AKS-74U

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AKS-74U
Aks74u.jpg
Allgemeine Information
Militärische Bezeichnung: 6P26 (GRAU-Index)
Einsatzland: Russland
Entwickler/Hersteller: Michail Timofejewitsch Kalaschnikow/staatliche Waffenfabrik Tula
Herstellerland: Russland
Produktionszeit: 1975 bis 1997
Waffenkategorie: Sturmgewehr
Ausstattung
Gesamtlänge: 675 mm / mit eingeklappter Schulterstütze 420 mm
Gewicht: (ungeladen) 2,71 kg
Lauflänge: 200 mm
Technische Daten
Kaliber: 5,45 × 39 mm
Mögliche Magazinfüllungen: 30 Patronen
Munitionszufuhr: Kurvenmagazin
Kadenz: etwa 800 Schuss/min
Anzahl Züge: 4
Drall: rechts
Ladeprinzip: Gasdrucklader
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Die AKS-74U, auch bekannt als AKSU-74 oder AK-74SU, ist ein sowjetisches Sturmgewehr, das seit 1975 produziert und eingesetzt wird.

Aufbau und Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AKS-74U ist nach dem Vorbild der AK-74 als Karabiner gebaut. Sie hat die typischen Maße und Eigenschaften einer Maschinenpistole, verschießt aber die starke 5,45 × 39 mm Munition der AK-74. Das U in der Bezeichnung der Waffe steht für укороченный/„ukorotscheny“ („gekürzt“).

Auffallend ist der konische Mündungsfeuerdämpfer, der anstelle einer Mündungsbremse am Ende das Laufs angebracht ist und als Ansaugraum dient, was einen allzu starken Rückstoß und verräterisches Mündungsfeuer verhindert.

Die Waffe wird von Fahrzeugbesatzungen, Artilleriemannschaften und Spezialkommandos, wie den Speznas, benutzt, die eine leichte und kleine Waffe benötigen.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AKS-74U wurde und wird vor allem in Ländern der ehemaligen Sowjetunion von verschiedensten Sicherheitsdiensten, Militäreinheiten und Rebellengruppen benutzt. Da sie in vielen Ländern des Warschauer Paktes beliebt war, wurde sie auch in vielen dieser Länder produziert. Jugoslawien produzierte die AKS-74U unter dem Namen Zastava M85 im Kaliber 5,56 × 45 mm NATO, weshalb sie auch in den Kriegen, die dem Zusammenbruch Jugoslawiens folgten, eingesetzt wurde.

Indonesische Kampfeinheiten benutzten eine Variante der AKS-74U, die Patronen im Kaliber 5,56 × 45 mm NATO verschoss. Die Waffen wurden in Bulgarien, China und Russland hergestellt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]