AIDAsol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
AIDAsol
AIDAsol beim Ausdocken am 27. Februar 2011

AIDAsol beim Ausdocken am 27. Februar 2011

Schiffsdaten
Flagge ItalienItalien (Handelsflagge) Italien
Schiffstyp Kreuzfahrtschiff
Klasse Sphinx-Klasse (modifiziert)
Rufzeichen ICPE
Heimathafen Genua
Eigner Costa Crociere[1]
(Registered owner)
Carnival Corporation[1]
(Beneficial owner)
Bauwerft Meyer Werft, Papenburg
Baunummer S.689[2]
Baukosten ca. 385 Mio EUR[3]
Bestellung 13. Dezember 2007[3]
Kiellegung 20. Oktober 2008[2]
Taufe 9. April 2011
Stapellauf 27. Februar 2011[4]
Übernahme 31. März 2011[5]
Verbleib in Dienst
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
253,33 m (Lüa)
230,20 m (Lpp)
Breite 32,20 m
Tiefgang max. 7,3 m
Vermessung 71.304 BRZ / 45.164 NRZ[2]
 
Besatzung 611
Maschine
Maschine Dieselelektrischer Antrieb
2 × elektr. Propellermotoren (VEM Sachsenwerk), je 12,5 MW; Wellenanlage[2]
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
25.000 kW (33.991 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
21,8 kn (40 km/h)
Energie-
versorgung
4 × Dieselmotor (Caterpillar-MaK 9M43C),
je 9.000 kW
Generator-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
36.000 kW (48.946 PS)
Propeller 2 × 4-Blatt-Festpropeller (Rolls-Royce Promas Lite) Ruder
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 7.891 tdw
Zugelassene Passagierzahl 2.686[2]
PaxKabinen 1.097
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Registrier-
nummern

IMO-Nr.: 9490040

Die AIDAsol ist ein Kreuzfahrtschiff der britisch-amerikanischen Carnival Corporation & plc. Das Schiff wurde als zweites Schiff der modifizierten Sphinx-Klasse auf der Meyer-Werft in Papenburg gebaut und ist seit Auslieferung im März 2011 für die speziell auf den deutschen Markt ausgerichtete Konzernmarke AIDA Cruises im Einsatz.

Die AIDAblu, die AIDAmar und die AIDAstella sind baugleiche Schwesterschiffe. Als erstes Schiff der Flotte wurde die AIDAsol dafür ausgerüstet, während der Liegezeit im Hamburger Hafen mit Landstrom über die LNG-Hybrid-Barge versorgt zu werden, die im Mai 2015 in Betrieb gegangen ist.

Sie fährt wie die anderen AIDA-Schiffe unter italienischer Flagge. Für den operativen Kreuzfahrtbetrieb ist Costa Crociere in Genua verantwortlich, die Südeuropa-Tochter des Carnival-Konzerns. In den ersten Jahren steuerte sie den Betrieb selbst, über ihre Zweigniederlassung AIDA Cruises – German Branch of Costa Crociere S.p.A. in Rostock. Nach Unternehmensangaben wird sie die Verantwortung in Zukunft über ihre im Februar 2015 gegründete neue Tochter Carnival Maritime GmbH in Hamburg wahrnehmen.[6][veraltet]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auftragsvergabe und Bau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. Dezember 2007 beauftragte die Carnival Corporation & plc die Meyer Werft in Papenburg mit dem Bau zwei weiterer Kreuzfahrtschiffe, um sie bei ihrer Marke AIDA Cruises in den Jahren 2011 und 2012 in Dienst zu stellen. Der Preis pro Schiff wurde mit 385 Mio. Euro angegeben. Die Kiellegung des ersten Schiffes mit dem Projektnamen AIDA SPHINX V erfolgte unter Baunummer S.689 am 20. Oktober 2008. Der Name AIDAsol wurde aber erst am 6. November 2009 auf der Werft bekanntgegeben. Nach AIDAdiva, AIDAbella, AIDAluna und AIDAblu war sie das fünfte Schiff der neuen AIDA-Generation. Nach der AIDAblu bereits das zweite Schiff in einer modifizierten Bauweise dieser Schiffsklasse, mit Erweiterung um ein halbes Deck. Das mit dem gleichen Auftrag als Projekt SPHINX VI bestellte zweite Schiff folgte mit dem Namen AIDAmar ein Jahr später.

Das Ausdocken der AIDAsol fand am 27. Februar 2011 statt, die anschließende Emsüberführung folgte am 11. März 2011.[7]

Taufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Taufe am 9. April 2011 wurde erstmals ein AIDA-Schiff in Kiel seiner Bestimmung übergeben. Ebenfalls zum ersten Mal war die Taufpatin im Vorfeld unter Online-Bewerbern ausgewählt worden.[8] In einer Auswahlshow an Bord der AIDAsol während der sogenannten „AIDA Fanreise“ kurz vor der Taufe, setzte sich Bettina Zwickler aus Kiel im Finale gegen die letzten beiden Mitbewerberinnen durch.[9]

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. April 2011 startete die Jungfernfahrt. Die Reise führte von Kiel nach Nordeuropa. Auf einer 9-tägigen Kreuzfahrt wurden Kopenhagen, Oslo und Amsterdam angelaufen. Am 18. April 2011 endete die Fahrt in Hamburg.

