89. Division (Deutsches Kaiserreich)

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Die 89. Infanterie-Division war ein Großverband der Preußischen Armee im Ersten Weltkrieg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Großverband wurde im August 1915 aus der Division „Westernhagen“ gebildet[1] und formte gemeinsam mit der 87. Division zunächst das Thorner Korps. Die Division wurde ausschließlich an der Ostfront und in Rumänien eingesetzt und von amerikanischen Quellen im Angriff als mittelmäßig und im Ganzen als viertklassig angesehen.

Gefechtskalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1914[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 14. bis 31. Oktober --- Weichselschutz
  • 26. Oktober bis 1. November --- Unternehmen gegen Kowal
  • 13. bis 19. November --- Kämpfe bei Lipno und Plock
  • 16. November bis 15. Dezember --- Schlacht um Łódź
    • 20. bis 27. November --- Aufklärungsgefechte nördlich der Weichsel
  • ab 18. Dezember --- Schlacht an der Rawka-Bzura

1915[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 16. Juli --- Schlacht an der Rawka-Bzura
  • 17. Juli bis 5. August --- Kämpfe um Warschau
  • 06. bis 12. August --- Einschließungsgefechte von Modlin
  • 13. bis 20. August --- Belagerung von Modlin
  • 19. August bis 8. September --- Njemen-Schlacht
  • 09. September bis 2. Oktober --- Schlacht bei Wilna
  • 05. Oktober bis 25. November --- Stellungskämpfe zwischen Krewo-Smorgon-Narotschsee-Tweretsch
  • ab 26. November --- Stellungskämpfe an der Beresina-Olschanka und Krewljanka

1916[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 6. September --- Stellungskämpfe an der Beresina-Olschanka und Krewljanka
  • 11. bis 27. September --- Deckungskämpfe im Grenzgebiet Siebenbürgens
  • 29. September bis 4. Oktober --- Kämpfe um Fogaras
  • 05. Oktober --- Schlacht vor dem Geisterwald
  • 07. bis 9. Oktober --- Schlacht bei Kronstadt
  • 10. Oktober bis 8. Dezember --- Gebirgskämpfe im Predeal- und Bodza-Gebiet
  • 09. bis 20. Dezember --- Verfolgungskämpfe an Jalomita-Prahova und Buzaul
  • 21. bis 27. Dezember --- Schlacht bei Rimnicul-Sarat
  • ab 28. Dezember --- Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul-Sarat

1917[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 3. Januar --- Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul-Sarat
  • 04. bis 8. Januar --- Schlacht an der Putna
  • 09. Januar bis 5. August --- Stellungskrieg an Putna und Sereth
    • 22. bis 25. Juli --- Abwehrkämpfe am Sereth
  • 26. Juli bis 9. Dezember --- Stellungskrieg am Sereth und Susita
    • 6. August bis 3. September --- Durchbruchsschlacht an Putna und Susita
  • ab 10. Dezember --- Waffenstillstand

1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 7. Mai --- Waffenstillstand
  • 07. Mai bis 2. November --- Okkupation von Rumänien
  • ab 2. November --- Rückmarsch vom Balkan durch Ungarn

Im Januar gab die Division zahlreiche Kräfte an die 76. Reserve-Division und die 115. Division, welche an die Westfront verlegt wurden, ab. Nach dieser Abgabe bei Panciu verblieb die Division bis April bei Foscani in Reserve. Im Juni wurde das Infanterie-Regiment Nr. 375 von der alliierten Aufklärung bei Drenoud in Mazedonien festgestellt, befand sich ab Juli aber wieder bei Panciu. Ende Oktober hielt sich die Division im Raum Bukarest auf.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegsgliederung vom 9. August 1915[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 178. Infanterie-Brigade
    • Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 8
    • Infanterie-Regiment Nr. 375
    • 2. und 7. Landsturm-Eskadron/V. Armee-Korps
    • Feldartillerie-Abteilung Nr. 89
    • 4. Kompanie/Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 5
    • 4. Kompanie/Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 11
    • 2. Kompanie/Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 15
    • 2. Reserve-Kompanie/1. Westpreußisches Pionier-Bataillon Nr. 17

Kriegsgliederung vom 20. Februar 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 178. Infanterie-Brigade
  • Artillerie-Kommandeur Nr. 89
    • Feldartillerie-Regiment Nr. 89
    • I. Bataillon/Bayerisches Fußartillerie-Regiment 4
  • 5. Kompanie/Masurisches Pionier-Bataillon Nr. 26
  • MG-Kompanie Nr. 89
  • Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 89

Kommandeure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum[2]
Generalleutnant Eduard von Westernhagen 24. August bis 4. Oktober 1915
Generalleutnant Georg ? von Lüttwitz 05. Oktober 1915 bis 17. Oktober 1916
Generalmajor Hans von Below 18. Oktober 1916 bis 1. Januar 1917
Generalmajor Bruno Melms 02. Januar bis 27. Juli 1917
Generalleutnant Richard Hermann Vogel 27. Juli 1918 bis 12. Januar 1919

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918). United States War Office as War Department Document No. 905, Office of the Adjutant, 1920, S. 569–570.
  • Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 73, 154.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Curt Jany (Hrsg.), Hermann Cron: Geschichte der Kgl.-Preussischen Armee und des Deutschen Reichsheeres. Band V: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918. S. 103.
  2. Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 141.