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AOK Bremen/Bremerhaven

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
AOK Bremen/Bremerhaven – Die Gesundheitskasse
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Sozialversicherung Gesetzliche Krankenversicherung
Kassenart Allgemeine Ortskrankenkasse
Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Gründung 1883
Zuständigkeit Bremen Bremen
Sitz Bremen
Vorstand Olaf Woggan[1]
Verwaltungsrat Annette Düring (Gruppe der Versicherten)[2]
Marcel Christmann (Gruppe der Arbeitgeber)[2]
Aufsichtsbehörde Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz[3]
Versicherte rund 287.000 (1. September 2023)[4]
Haushaltsvolumen 1093 Mio. Euro (2024)[4]
Geschäftsstellen 9 (1. September 2025)[4]
Mitarbeiter 700 (1. September 2025)[4]
Website www.bremen.aok.de

Die AOK Bremen/Bremerhaven – Die Gesundheitskasse ist eine deutsche Kranken- und Pflegekasse mit Sitz in Bremen-Mitte. Sie ist nach der Versichertenzahl der größte Träger der gesetzlichen Krankenversicherung in der Freien Hansestadt Bremen.

Die Ortskrankenkassen wurden im Jahr 1883[4] unmittelbar nach der Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung durch den Reichskanzler Otto von Bismarck gegründet. Sie ist mit Abstand die kleinste der 11 Allgemeinen Ortskrankenkassen, gemessen an den Versichertenzahlen.

Seit 1. Januar 2009 werden die Beitragssätze vom Gesetzgeber einheitlich vorgegeben. Die Krankenkasse erhob 2024 einen Zusatzbeitrag in Höhe von 1,38 Prozent des Einkommens[5][6], dieser wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2025 auf 2,49 Prozent erhöht. Die AOK zählt zu den zehn günstigsten Krankenkassen in Deutschland.

Haushalt (ohne Pflegekasse)

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Einnahmen 2024[7]
Einnahme absolut
(in Euro)
je Versicherter
(in Euro)
Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds 995.484.639 3516,43
Mittel aus dem Zusatzbeitrag 88.892.452 314,00
sonstige Einnahmen 10.737.919 37,93
Einnahmen gesamt 1.095.115.009 3868,37
Ausgaben 2024[7]
Leistungsart Anteil an

Gesamtausgaben

absolut
(in Euro)
je Versicherter
(in Euro)
Veränderung zum
Vorjahr
Krankenhausbehandlung 31,7 % 346.523.273 1224,05 0,9 %
Ärztliche Behandlung 16,0 % 174.653.883 616,94 4,1 %
Arzneimittel 14,6 % 159.115.478 562,06 5,8 %
Krankengeld 5,7 % 62.420.539 220,49 4,4 %
Zahnärztliche Behandlung (ohne Zahnersatz) 4,2 % 46.184.718 163,14 2,2 %
Hilfsmittel 3,5 % 37.955.406 134,07 12,2 %
Behandlungspflege und häusliche Krankenpflege 3,5 % 38.368.101 135,53 15,5 %
Fahrkosten 3,4 % 37.164.128 131,28 10,8 %
Heilmittel 2,8 % 31.079.253 109,78 7,1 %
Zahnersatz 1,5 % 16.277.281 57,50 0,2 %
Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen 0,8 % 9.250.502 32,68 21,3 %
Sonstige Leistungsausgaben 1,4 % 15.295.109 54,03 12,8 %
Früherkennungsmaßnahmen 0,8 % 8.729.365 30,84 3,1 %
Soziale Dienste, Ges.-Förderung, Schutzimpfungen 1,5 % 16.638.342 58,77 20,6 %
Schwangerschaft und Mutterschaft
(ohne stationäre Entbindung)
2,4 % 26.130.333 92,30 3,2 %
Leistungsausgaben gesamt 1.092.993.891 3.860,87 3,5 %
Die Gesundheitspartner in Zahlen[4]
Gesundheitspartner Anzahl
Ärzte und Psychotherapeuten 2000
Zahnärzte und Kieferorthopäden 450
Apotheken 155
Krankenhäuser 13
Stationäre Pflegeeinrichtungen 160
Pflegedienste 120
Sanitätsgeschäfte und Orthopädietechniker 60

