A-Junioren-Bundesliga

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A-Junioren-Bundesliga
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Verband Deutscher Fußball-Bund
Erstaustragung 2003
Hierarchie 1. Liga
Mannschaften 42 (14 je Staffel)
Meister Borussia Dortmund
Rekordspieler Kevin Kerr (80)
Rekordtorschütze Federico Palacios (47 Tore)
Aktuelle Saison 2020/21
Website www.dfb.de
Qualifikation für Endrunde um die Meisterschaft
↓ Nach Verbandszugehörigkeit:
A-Junioren-Regionalligen (II)
0Nord
0Nordost
0Südwest
A-Junioren-Verbandsligen (II)
0Mittelrheinliga
0Niederrheinliga
0Westfalenliga
A-Junioren-Oberligen (II)
0Hessenliga
0Baden-Württemberg
0Bayernliga

Die A-Junioren-Bundesliga (auch A-Jugend-Bundesliga oder U19-Bundesliga) ist die höchste deutsche Spielklasse für U19-Fußballmannschaften. Sie wurde 2003 gegründet und ist in die Staffeln Nord/Nordost, Süd/Südwest und West mit jeweils 14 Mannschaften gegliedert. Ihre jeweiligen drei Staffelsieger sowie einer der drei Vizemeister spielen zum Saisonende den deutschen A-Jugend-Meister, der seit der Saison 2014/15 für die UEFA Youth League qualifiziert ist, aus.

Vorläufer der A-Junioren-Bundesliga waren die A-Junioren-Regionalligen. Im Sommer 2003 wurden die Regionalligen Nord und Nordost sowie Süd und Südwest jeweils zu Bundesliga-Staffeln zusammengelegt. Die Regionalliga West blieb unverändert und wurde lediglich aufgewertet.

Staffeleinteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Staffel Nord/Nordost spielen Mannschaften des Norddeutschen und des Nordostdeutschen Fußballverbands. Der Bundesligastaffel sind die Regionalligen Nord und Nordost untergeordnet. Die Meister dieser beiden Regionalligen steigen direkt auf. Die Vizemeister spielen in Hin- und Rückspiel den dritten Aufsteiger aus.

In der Staffel Süd/Südwest spielen Mannschaften des Süddeutschen und des Südwestdeutschen Fußballverbandes. Der Bundesligastaffel sind die Oberligen Hessen und Baden-Württemberg, die Regionalliga Südwest und die Bayernliga untergeordnet. Die Meister der Bayernliga und der Oberliga Baden-Württemberg steigen direkt in die Bundesliga auf. Die Meister der Regionalliga Südwest und der Oberliga Hessen ermitteln in Hin- und Rückspiel den dritten Aufsteiger.

In der Staffel West spielen Mannschaften des Westdeutschen Fußballverbandes. Der Bundesligastaffel sind die Verbandsligen Westfalen, Niederrhein und Mittelrhein untergeordnet, deren Meister in die Bundesliga aufsteigen.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Mannschaft spielt zweimal gegen alle anderen Mannschaften ihrer Staffel; einmal auf eigenem Platz und einmal auswärts. Ein Sieg wird mit drei, ein Unentschieden mit einem Punkt belohnt. Die am Saisonende jeweils drei letztplatzierten Mannschaften der Staffeln steigen ab.

Das Halbfinale der Endrunde wird im Hin- und Rückspiel, das Finale in einem Spiel ausgetragen. Bis zur Saison 2007/08 spielten in dieser Endrunde die drei Staffelsieger sowie der Vizemeister der Staffel Süd um die deutsche Meisterschaft. Seit Beginn der Saison 2008/09 qualifiziert sich jedoch nicht mehr automatisch der Vizemeister der Süd-Staffel, sondern der Vizemeister derjenigen Staffel, die in drei vorhergehenden Spielzeiten die erfolgreichsten Teilnehmer der Endrunde stellte. Zu deren Bestimmung wird eine Leistungstabelle erstellt, in der für die Deutsche Meisterschaft drei Punkte, für die Endspielteilnahme zwei Punkte und für die beiden unterlegenen Halbfinalisten jeweils ein Punkt vergeben werden. Bezogen auf die Staffel, die zwei Teilnehmer gestellt hat, werden jedoch nur die Punkte des Bestplatzierten gewertet. Sollten zwei Staffeln die gleiche Punktzahl erreicht haben, entscheidet das Ergebnis der vorangegangenen Saison.

