AIDAmira

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
AIDAmira
AIDAmira in Palma de Mallorca, 1. Dezember 2019
AIDAmira in Palma de Mallorca, 1. Dezember 2019
Schiffsdaten
Flagge ItalienItalien (Handelsflagge) Italien
andere Schiffsnamen
  • Costa neoRiviera
  • Grand Mistral
  • Mistral
Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Rufzeichen IBDU
Heimathafen Genua
Eigner Costa Crociere
Reederei AIDA Cruises
Bauwerft Chantiers de l’Atlantique, Saint-Nazaire
Baunummer J31
Kiellegung 28. Januar 1997
Indienststellung Juni 1999
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
216,0 m (Lüa)
187,0 m (Lpp)
Breite 28,8 m
Seitenhöhe 16,5 m
Tiefgang max. 6,9 m
Vermessung 48.123 BRZ / 25.196 NRZ
 
Besatzung 500
Maschinenanlage
Maschine Dieselelektrischer Antrieb[1]
2 × Elektromotoren
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
18.000 kW (24.473 PS)
Dienst-
geschwindigkeit
19,5 kn (36 km/h)
Höchst-
geschwindigkeit
21,5 kn (40 km/h)
Generator-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
31.680 kW (43.073 PS)
Propeller 2 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 4.225 tdw
Zugelassene Passagierzahl 1.727[2]
PaxKabinen 624[3]
Sonstiges
Klassifizierungen Registro Italiano Navale
Registrier-
nummern
IMO 9172777

Die AIDAmira ist ein Kreuzfahrtschiff der britisch-amerikanischen Carnival Corporation & plc. Nach Übernahme durch ihren heutigen Eigentümer war das Schiff zunächst für Ibero Cruceros und Costa Crociere im Einsatz. Mit neuem Namen wurde sie im November 2019 konzernintern zur Flotte der auf den deutschen Markt ausgerichteten Marke AIDA Cruises verlegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Mistral für Festival Cruises in Kiel, Mai 2003

Das Schiff wurde 1996 von der griechischen Festival Cruises als deren erster Neubau bei der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique bestellt. Die Kiellegung des unter der Baunummer J31 gebauten Schiffes erfolgte am 28. Januar 1997. Abgeliefert wurde es am 23. Juni 1999. Es kam zunächst als Mistral in Fahrt.

Die Kreuzfahrgesellschaft geriet jedoch in finanzielle Schwierigkeiten. Wegen nicht bezahlter Rechnungen wurde das Schiff im Januar 2004 in Marseille arrestiert. Am 1. September 2004 wurde es zunächst an Auro Shipping und am 31. Mai 2005 an Mistral Shipping in Majuro auf den Marshallinseln verkauft, renoviert und in Grand Mistral umbenannt. Im September 2007 wurde Societa Di Crociere Jupiter in Italien der neue Eigentümer.[4] Es wurde umgebaut und dabei mit weiteren Kabinen und Suiten ausgestattet.[5]

Unmittelbar im Anschluss kam das Schiff für Ibero Cruceros in Fahrt. Nachdem Carnival Corporation dieses zunächst als Joint Venture von ihr mit der aus der Iberostar-Gruppe hervorgegangenen Orizonia Corporation betriebene Geschäft vollständig übernommen hatte, übertrug sie die Verantwortung ihrer Südeuropa-Tochter Costa Crociere S.p.A. in Genua. Grand Mistral blieb unter portugiesischer Flagge noch bis Oktober 2013 in der auf den spanischen Markt ausgerichteten Flotte. Nach Konzernbeschluss zur Einstellung der spanischen Marke überführte Costa Crociere das Schiff Ende November 2013 zur unter eigenem Namen betriebenen Flotte und brachte sie als Costa neoRiviera zum Einsatz.

Als Costa neoRiviera vor Capri, Juni 2014

Ende 2019 wechselte das Schiff zur deutschen Marke AIDA Cruises[6] und wurde dafür im Oktober und November 2019 in der Werft San Giorgio del Porto in Genua umgebaut.[7] Die Kosten für den Umbau betrugen rund 55 Mio. Euro. Ende November wurde das Schiff in AIDAmira umbenannt. Das Schiff wurde am 30. November 2019 in Palma de Mallorca von Franziska Knuppe getauft.[8] Eine anschließend geplante Kurzreise durch das westliche Mittelmeer wurde kurzfristig abgesagt, weil nicht alle Umbauarbeiten an Bord rechtzeitig abgeschlossen werden konnten.[9][10]

Die erste Fahrt der AIDAmira von Palma de Mallorca nach Kapstadt, von wo aus das Schiff zu zweiwöchigen Reisen um Südafrika und Namibia in See stechen soll, wurde kurz vor der am 4. Dezember 2019 geplanten Abreise ebenfalls abgesagt.[11] Die Fahrt nach Südafrika findet nun ohne Passagiere statt.

