AS Monaco

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
AS Monaco
Vorlage:Infobox Fußballunternehmen/Wartung/Kein Bild
Vorlage:Infobox Fußballunternehmen/Wartung/Kein Bild
Fußballunternehmen
Vorlage:Infobox Fußballunternehmen/Wartung/Kein Bild
Name Association Sportive de Monaco
Football Club S.A.M.
Sitz Monaco
Gründung 1. August 1919
Aktionäre 66,67 %: Jekaterina Rybolowlewa
33,33 %: Familie Grimaldi
Präsident Dmitri Rybolowlew
Website asmonaco.com
Erste Mannschaft
Cheftrainer Niko Kovač
Spielstätte Stade Louis II
Plätze 18.520
Liga Ligue 1
2019/20 9. Platz (Quotientenregelung)
Heim
Auswärts

Die Association Sportive de Monaco Football Club,[1] allgemein bekannt als AS Monaco, ist ein Fußballverein aus dem Fürstentum Monaco. Sie spielt im französischen Ligabetrieb mit und ist Mitglied im Französischen Fußballverband FFF.

Zwei Drittel der Anteile an der Société Anonyme Monégasque werden von Jekaterina Rybolowlewa, Tochter des russischen Unternehmers und Klubpräsidenten Dmitri Rybolowlew, gehalten. Das übrige Drittel gehört der Familie Grimaldi.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AS Monaco wurde am 1. August 1919[3] gegründet, seit 1948 wandelte sie sich zum professionellen Klub. Heimspielort ist das Stade Louis II, ein reines Sitzplatzstadion mit 18.520 Plätzen im Bezirk Fontvieille in Monaco. Vereinspräsident ist seit Ende 2011 Dmitri Rybolowlew.

Mit acht Meistertiteln in der Ligue 1 und fünf Pokalerfolgen gehört Monaco zu den erfolgreichsten Vereinen der französischen Liga. Auf europäischer Ebene erreichte die ASM einmal (1992) das Finale im Europapokal der Pokalsieger, verlor aber mit 0:2 gegen Werder Bremen. Am 26. Mai 2004 verlor Monaco zudem das Finale der UEFA Champions League in Gelsenkirchen mit 0:3 gegen den FC Porto.

Nach 34 Jahren durchgehender Zugehörigkeit zur Ligue 1 spielte die ASM nach Platz 18 und dem Abstieg von 2011 bis 2013 nur noch in der Ligue 2. Der sportlich wie finanziell angeschlagene Verein fand im Dezember 2011 einen neuen Investor: Der russische Milliardär Rybolowlew übernahm über eine seiner Firmen 66,67 Prozent der Anteile der für den Profibereich zuständigen Kapitalgesellschaft (Société Anonyme Sportive Professionnelle)[4] und das Präsidentenamt. Das restliche Drittel verbleibt beim Gesamtverein, um „die Interessen des Fürstentums [zu] repräsentieren“.[5] 2013 erreichte der Verein Platz eins der Ligue 2 und damit den Wiederaufstieg.

Logo bis 2013

Zur Erstligasaison 2013/14 verpflichtete der Verein João Moutinho, James Rodríguez (beide vom FC Porto) und Falcao von Atlético Madrid für zusammen geschätzte 120 bis 130 Millionen Euro[6]  – eine Größenordnung, die der Verein allerdings dementiert hat.[7]

Weil die Kapitalgesellschaft dem monegassischen Steuerrecht unterliegt und damit gegenüber den anderen französischen Klubs einen erheblichen Wettbewerbsvorteil besitzt, beschloss der französische Profiligaverband FFF im März 2013, dass ab der Saison 2014/15 alle Erst- und Zweitligavereine – also auch die AS Monaco – ihren steuerlichen Sitz in Frankreich haben müssen.[8] Nachdem der Verein dagegen Widerspruch beim Exekutivkomitee der FFF eingelegt hatte,[9] schlossen Ligaverband und AS Monaco einen Vergleich, wonach der Klub seinen Sitz im Fürstentum behalten darf und dafür eine Kompensation in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro bezahlt, die auf die anderen professionellen Vereine verteilt werden.[10] Diese Vereinbarung ist aber noch nicht endgültig, weil sieben Erstligisten (Bordeaux, Caen, Lille, Lorient, Marseille, Montpellier und Paris) die Summe für unangemessen niedrig halten und zudem der FFF das Recht bestreiten, eine solche überhaupt abzuschließen.[11]

In der Saison 2016/17 gewann die AS Monaco nach 17 Jahren wieder die französische Meisterschaft.[12] Außerdem erreichten die Monegassen das Halbfinale der UEFA Champions League.[13]

Am 11. Oktober 2018 trennte sich der Club nach einem schlechten Saisonstart und Platz 18 in der Tabelle von Trainer Leonardo Jardim.[14] Zwei Tage später wurde Thierry Henry, Weltmeister 1998, Europameister 2000 und früherer Spieler des Vereins, sein Nachfolger. Er erhielt einen Vertrag bis 2021.[15]

Auch Mitglieder der monegassischen Fürstenfamilie sind bei Heimspielen oft anwesend; Fürst Albert II. ist Anhänger des Vereins.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Profistatus hat die ASM 1933/34 sowie ab 1948 besessen; der Division 1 bzw. Ligue 1 (seit 2002) gehörte Monaco 1953–1969, 1971/72, 1973–1976 und 1977–2011 an und spielt dort aktuell wieder seit 2013.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Verein wichtige ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FrankreichFrankreich Frankreich