Die Leistungstabelle für die Meisterschaft 2020 errechnet sich aus den Ergebnissen der Spieljahre 2017, 2018 und 2019:

Jahr Nord/Nordost Süd/Südwest West
2017 1 2 3
2018 3 1 2
2019 1 2 3
Insgesamt 5 5 8

Damit hätte die Staffel West zwei Vertreter für die Endrunde 2020 gestellt, die jedoch aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht ausgetragen wurde. Inwieweit im Jahre 2021 eine Endrunde ausgespielt werden kann, war zum Stande des Beginns der Saison noch nicht abschließend entschieden worden.[1]

Staffelsieger und Meister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die jeweiligen Meister sind fettgedruckt.

Saison Nord/Nordost Süd/Südwest West Zweitplatzierter1
2003/04 Hannover 96 FC Bayern München VfL Bochum SpVgg Greuther Fürth (S/SW)
2004/05 Hertha BSC VfB Stuttgart VfL Bochum SpVgg Greuther Fürth (S/SW)
2005/06 Hertha BSC SC Freiburg FC Schalke 04 FC Bayern München (S/SW)
2006/07 Werder Bremen FC Bayern München Bayer 04 Leverkusen 1. FC Kaiserslautern (S/SW)
2007/08 VfL Wolfsburg VfB Stuttgart 1. FC Köln SC Freiburg (S/SW)
2008/09 Werder Bremen SC Freiburg Borussia Dortmund 1. FSV Mainz 05 (S/SW)
2009/10 Hansa Rostock VfB Stuttgart Bayer 04 Leverkusen 1. FSV Mainz 05 (S/SW)
2010/11 VfL Wolfsburg 1. FC Kaiserslautern Bayer 04 Leverkusen TSV 1860 München (S/SW)
2011/12 VfL Wolfsburg FC Bayern München FC Schalke 04 Hertha BSC (N/NO)
2012/13 VfL Wolfsburg FC Bayern München FC Schalke 04 Hansa Rostock (N/NO)
2013/14 VfL Wolfsburg TSG 1899 Hoffenheim FC Schalke 04 Hannover 96 (N/NO)
2014/15 RB Leipzig TSG 1899 Hoffenheim FC Schalke 04 Karlsruher SC (S/SW)
2015/16 Werder Bremen TSG 1899 Hoffenheim Borussia Dortmund TSV 1860 München (S/SW)
2016/17 VfL Wolfsburg FC Bayern München Borussia Dortmund FC Schalke 04 (W)
2017/18 Hertha BSC TSG 1899 Hoffenheim FC Schalke 04 Borussia Dortmund (W)
2018/19 VfL Wolfsburg VfB Stuttgart FC Schalke 04 Borussia Dortmund (W)
2019/202 Werder Bremen FC Bayern München 1. FC Köln keiner
1 Team, das als Zweitplatzierter an der Endrunde teilgenommen hat
2 Da die Saison 2019/20 aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht regulär beendet wurde, wurden lediglich nach Anwendung der Quotientenregel die jeweiligen Staffelsieger ermittelt; die Meisterschaftsendrunde fand nicht statt.[2]

Teilnehmer Saison 2020/21[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staffel Nord/Nordost
1. FC Magdeburg
1. FC Union Berlin
Chemnitzer FC
Eimsbütteler TV (N)
Energie Cottbus
FC St. Pauli
FC Viktoria 1889 Berlin (N)
Dynamo Dresden
Hallescher FC (N)
Hamburger SV
Hannover 96
Hertha BSC
Holstein Kiel
RB Leipzig
VfL Osnabrück (N)
VfL Wolfsburg
Werder Bremen
 
Staffel Süd/Südwest
1. FC Heidenheim
1. FC Kaiserslautern
1. FC Nürnberg (N)
1. FC Saarbrücken (N)
1. FSV Mainz 05
Eintracht Frankfurt
FC-Astoria Walldorf (N)
FC Augsburg
FC Bayern München
FC Ingolstadt 04
Karlsruher SC
Kickers Offenbach
SC Freiburg
SpVgg Greuther Fürth
SSV Ulm 1846
SV Darmstadt 98 (N)
TSG 1899 Hoffenheim
VfB Stuttgart
Staffel West
1. FC Köln
Alemannia Aachen
Arminia Bielefeld
Bayer 04 Leverkusen
Borussia Dortmund
Borussia Mönchengladbach
FC Schalke 04
FC Viktoria Köln
Fortuna Düsseldorf
MSV Duisburg
Preußen Münster
Rot-Weiss Essen (N)
Rot-Weiß Oberhausen
SC Fortuna Köln (N)
SC Paderborn 07 (N)
VfL Bochum
Wuppertaler SV
 

