84. Division (Deutsches Kaiserreich)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die 84. Division war ein Großverband der Preußischen Armee im Ersten Weltkrieg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Division wurde nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs aus Einheiten der Festung Posen gebildet und war bis Ende Dezember 1917 an der Ostfront im Einsatz. Dann erfolgte die Verlegung in den Westen, wo sie sich bis Kriegsende an den dortigen Kämpfen beteiligte. Nach dem Waffenstillstand marschierten die Reste der Division in die Heimat zurück, wo der Großverband demobilisiert und schließlich im Februar 1919 aufgelöst wurde.

Gefechtskalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1914[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1915[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 14. Juni --- Schlacht bei Rawka-Bzura
  • 17. Juli bis 5. August --- Kämpfe um Warschau
  • 8. bis 18. August --- Verfolgungskämpfe zwischen Weichsel und Bug
  • 19. bis 24. August --- Schlacht an der Pulwa-Nurzec
  • 25. bis 31. August --- Verfolgungskämpfe an der Bialowieska-Puszcza
  • 1. bis 12. September --- Kämpfe an der Jasiolda und an der Zelwianka
  • 13. bis 18. September --- Schlacht bei Slonim
  • ab 19. September --- Kämpfe an der oberen Schtschara-Serwetsch

1916[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 30. Juli --- Kämpfe an der oberen Schtschara-Serwetsch
  • ab 30. Juli --- Stellungskämpfe an der Beresina, Olschanka und Krewljanka

1917[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 30. Juni --- Stellungskämpfe an der Beresina, Olschanka und Krewljanka
  • 1. Juli bis 11. September --- Stellungskämpfe am Serwetsch, Njemen, an der Beresina, Olschanka und Krewljanka
    • 19. bis 27. Juli --- Abwehrschlacht Smorgon-Krewo (Teile der Division)
  • 12. September bis 14. Dezember --- Stellungskämpfe an der oberen Schtschara-Serwetsch-Njemen
  • 15. bis 17. Dezember --- Waffenruhe
  • 17. bis 27. Dezember --- Waffenstillstand
  • ab 28. Dezember --- Reserve der OHL und Transport nach dem Westen

1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2. Januar --- Reserve der OHL und Transport nach dem Westen
  • 3. Januar bis 15. Mai --- Stellungskämpfe vor Verdun
  • 15. Mai bis 8. Juni --- Kämpfe an der Avre und bei Montdidier und Noyon
  • 9. Juni bis 7. August --- Kämpfe an der Avre und an der Matz
    • 9. bis 13. Juni --- Schlacht bei Noyon
  • 8. August - bis 3. September ---Abwehrschlacht zwischen Somme und Oise
    • 12. bis 20. August --- Kämpfe auf den Waldbergen nördlich der Matz
    • 29. August bis 3. September --- Schlacht in den Waldbergen östlich Noyon
  • 4. bis 18. September --- Kämpfe vor der Siegfriedfront
  • 19. September bis 9. Oktober --- Abwehrschlacht zwischen Cambrai und St. Quentin
  • 10. bis 17. Oktober --- Kämpfe vor und in der Hermannstellung
  • 17. Oktober --- Kämpfe zwischen Oise und Serre
  • 18. Oktober bis 4. November --- Kämpfe in der Hundingstellung
  • 5. bis 11. November --- Rückzugskämpfe vor der Antwerpen-Maas-Stellung
  • ab 12. November --- Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegsgliederung vom 2. Juni 1916[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 167. Infanterie-Brigade
    • Infanterie-Regiment Nr. 333
    • Infanterie-Regiment Nr. 334
  • 168. Infanterie-Brigade
    • Infanterie-Regiment Nr. 335
    • Infanterie-Regiment Nr. 336
    • Kavallerie-Regiment Nr 84
  • Stab/Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 6
  • Landwehr-Pionier-Kompanie/XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps

Kriegsgliederung vom 3. November 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 168. Infanterie-Brigade
  • Artillerie-Kommandeur Nr. 54
    • Feldartillerie-Regiment Nr. 248
    • III. Bataillon/Fußartillerie-Regiment Nr. 25
  • Pionier-Bataillon Nr. 84
  • Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 84

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum[1]
Generalleutnant Kurt von Kehler 25. Juni 1915 bis 9. August 1916
Generalmajor Max von Hake 10. August bis 13. September 1916 (mit der Führung beauftragt)
Generalleutnant Kurt von Kehler 14. September 1916 bis 25. März 1917
Generalmajor Ernst von Reuter 26. März 1917 bis 20. Juni 1918
Generalmajor Walter Leu 21. Juni 1918 bis 15. Februar 1919

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 72, 152.
  • Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918). United States War Office as War Department Document No. 905, Office of the Adjutant, 1920, S. 554–557.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag. Osnabrück 1990. ISBN 3-7648-1780-1. S. 140.