Schokinag-Schokolade-Industrie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von ADM Schokinag GmbH & Co. KG)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
SCHOKINAG-Schokolade-Industrie GmbH

Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1923
Sitz Mannheim, Deutschland
Mitarbeiterzahl 150 (2018)
Branche Lebensmittel
Website http://www.schokinag.com

Die SCHOKINAG-Schokolade-Industrie GmbH (Schokinag) ist ein Lebensmittelunternehmen mit Sitz in Mannheim. Es zählt zu den führenden Schokoladenherstellern in Europa.[1] 1923 als Familienunternehmen gegründet, ist SCHOKINAG seit 2016 Eigentum von zwei niederländischen Finanzinvestoren.[2]

Das Unternehmen verarbeitet Kakaobohnen zu Kakaomasse. SCHOKINAG stellt aus Kakaomasse, Kakaobutter und anderen Rohstoffen sowohl flüssige als auch feste Schokoladen und Kuvertüren her. Die Produkte werden nicht an Endverbraucher, sondern ausschließlich an die weiterverarbeitende Industrie, den Großhandel und das Handwerk geliefert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SCHOKINAG wurde 1923 als Familienunternehmen mit dem Namen Schokinag-Schokolade-Industrie gegründet und produziert seitdem Industrie-Schokoladen.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Firma ab 1945 wiederaufgebaut.

Die Lieferung flüssiger Schokolade fand erstmals 1959 statt.

1978 übernahm der Enkel Hans-Joachim Herrmann die Führung des Unternehmens.

Großinvestitionen in den Jahren 1990, 1993 und 2000 unterstützten das Wachstum des Unternehmens.

1991 wurde die Schokinag North America gegründet. 1997 folgte die Gründung der Schokinag UK und 2006 der Schokinag Chocolate Belgium.

2009 erfolgte die Übernahme des Unternehmens durch den amerikanischen Nahrungsmittelkonzern Archer Daniels Midland (ADM).[3] 2015 verkaufte ADM die Schokoladenproduktion an den US-Konzern Cargill, während die Kakao-Sparte zunächst im Eigentum von ADM verblieb.[4]

2016 wurde SCHOKINAG von zwei niederländischen Finanzinvestoren übernommen.[5]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SCHOKINAG produziert dunkle, Milch- und weiße Schokoladen, Kuvertüren und Fettglasuren in flüssiger (hauptsächlich für Confiserie-, Backwaren- und für die Eiscreme-Industrie) oder fester Form (Chips zum Wiederaufschmelzen, Einbacken und Dekorieren und Chunks für die Verwendung in der Backwarenindustrie).

Weitere Produkte sind Dekorartikel wie Curls, Shavings, Spaghetti und Microchips.

Das Unternehmen arbeitet sowohl mit standardisierten als auch mit maßgeschneiderten Rezepturen.[6]

Aktuell weist SCHOKINAG eine jährliche Produktionskapazität zwischen 80.000 und 90.000 t auf.

Zielmärkte der SCHOKINAG sind hauptsächlich die Märkte innerhalb der Europäischen Union.

Zertifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SCHOKINAG verfügt über die Zertifizierungen IFS Food, ISO 50001, Kosher Dairy und HALAL.

Das Unternehmen bietet auch nachhaltige Produkte mit den folgenden Zertifizierungen: Fairtrade (Mass Balance), UTZ (Mass Balance), Rainforest Alliance (Segregated) an.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schokinag - FoodChain. In: FoodChain. 16. Oktober 2018 (foodchainmagazine.com [abgerufen am 6. November 2018]).
  2. Mannheimer Schokinag endgültig aufgespalten - Mannheimer Morgen. (morgenweb.de [abgerufen am 6. November 2018]).
  3. www.proplanta.de: US-Unternehmen kauft Mannheimer Schokoladenfirma Schokinag. In: proplanta.de. 25. Januar 2009 (proplanta.de [abgerufen am 6. November 2018]).
  4. Mannheim: Cargill übernimmt Schokoladensparte von Schokinag. 17. Juli 2015 (rnf.de [abgerufen am 6. November 2018]).
  5. sp-Portrait: Dem Kunden stets den besten Service bieten. In: https://www.sg-network.org/. (sg-network.org [abgerufen am 6. November 2018]).
  6. SCHOKINAG-Schokolade-Industrie GmbH | Products. Abgerufen am 6. November 2018.
  7. SCHOKINAG-Schokolade-Industrie GmbH | Certifications. Abgerufen am 6. November 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 49° 29′ 44,7″ N, 8° 27′ 45,8″ O