Im Sommer 2012 befuhr die AIDAsol die Ostsee und unternahm im Winterhalbjahr siebentägige Touren ab Teneriffa um die Kanarischen Inseln. Im Jahr 2013 war sie ganzjährig in Nordeuropa, und für den Jahreswechsel 2013/14 stand das Mittelmeer auf dem Plan. Im Jahr 2014 war sie erneut in Nordeuropa unterwegs und unternahm im Winter 2014 anstelle der AIDAaura Kreuzfahrten nach Südostasien. Nach einer Sommersaison 2015 in die Norwegischen Fjorde und Städte, setzte sie nach Gran Canaria über, um den Winter 2015/16 auf Fahrten zwischen Portugal, Spanien und den Kanarischen Inseln zu verbringen.

Maschinenanlage und Antrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff ist baugleich mit den anderen Schiffen der modifizierten Sphinx-Klasse. Als erstes Schiff der Flotte von AIDA Cruises erhielt AIDAsol im Juli 2013 die komplette Ausstattung für Landstrom. Die notwendige Infrastruktur an Land vorausgesetzt, kann das Schiff im Hafenbereich über Landstrom versorgt werden.[10] Seit Mai 2015 nutzt das Schiff bei Aufenthalten in Hamburg die LNG-Hybrid-Barge „Hummel“. Seit Juni 2016 kann AIDAsol auch am Kreuzfahrtterminal Altona über die Landstromanlage mit Strom versorgt werden. [11][12]

29. Mai 2015. Weltpremiere, mit dem Brennstoff LNG wird in Hamburg Strom für das Kreuzfahrtschiff "Aidasol" erzeugt

Während eines Werftaufenthalts im Dezember 2013 wurden die beiden 5-Blatt-Festpropeller der AIDAsol durch das von Rolls-Royce entwickelte integrierte Propeller-Ruder-System „Promas Lite“ ersetzt.[13] Nach Herstellerangaben reduziert das System den Treibstoffverbrauch und verbessert die Manövrierfähigkeit.

Kabinen und Bordeinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt verfügt das Schiff über 1.097 Kabinen,[4] darunter 728 Außenkabinen. Der Spa-Bereich ist auf der AIDAsol im Vergleich zu AIDAdiva, AIDAbella und AIDAluna wie bei AIDAblu um 450 m² erweitert. 34 Spa-Kabinen mit großzügigem Balkon haben direkten Zugang zum Wellness-Bereich. Die AIDAsol verfügt wie das vorangegangene Schwesterschiff AIDAblu über eine eigene Mikrobrauerei.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • »Aida Sol« nimmt Fahrt auf. In: HANSA. Heft 6/2011, S. 20, Schiffahrts-Verlag »Hansa«, Hamburg 2011, ISSN 0017-7504.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: AIDAsol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Datenbankeintrag „Equasis“, über equasis.org, abgerufen am 23. September 2015.
  2. a b c d e Technische und administrative Daten, Germanischer Lloyd: AIDAsol. Abgerufen am 25. September 2015.
  3. a b Zwei neue Kreuzfahrtschiffe für AIDA Cruises. Pressemitteilung der Carnival Corporation & plc über Aida.de, 13. Dezember 2007, abgerufen am 25. September 2015.
  4. a b AIDAsol verlässt das Baudock, Pressemitteilung der Meyer Werft, 17. Februar 2011, abgerufen am 25. September 2015.
  5. AIDAsol abgeliefert, Pressemitteilung der Meyer Werft, 31. März 2011, aufgerufen am 25. September 2015.
  6. Carnival Maritime: Company Profile, „About us“-Seite der Carnival Maritime GmbH in Hamburg, abgerufen am 25. September 2015.
  7. Emspassage der AIDAsol. Pressemitteilung. Meyer Werft, 8. März 2011, abgerufen am 25. September 2015.
  8. Premiere: Online-Suche für Taufpatin von AIDAsol. Pressemitteilung. In: Aida.de. 16. November 2010, abgerufen am 4. Januar 2015.
  9. Kielerin tauft AIDAsol: Bettina (41) auf AIDA Fanreise zur Taufpatin gewählt Pressemitteilung. In: Presseportal.de, 5. April 2011, abgerufen am 25. September 2015.
  10. AIDA Cruises investiert 100 Millionen Euro für Umweltschutz. Pressemitteilung. In: Aida.de. 29. August 2013, abgerufen am 25. September 2015.
  11. AIDA Cruises: Einweihung der Landstromanlage Altona: AIDAsol geht in Altona an die Steckdose - AIDA Kreuzfahrten. In: www.aida.de. Abgerufen am 5. Juni 2016.
  12. Landstromanlage für Schiffe wird kaum genutzt. In: ndr.de. 15. April 2016, abgerufen am 29. Juni 2016 (HTTPS).
  13. Rolls-Royce wins contract to supply fuel efficient Promas Lite system for AIDA Cruises of Germany. Pressemitteilung. Rolls-Royce, 6. Juni 2013, abgerufen am 26. September 2015.