(N) = Aufsteiger

Liste der Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekordspieler nach Einsätzen ist Kevin Kerr mit 80 Spielen in der A-Junioren-Bundesliga.[3]

Rekordtorschütze ist Federico Palacios mit 47 Toren, die er innerhalb von 43 Spielen erzielte.[3] Die meisten Tore in einer Saison schoss Haluk Türkeri mit 35 Toren in der Saison 2004/05, davon eines in der Endrunde um die Meisterschaft.[4][5]

Rekordspieler nach Einsätzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Spieler Spiele für Vereine1 von2 bis2
01. SchottlandSchottland Kevin Kerr 80 Logo Arminia Bielefeld.svg Arminia Bielefeld (80 Spiele) 2004 2008
02. DeutschlandDeutschland Pascal Itter 75 1. FC Nürnberg logo.svg 1. FC Nürnberg (48)
FC Schalke 04 Logo.svg FC Schalke 04 (27)
2010 2014
03. DeutschlandDeutschland Sebastian Langkamp 72 Logo FC Bayern München (2002–2017).svg FC Bayern München (72) 2004 2007
04. DeutschlandDeutschland Michael Mayr 71 TSV 1860 München.svg TSV 1860 München (45)
SpVgg Greuther Fürth logo.svg SpVgg Greuther Fürth (26)
2006 2009
05. DeutschlandDeutschland Philipp Schubert 70 Rot Weiss Erfurt Logo.svg FC Rot-Weiß Erfurt (70) 2004 2007
06. NordmazedonienNordmazedonien Shaban Ismaili 69 VfB Stuttgart Logo.svg VfB Stuttgart (69) 2005 2008
TurkeiTürkei Süleyman Çelikyurt 69 VfL Wolfsburg Logo.svg VfL Wolfsburg (69) 2005 2008
DeutschlandDeutschland Meritan Shabani 69 Logo FC Bayern München (2002–2017).svg FC Bayern München (69) 2015 2018
09. DeutschlandDeutschland Marcel Sobottka 68 FC Schalke 04 Logo.svg FC Schalke 04 (27)
Rot Weiss Oberhausen Logo.svg Rot-Weiß Oberhausen (24)
SG Wattenscheid 09 Logo 2020.svg SG Wattenscheid 09 (17)
2010 2013
10. DeutschlandDeutschland Stefan Rieß 67 Logo FC Bayern München (2002–2017).svg FC Bayern München (67) 2004 2007
NordmazedonienNordmazedonien Sevdail Selmani 67 Vereinswappen der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH Bayer 04 Leverkusen (67) 2005 2008
3 Die Reihenfolge der Vereine richtet sich nach der Anzahl der Spiele.
4 Angegeben ist der Zeitraum vom ersten bis zum letzten Einsatz des Spielers.

Rekordspieler nach Toren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Spieler Tore für Vereine3 von4 bis4
01. DeutschlandDeutschland Federico Palacios Martínez 47 Logo-VfL-Wolfsburg.svg VfL Wolfsburg (47 Tore) 2011 2013
02. TurkeiTürkei Muhammed Kiprit 45 Hertha BSC Logo 2012.svg Hertha BSC (45) 2016 2018
03. DeutschlandDeutschland Youssoufa Moukoko 44 Borussia Dortmund logo.svg Borussia Dortmund (44) 2019 2020
04. GriechenlandGriechenland Konstantinos Mitroglou 43 Borussia Mönchengladbach logo.svg Borussia Mönchengladbach (38)
Msv duisburg (2017).svg MSV Duisburg (5)
2004 2007
05. DeutschlandDeutschland Fabian Bäcker 42 Borussia Mönchengladbach logo.svg Borussia Mönchengladbach (42) 2007 2009
DeutschlandDeutschland Nico Empen 42 FC St. Pauli logo.png FC St. Pauli (42) 2013 2015
07. TurkeiTürkei Haluk Türkeri 41 VfL Bochum logo.svg VfL Bochum (41) 2003 2005
DeutschlandDeutschland Manuel Wintzheimer 41 Logo FC Bayern München (2002–2017).svg FC Bayern München (41) 2016 2018
09. DeutschlandDeutschland Felix Schröter 40 FC Schalke 04 Logo.svg FC Schalke 04 (30)
Logo TSG Hoffenheim.svg TSG 1899 Hoffenheim (10)
2013 2015
DeutschlandDeutschland Johannes Eggestein 40 SV-Werder-Bremen-Logo.svg Werder Bremen (40) 2015 2016
DeutschlandDeutschland David Otto 40 Logo TSG Hoffenheim.svg TSG 1899 Hoffenheim (40) 2015 2018
3 Die Reihenfolge der Vereine richtet sich nach der Anzahl der Tore.
4 Angegeben ist der Zeitraum vom ersten bis zum letzten Einsatz des Spielers.

