ADM-Aeolus

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ADM-Aeolus
Betreiber: Europäische WeltraumorganisationESA ESA
Missionsdaten
Masse: 1450 kg
Größe: 4,6 * 1,9 * 2,0 m
Start: Januar 2018 (geplant)[1]
Startplatz: CSG, ELV
Trägerrakete: Vega
Flugdauer: geplant: 3 Jahre
Status: geplant
Bahndaten
Bahnhöhe: 408 km
Bahnneigung: 97°

ADM-Aeolus (englisch Atmospheric Dynamics Mission - Aeolus: Gott der Winde) ist der Name eines ESA-Satelliten aus der Reihe der Earth Explorer Missions, ein langfristiges Rahmenprogramm der ESA zur Erdbeobachtung. Als erster Satellit überhaupt trägt er als Nutzlast einen Laser und ein Spiegelteleskop, womit nach dem Lidar-Prinzip Luftströmungen großräumig erfasst werden sollen.

Astrium ist Hauptauftragnehmer dieser Mission und zudem für das ADM-Aeolus-Instrument Aladin, die elektrische Architektur der Plattform und deren Subsysteme verantwortlich.

Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Satellit Aeolus sollte ursprünglich im April 2011[2] mit einer Rockot-Trägerrakete auf eine sonnensynchrone Umlaufbahn in 400 km Höhe gestartet werden. Im Jahr 2011 ging man von einem Start im Jahr 2013 aus. Seit 2014 ist der Start mit einer Vega geplant.[3] Inzwischen hat sich der Start auf Januar 2018 verschoben.[1]

Aufbau und Nutzlast[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Startmasse beträgt mit Treibstoff 1450 kg, die Lebensdauer liegt bei 3 Jahren.

Seine Nutzlast besteht aus einem Lidar, genannt ALADIN (Atmospheric Laser Doppler Lidar Instrument). Es sendet kurze Lichtpulse im nahen UV (355 nm) aus, dessen Rückstreuung ein Spiegelteleskop von 1,5 m Durchmesser registriert. Aus den Laufzeiten der in der Atmosphäre reflektierten Strahlung und ihrer Dopplerverschiebung erhält man Hinweise auf die Feuchtigkeitsverteilung, Strömungs- und Windverhältnisse in der Atmosphäre in unterschiedlichen Höhen. Die horizontale Ortsauflösung ist besser als 50 km.

Bei Start des Projekts war ein Budget von 300 Millionen Euro, davon ca. 200 Mio. Euro für den Satelliten vorgesehen. Im Jahr 2015 gab die ESA die voraussichtlichen Kosten mit 400 Mio. Euro an. Als Grund wurden unerwartet hohe technische Schwierigkeiten bei der Entwicklung der Lasersysteme angegeben.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b ESA: Aeolus. Abgerufen am 4. Juli 2017 (englisch).
  2. Programmes in Progress. In: ESA Bulletin 138, May 2009. ESA, S. 50/51, abgerufen am 12. August 2009 (englisch).
  3. ADM-Aeolus mission overview. ESA, abgerufen am 3. Oktober 2014 (englisch).
  4. Cost Schedule Woees on 2 Lidar Missions Push ESA To Change Contract Procedures, Bericht bei SpaceNews.com über Kostenüberschreitungen beim Projekt Aeolus (englisch, abgerufen im August 2016)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]