Technische Daten und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heckansicht als Mistral (2003)

Der Antrieb des Schiffes erfolgt dieselelektrisch. Die Stromerzeugung für die Antriebsmaschinen sowie den Bordbetrieb erfolgt über vier Zwölfzylinder-Dieselmotoren des Herstellers Wärtsilä. Die Motoren verfügen jeweils über eine Leistung von 7.920 kW, insgesamt stehen also 31.680 kW zur Verfügung. Zum Vortrieb sind zwei Elektromotoren mit jeweils 9000 kW Leistung verbaut. Die Elektromotoren wirken auf zwei Festpropeller. Das Schiff erreicht so eine Geschwindigkeit von maximal 21,5 kn.

Das Schiff ist mit Stabilisatoren von Mitsubishi Heavy Industries ausgestattet.

Das Schiff verfügt über insgesamt 13 Decks, acht davon sind für Passagiere zugänglich. Als Mistral bot es 1.196 Passagieren in 598 Zweibett- bzw. Doppelkabinen Platz, darunter 80 Suiten mit eigenem Balkon. Die Besatzungsstärke war mit 473 Personen angegeben. Von Ibero Cruceros wurde das Schiff als Grand Mistral mit 516 Kabinen vermarktet, davon 229 Innen- und 287 Außenkabinen sowie 102 Suiten, letztere mit eigenem Balkon. Costa Crociere bot das Schiff mit 530 Kabinen und 94 Suiten mit eigenem Balkon an. Die Passagierkapazität war mit maximal 1.727 Personen angegeben. Beim Umbau zur AIDAmira wurden zusätzliche Betten und Kabinen eingebaut, darunter 19 Singlekabinen. Insgesamt stehen 624 Kabinen für Passagiere zur Verfügung.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: IMO 9172777 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Mistral, Beschreibung von Arturo Paniagua Mazorra vom Dezember 1999 in cybercruises.com, abgerufen am 30. Dezember 2013 (englisch)
  • Schiffsinfos, AIDA Cruises

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mistral, Ship Technology. Abgerufen am 1. Oktober 2013.
  2. Neues Schiff für die Costa-Flotte – Die Costa neoRiviera geht ab November 2013 auf „Slow-Cruise“ nach Arabien, news aktuell, Presseportal, 30. September 2013. Abgerufen am 1. Oktober 2013.
  3. Costa neoRiviera (Memento vom 2. Oktober 2013 im Internet Archive), Costa Kreuzfahrten. Abgerufen am 1. Oktober 2013.
  4. M/S Mistral, Fakta om Fartyg. Abgerufen am 1. Oktober 2013.
  5. Grand Mistral, Ibero Cruceros. Abgerufen am 1. Oktober 2013.
  6. Flottenzuwachs bei AIDA Cruises: AIDAmira verstärkt ab 2019 Selection Programm. 25. Mai 2018, abgerufen am 25. Mai 2018.
  7. AIDAmira geht in Genua zum Umbau in die Werft (Costa neoRiviera). 26. September 2019, abgerufen am 4. November 2019.
  8. Franziska Knuppe tauft AIDAmira/Taufkonzert mit Johannes Oerding & Charity Event zu Gunsten von AIDA Cruise & Help. 1. Dezember 2019, abgerufen am 1. Dezember 2019.
  9. Nathalie Thanh Thuy Schwertner: Abgesagt! Jungfernfahrt der „Aida Mira“ ist gestrichen. Reisereporter, 1. Dezember 2019, abgerufen am 1. Dezember 2019.
  10. Tobias Bruns: AIDAmira: Jungfernfahrt abgesagt, Umbauten nicht abgeschlossen. Schiffsjournal, 1. Dezember 2019, abgerufen am 1. Dezember 2019.
  11. Panne beim Umbau: Aida sagt "Aida mira"-Fahrt bis 23. Dezember ab. In: spiegel.de. 3. Dezember 2019, abgerufen am 4. Dezember 2019.