Jüngste eingesetzte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung: Es werden die jüngsten eingesetzten Spieler ausgehend von ihrem Alter bei ihrem erstmaligen Einsatz in der A-Junioren-Bundesliga angegeben.[6][7][8]

Rang Spieler Alter Datum für Verein
01. DeutschlandDeutschland Youssoufa Moukoko 14 Jahre 8 Monate 22 Tage 11. August 2019 Borussia Dortmund logo.svg Borussia Dortmund
02. DeutschlandDeutschland Lennie Maeder 15 Jahre 1 Monat0 16 Tage 16. August 2019 Chemnitzer FC Logo.svg Chemnitzer FC
03. DeutschlandDeutschland Laurin Mack 15 Jahre 1 Monat0 17 Tage 3. Februar 2019 SC-Freiburg Logo-neu.svg SC Freiburg
04. DeutschlandDeutschland William Ehrhardt 15 Jahre 2 Monate 17 Tage 23. November 2019 Chemnitzer FC Logo.svg Chemnitzer FC
05. DeutschlandDeutschland Felix Hacker 15 Jahre 3 Monate 08 Tage 7. Februar 2016 TSG Sprockhövel Logo.svg TSG Sprockhövel
06. DeutschlandDeutschland Dominik Dedaj 15 Jahre 3 Monate 13 Tage 7. Dezember 2019 Logo FC Ingolstadt 04
BeninBenin Selome Victor Hounyovi-Huschka 15 Jahre 3 Monate 13 Tage 13. April 2007 Borussia Dortmund logo.svg Borussia Dortmund
08. DeutschlandDeutschland Brian Gheorghiu 15 Jahre 4 Monate 13 Tage 1. November 2008 Logo FC Carl Zeiss Jena.svg FC Carl Zeiss Jena
09. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bobby Wood 15 Jahre 4 Monate 15 Tage 30. März 2008 TSV 1860 München.svg TSV 1860 München
10. DeutschlandDeutschland Mika Hanraths 15 Jahre 4 Monate 27 Tage 31. Oktober 2014 Fortuna Düsseldorf.svg Fortuna Düsseldorf

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand aller Daten: 24. Oktober 2020

  1. „Wir haben die fairste Lösung“. (PDF, S. 22; 53,4 MB) In: DFB-Journal (2/2020). dfb.de, 17. August 2020, abgerufen am 23. Oktober 2020.
  2. Bundestag beschließt Saisonabbruch der Junioren-Wettbewerbe, dfb.de, abgerufen am 25. Mai 2020
  3. a b vmLOGIC – Volker Mallmann: Das Fußball Studio
  4. Bochums U19-Rekord-Torschütze auf Vereinssuche. In: RevierSport. 3. Juli 2019, abgerufen am 25. Februar 2020.
  5. Leistungsdaten von Haluk Türkeri nach Saisons. In: transfermarkt.de. Abgerufen am 25. Februar 2020.
  6. Jüngste eingesetzte Spieler der A-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost. In: transfermarkt.de. Abgerufen am 25. Februar 2020.
  7. Jüngste eingesetzte Spieler der A-Junioren-Bundesliga West. In: transfermarkt.de. Abgerufen am 25. Februar 2020.
  8. Jüngste eingesetzte Spieler der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest. In: transfermarkt.de. Abgerufen am 25. Februar 2020.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]