezirke

Maine 4 Wahlbezirke

Maryland 6 Wahlbezirke.

Massachusetts 14 Wahlbezirke

Michigan 12 Wahlbezirke

Minnesota 9. Wahlbezirke

Mississippi 8 Wahlbezirke

Missouri 16 Wahlbezirke

Montana Staatsweite Wahl

Nebraska 6 Wahlbezirke

Nevada Staatsweite Wahl

New Hampshire 2 Wahlbezirke

New Jersey 10 Wahlbezirke

New Mexico Staatsweite Wahl für zwei Abgeordnete

New York 37 Wahlbezirke

North Carolina 10 Wahlbezirke

North Dakota 2 Wahlbezirke

Ohio 21 Wahlbezirke

Oklahoma 5 Wahlbezirke

Oregon 2 Wahlbezirke

Pennsylvania 32 Wahlbezirke.

Rhode Island 2 Wahlbezirke

South Carolina 7 Wahlbezirke.

South Dakota Staatsweite Wahlen für beide Abgeordneten

Tennessee 10 Wahlbezirke

Texas 16 Wahlbezirke.

Utah Staatsweite Wahlen

Vermont 2 Wahlbezirke

Virginia 10 Wahlbezirke

Washington Drei Wahlbezirke

West Virginia 5 Wahlbezirke

Wisconsin 11 Wahlbezirke

Wyoming Staatsweite Wahlen

Nicht stimmberechtigte Mitglieder im Repräsentantenhaus:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 62. Kongress der Vereinigten Staaten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • bioguide.congress.gov (durch Eingabe von 62 unter Year OR Congress: erhält man eine Liste der Mitglieder des 62. Kongresses mit Verlinkung zu den offiziellen Biografien; englisch)