Aéroport Brest-Bretagne

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Aéroport Brest Bretagne
Flughafen Brest Logo.svg
Aéroport Brest-Bretagne 20070717.jpg
Kenndaten
ICAO-Code LFRB
IATA-Code BES
Koordinaten

48° 26′ 52″ N, 4° 25′ 19″ WKoordinaten: 48° 26′ 52″ N, 4° 25′ 19″ W

Höhe über MSL 99 m (325 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 10 km nordöstlich von Brest
Basisdaten
Fläche 306 ha
Terminals 1
Passagiere 1.233.426 (2019)[1]
Luftfracht 625 t (2019)[1]
Flug-
bewegungen
14.594 (2019)[1]
Start- und Landebahnen
07R/25L 3100 m × 45 m Asphalt
07L/25R 700 m × 18 m Asphalt

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Der Aéroport Brest-Bretagne (IATA-Code BES, ICAO-Code LFRB) liegt in der Gemeinde Guipavas im Département Finistère rund zwölf Kilometer nordöstlich von Brest. Gemeinsam mit dem Flughafen Rennes ist er der wichtigste Flughafen in der Bretagne. Die Gesamtfläche des Flughafenareals beträgt 255 Hektar. Er hat rund um die Uhr geöffnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Ersten Weltkriegs errichtete die amerikanische Marine in der Nähe der „Hauteurs de Guipavas“ einen Hangar. Die Handelskammer Brest richtete in den 1930er Jahren ein Flugfeld ein, dessen Nutzungsrecht sie bis 1939 behielt.

Während des Zweiten Weltkriegs nutzte die Luftwaffe den Flugplatz Brest-Guipavas, sie bezeichnete ihn als Brest-Nord. Hier lagen kurzzeitig verschiedene Staffeln des Jagdgeschwaders 2 u. a. zum Schutz von Einheiten der Kriegsmarine während ihrer Liegezeit in der Marinebasis Brest.

1947 wurde die Landebahn von 1050 auf 1800 Meter verlängert. In der Zeit bis 1961 erhielt die IHK Brest die Konzession für einen Flughafen, allerdings mit wenig kommerziellen Aktivitäten, abgesehen von einigen Flügen nach Großbritannien. Bis 1966 wurde in einen neuen Kontrollturm investiert. 1992 wurde die Start/Landebahn auf 3100 Meter erweitert, um auch große Maschinen empfangen zu können. Gleichzeitig wurde ein Instrumentenlandesystem der Cat III eingerichtet. 1993 entstand ein neues Flughafengebäude und ein Frachtlager. Ein weiterer Ausbau des Flughafengebäudes auf 4300 m² ermöglichte eine Kapazität von 800.000 Passagieren. 2007 wurde ein komplett neues Flughafengebäude gebaut. Verbesserungen der Landebahn ermöglichen heute eine Landung der A380 in Brest.

Fluggesellschaften und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem deutschen Sprachraum wird Brest 2010 täglich durch Air France via Paris-Orly, Lyon sowie Paris CDG angeflogen. Die bretonische Insel Ouessant wird durch Finist’air zweimal täglich erreicht.

Andere Fluggesellschaften sind Airlinair, flybe, Jetairfly und Ryanair. Deren Flugziele sind u. a. Southampton, Toulon, Bordeaux, Marseille, Nizza, London, Birmingham, Bordeaux, Exeter und Manchester. Zudem wird der Flughafen von den Flugfrachtunternehmen Handlair, Air France cargo, Saga air und Fauved’air angeflogen.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine regelmäßige Busverbindung vom Flughafen nach Brest. Zudem stehen am Flughafenterminal Taxis bereit. Mit dem Auto ist der Flughafen über die E 50 und E 60 erreichbar.

Technik am Flughafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Flughafen kann JET A1 AVGAS getankt werden. Auf einer Fläche von 22.200 m² können 1,4–1,8 Millionen Passagiere jährlich abgefertigt werden. Das Flughafenterminal ist 3-geschossig mit einer Gesamthöhe von 19 m. PAPI auf Landebahn 07R und 25L. Befeuerungen: HI/BI ILS Cat III ist vorhanden.

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 22. Juni 2003 verunglückte eine im Auftrag der Air France betriebene und aus Nantes kommende Bombardier CRJ100ER der Brit Air (F-GRJS) bei einem zu tiefen Landeanflug auf den Aéroport Brest-Bretagne. Die Maschine stürzte 2,3 Kilometer vor der Landebahn auf ein Feld und fing Feuer. Der Kapitän der Maschine kam dabei ums Leben, die 23 weiteren Menschen an Bord konnten gerettet werden (siehe auch Air-France-Flug 5672).[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Bulletin statistiquetrafic aérien commercial - Année 2019. In: ecologique-solidaire.gouv.fr. Ministère de la Transition écologique et solidaire, abgerufen am 24. Mai 2020 (französisch).
  2. Unfallbericht CRJ100, F-GRJS Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Februar 2019.