9 × 18 mm Police

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9 × 18 mm Police
Pistolenmunition Kal. 9 × 18mm
Allgemeine Information
Kaliber 9 mm Police[1]
Hülsenform zylindrisch, randlos mit Auszieherrille
Maße
Hülsenhals ⌀ 9,60–9,65 mm
Geschoss ⌀ 9,00 mm
Patronenboden ⌀ 9,31–9,45 mm
Hülsenlänge 18 mm[1] (Toleranz −0,25) mm
Patronenlänge 25,20–25,40 mm
Gewichte
Geschossgewicht 6,1–6,5 g
Pulvergewicht 0,32 g
Gesamtgewicht 10,70 g
Technische Daten
Geschwindigkeit v0 310–330 m/s
max. Gasdruck 2000 Bar
Listen zum Thema

Die Patrone 9 × 18 mm Police / 9 × 18 mm Ultra ist eine Pistolenmunition. Sie wird beispielsweise für Pistolen des Typs Walther PP Super Kaliber 9 mm Police eingesetzt.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte der 1960er-Jahre begann bei den Unternehmen SIG Holding (SIG) und Dynamit Nobel (DAG) die Entwicklung der Patrone 9 × 18 mm Police / 9 × 18 mm Ultra. Für SIG übernahm nach den ersten Versuchen die Hirtenberger Patronenfabrik die weitere Entwicklung der Patrone 9 mm Police. Die Fertigungen beider Unternehmen sind heute identisch. Außer der DAG und Hirtenberger wird diese Munition heute noch von Fiocchi und der Eidgenössischen Munitionsfabrik Thun gefertigt.

Die Ursprünge der Munition gehen zurück bis vor den Zweiten Weltkrieg. Geco und Walther entwarfen im Auftrag der Luftwaffe mit der 9 mm Ultra eine Patrone, die weniger stark war als die 9 mm Parabellum und keine starre Verriegelung benötigen sollte, gleichwohl aber genügend Energiereserven für den militärischen Einsatz bieten würde. Die Entwicklung dieser Kompromisslösung wurde während des Krieges eingestellt, in den 1970er-Jahren dann erneut aufgegriffen. Es galt nunmehr, eine Patrone für die Bewaffnung der bundesdeutschen Polizei zu bestimmen, doch auch hier entschieden sich die Behörden meist für die Parabellum. Eine Anzahl von Pistolen des Typs Walther PP Super Kaliber 9 mm Police wurde dennoch beschafft, vor allem von der Polizei Bayerns und Rheinland-Pfalz.

Synonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 9 mm Police
  • 9 mm Ultra
  • 9 × 18 mm Ultra
  • 9 × 18 mm Police

Waffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Wollert, Reiner Lidschun, Wilfried Kopenhagen: Illustrierte Enzyklopädie der Schützenwaffen aus aller Welt. Band 1: Schützenwaffen heute. Militärverlag der DDR, Berlin 1988, ISBN 3-327-00513-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b C.I.P. 9 x 18 (online-PDF 94 KB) (Memento vom 30. Juni 2017 im Internet Archive)
  2. Bericht zur Steyr GB (italienisch) (Memento vom 22. Januar 2011 im Internet Archive)