AOK-Verwaltungsgebäude

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Das 5- und 7-geschossige AOK-Verwaltungsgebäude Bürgermeister-Smidt-Straße/Ecke Am Wall wurde 1958 nach Plänen von Martin Zill unter Mitwirkung von Eberhard Kaiser gebaut. Die beiden Flügel des Stahlbetonskelettbaus durchdringen sich. Der niedrige Flügel an der Bürgermeister-Smidt-Straße hat Arkaden und die Kassenhalle ist zweigeschossig.[8]

Organisation und Leitung

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Selbstverwaltung der AOK Bremen/Bremerhaven

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Seit Bestehen des Sozialversicherungssystems gestaltet eine gemeinsame Selbstverwaltung von Versicherten und ihren Arbeitgebern die Politik der Sozialkassen. Bei den Krankenkassen geschieht das über gemeinsam gebildete Verwaltungsräte. In Sozialwahlen entscheiden Versicherte und Arbeitgeber alle sechs Jahre über ihre Vertreter in den Verwaltungsräten. Die AOKn unterliegen der Rechtsaufsicht der Länder, der AOK-Bundesverband derjenigen des Bundesministeriums für Gesundheit.

Der Verwaltungsrat ist das höchste Beschlussorgan der AOK. Er hat Kontroll- und Informationsrechte und bestimmt den sozial- und unternehmenspolitischen Kurs des Unternehmens. Seine Mitglieder vertreten die Versicherten und die Arbeitgeber. Der Verwaltungsrat wählt unter anderem den Vorstand. Die ehrenamtlichen Vorsitzenden des Verwaltungsrats wechseln jedes Jahr.

  • Annette Düring (Gruppe der Versicherten)[2]
  • Marcel Christmann (Gruppe der Arbeitgeber)[2]

Der hauptamtliche Vorstand ist für alle Abläufe und das Management der AOK Bremen/Bremerhaven verantwortlich. Er vertritt die AOK gerichtlich und außergerichtlich. Der Vorstand wird vom Verwaltungsrat auf sechs Jahre gewählt.

Einzelnachweise

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  1. a b Vorstand. In: aok.de. Abgerufen am 14. Dezember 2023.
  2. a b c d Der Verwaltungsrat der AOK Bremen/Bremerhaven. In: aok.de. Abgerufen am 14. Dezember 2023.
  3. Homepage der AOK Bremen/Bremerhaven (Impressum). In: bremen.aok.de. Abgerufen am 4. Dezember 2017.
  4. a b c d e f Homepage der AOK Bremen/Bremerhaven (Eine starke Gemeinschaft). In: bremen.aok.de. Abgerufen am 5. Oktober 2023.
  5. https://www.aok.de/fk/bremen/tools/weitere-inhalte/beitraege-und-rechengroessen-der-sozialversicherung/beitragssaetze/beitragssaetze-2022/
  6. https://www.aok.de/fk/bremen/tools/weitere-inhalte/beitraege-und-rechengroessen-der-sozialversicherung/beitragssaetze/beitragssaetze-2023/
  7. a b Homepage der AOK Bremen/Bremerhaven (Jahresrechnungsabschluss). In: bremen.aok.de. Abgerufen am 4. Dezember 2017.
  8. Eberhard Syring: Bremen und seine Bauten - 1950 – 1979, S. 149. Schünemann Verlag, Bremen 2014, ISBN 978-3-944552-30-9.

Koordinaten: 53° 4′ 48,4″ N, 8° 48′ 9,8″ O