Autobahn 53 (Schweiz)

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Autobahn A53 in der Schweiz
Autobahn 53 (Schweiz)
Karte
Verlauf der A 53
Basisdaten
Betreiber: Kantone Zürich, St. Gallen, Schwyz
Straßenbeginn: Wangen-Brüttisellen
(47° 25′ N, 8° 38′ O)
Straßenende: Reichenburg
(47° 11′ N, 8° 59′ O)
Gesamtlänge: 27 km

Kanton:

Die Schweizer Autobahn 53, auch Oberlandautobahn genannt, durchquert die Kantone Zürich, St. Gallen und Schwyz und führt vom Brüttiseller-Kreuz (ZH) nach Reichenburg (SZ). Sie verbindet die Autobahnen A1 (GenfBodensee) und A3 (BaselZürichGraubünden) östlich von Zürich.

Es besteht noch eine Lücke zwischen Uster und Hinwil, deren Schließung durch den Mangel an finanziellen Mitteln und Einsprachen wegen der Linienführung durch das Ambietzgiriet zwischen Wetzikon und Hinwil verzögert wird. Zwischen Rüti ZH und Eschenbach SG ist die Autostrasse zweispurig und nicht richtungsgetrennt (Strassen-Klasse 3).

Im kantonalen Strassennetz des Kanton St. Gallen wird die A53 als Kantonsstrasse 86 aufgeführt.

Planungsgeschichte im Kanton Zürich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Oberlandautobahn wurde 1965 erstmals geplant. Als Gegenreaktion darauf hatte die Bevölkerung des Kantons Zürich am 13. März 1977 die Initiative Demokratie im Strassenbau angenommen. 1987 stimmte die Schweizer Bevölkerung mehrheitlich der Rothenthurm-Initiative zu. Dadurch wurden die wenigen verbliebenen Moore der Schweiz auf Bundesebene und Verfassungsstufe geschützt. 1992 wurde die Variante Mitte des fehlenden A53-Abschnitts zwischen Oberuster und Betzholz-Kreisel Hinwil von der staatlichen Planungsgruppe Zürcher Oberland ohne Volksabstimmung festgelegt.[1]

Im März 2008 teilte der Zürcher Regierungsrat mit, dass er 177 Einsprachen gegen das Projekt behandelt und damit das Autobahnteilstück festgelegt hat. Die Baudirektion hat sich zum Ziel gesetzt, das Projekt Oberlandautobahn so weit voranzutreiben, dass es baureif dem Bund übergeben werden kann. Mit der Neugestaltung des Finanzausgleichs (NFA) liegt die Kompetenz für den Bau der Nationalstrassen neu beim Bund.

Im Juni 2012 hat das Bundesgericht drei Beschwerden gegen die Lückenschliessung gutgeheissen. Das vom kantonalen zürcherischen Verwaltungsgericht gutgeheissene Projekt verstösst gegen den Moorschutz. Das betroffene Gebiet ist ein Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Damit wendet sich das oberste Schweizer Gericht gegen das Vorhaben, einzelne Parzellen aus dem Moorschutz-Perimeter zu entlassen, damit dort die Autobahn gebaut werden kann. Die neue Planung kann auch auf Bundesebene unter Anhörung der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutz-Kommission erfolgen, da die A53 im Rahmen des Netzbeschlusses zur Nationalstrasse umklassiert wird.[2][3]

Noch wesentlich umstrittener ist die im kantonalen Richtplan geplante Verbindung vom Kreuz Brüttisellen über Bassersdorf nach Kloten mit Anschluss an die A51.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: A53 (Schweiz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max R. Homberger: „Täter“ und „Opfer“ bei Bauprojekt. In: Der Zürcher Oberländer. Wetzikon, 27. Juni 2012, S. 22.
  2. Oberlandautobahn-Projekt vor Bundesgericht abgeblitzt auf zol.ch (abgerufen am: 21. Juni 2012).
  3. Lückenschliessung Zürcher Oberlandautobahn auf bger.ch (abgerufen am: 21. Juni 2012, PDF).