ANAS

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Autostrada A29dir auf Sizilien

ANAS ist die Abkürzung für die Azienda Nazionale Autonoma delle Strade (ANAS S.p.A.) (in Südtirol amtlich Gesamtstaatliche Autonome Straßenverwaltung[1], wörtliche Übersetzung „Nationale autonome Straßenbetriebsgesellschaft“) in Italien. Sie ist eine staatliche Gesellschaft mit dem Hauptsitz in Rom und dem Auftrag, das Netz von Straßen und Autobahnen, die von staatlichem Interesse sind, aufrechtzuerhalten. Das Kapital der Gesellschaft beträgt ca. 2,2 Mrd. Euro. Sie hat 6.584 Angestellte.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gesellschaft wurde am 27. Juni 1946 gegründet. Sie ist die Nachfolgerin der 1928 gegründeten Azienda Autonoma Statale della Strada (AASS) und hat deren Straßennetz übernommen.

Seit dem 1. Januar 2003 wird die ANAS in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft mit dem Ministero dell'Economia e delle Finanze (Wirtschafts- und Finanzministerium) als einzigem Anteilseigner geführt. Als Aufsichtsbehörde für die ANAS S.p.A. fungiert das Ministero delle Infrastrutture e dei Trasporti (Ministerium für Infrastruktur und Verkehr).

Zuständigkeit[Bearbeiten]

Die ANAS hat ein Straßen- und Autobahnnetz von ca. 25.420 km zu betreuen. Davon sind ca. 900 km Autobahn, die vor allem in Süditalien unterhalten werden und daher mautfrei sind, und ca. 360 km Raccordi autostradali (Autobahnzubringer). Insgesamt wird das italienische Autobahnnetz von 24 konzessionierten Betreibergesellschaften errichtet, unterhalten und betrieben, die für insgesamt 5.695 km zuständig sind. Die ANAS ist die staatliche Aufsichtsbehörde, die den kommerziellen Betreibern die Konzessionen erteilt.

Von italienischen Medien und Politikern wurde der ANAS wiederholt zum einen vorgehalten, überteuerte Bauaufträge zu vergeben, und zum anderen, mangelhaft zu planen und ihrer Aufgabe der Bauaufsicht bei Straßenbauten und -instandsetzungen nicht nachzukommen. So musste ein am 23. Dezember 2014 in Sizilien freigegebener Streckenabschnitt bereits eine Woche später wegen eines gefährlichen Absackens der Fahrbahn gesperrt werden.[2]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Die Beschlüsse der Südtiroler Terminologiekommission: Problematiken bei der Normung von Rechtstermini, S. 4
  2. Tobias Piller: Bella Italia: Brandneu und schon kaputt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Januar 2015, S. 15.

Weblinks[Bearbeiten]