Doppelstaatsbürger

ArgentinienArgentinien Argentinien

BelgienBelgien Belgien

Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegovina

BrasilienBrasilien Brasilien

KamerunKamerun Kamerun

TogoTogo Togo

TschadTschad Tschad

KroatienKroatien Kroatien

KolumbienKolumbien Kolumbien

Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo

DanemarkDänemark Dänemark

DeutschlandDeutschland Deutschland

EnglandEngland England

ItalienItalien Italien

LiberiaLiberia Liberia

MexikoMexiko Mexiko

NigeriaNigeria Nigeria

NorwegenNorwegen Norwegen

PortugalPortugal Portugal

RumänienRumänien Rumänien

SchottlandSchottland Schottland

SchweizSchweiz Schweiz

SenegalSenegal Senegal

SpanienSpanien Spanien

Korea SudSüdkorea Südkorea

UruguayUruguay Uruguay

Trainer (seit 1948)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 9. November 2019[16]

Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
01 KroatienKroatien Danijel Subašić 27.10.1984 2012 2020
16 SchweizSchweiz Diego Benaglio 08.09.1983 2017 2020
30 SenegalSenegal Seydou Sy 12.12.1995 2014 2020
40 FrankreichFrankreich Benjamin Lecomte 26.04.1991 2019 2024
Abwehr
02 FrankreichFrankreich Fodé Ballo-Touré 03.01.1997 2019 2023
03 ChileChile Guillermo Maripán 06.05.1994 2019 2024
05 BrasilienBrasilien Jemerson 24.08.1992 2016 2020
12 FrankreichFrankreich Ruben Aguilar 26.04.1993 2019 2024
18 FrankreichFrankreich Arthur Zagre 04.10.2001 2019 2022
25 PolenPolen Kamil Glik (C)Kapitän der Mannschaft 03.02.1988 2016 2021
32 FrankreichFrankreich Benoît Badiashile 26.03.2001 2018 2021
39 DeutschlandDeutschland Benjamin Henrichs 23.02.1997 2018 2023
BrasilienBrasilien Jorge 28.03.1996 2017
Mittelfeld
04 SpanienSpanien Cesc Fàbregas 04.05.1987 2019 2022
06 FrankreichFrankreich Tiemoué Bakayoko 17.08.1994 2019 2020
08 PortugalPortugal Adrien Silva 15.03.1989 2019 2020
11 PortugalPortugal Gelson Martins 11.05.1995 2019 2024
17 RusslandRussland Alexander Golowin 30.05.1996 2018 2023
26 BrasilienBrasilien Gabriel Boschilia 05.03.1996 2015 2021
31 PortugalPortugal Gil Dias 28.09.1996 2015 2022
FrankreichFrankreich Aurélien Tchouaméni 27.01.2000 2020 2024
Sturm
07 NigeriaNigeria Henry Onyekuru 05.06.1997 2019 2024
09 FrankreichFrankreich Wissam Ben Yedder 12.08.1990 2019 2024
10 MontenegroMontenegro Stevan Jovetić 02.11.1989 2017 2021
13 FrankreichFrankreich Willem Geubbels 16.08.2001 2018 2023
14 SenegalSenegal Keita Baldé 08.03.1995 2017 2022
19 ItalienItalien Pietro Pellegri 17.03.2001 2018 2022
20 AlgerienAlgerien Islam Slimani 18.06.1988 2019 2020
22 FrankreichFrankreich Jean-Kévin Augustin 16.06.1997 2019 2020
34 FrankreichFrankreich Moussa Sylla 25.11.1999 2018 2020
BelgienBelgien Nacer Chadli 02.08.1989

Basketball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Basketballmannschaft des Vereins spielte 17 Jahre in der LNB Pro A und wurde 1950 französischer Vizemeister.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3.
  • Jean Cornu: Les grandes équipes françaises de football. Famot, Genève 1978.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: AS Monaco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: AS Monaco – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Unternehmen im Journal de Monaco, abgerufen am 11. September 2017.
  2. Monaco have plenty of money and ambition but not many supporters, 20. September 2013, abgerufen am 11. September 2017.
  3. Status. (Nicht mehr online verfügbar.) AS Monaco Football Club, archiviert vom Original am 26. Dezember 2015; abgerufen am 26. Dezember 2015 (französisch).
  4. Russischer Investor kauft Krisenklub Monaco. (Memento vom 28. November 2012 im Internet Archive) In: Zeit Online
  5. Meldung. In: France Football, 24. Dezember 2011
  6. 50 Millionen Euro Ablöse: AS Monaco macht Falcao-Deal perfekt. In: Spiegel Online. 1. Juni 2013, abgerufen am 1. Juni 2013.
  7. France Football, 4. Juni 2013, S. 11
  8. Monaco reagiert auf die Entscheidung der LFP. In: francefootball.fr, 22. März 2013
  9. France Football, 2. April 2013, S. 13
  10. Siehe den Monaco va bien payer 50 millions d’euros à la LFP. In: francefootball.fr, 24. Januar 2014
  11. Mystères Rybolovlev. In: France Football, 8. Juli 2014, S. 50
  12. Frankreich liegt dem AS Monaco zu Füßen. n-tv.de, 18. Mai 2017, abgerufen am 21. Mai 2017.
  13. Champions League Halbfinale Juventus Turin besiegt AS Monaco. sport1.de, 9. Mai 2017, abgerufen am 21. Mai 2017.
  14. BVB-Gegner Monaco feuert seinen Trainer Jardim. In: waz.de. Funke Mediengruppe, 12. Oktober 2018, abgerufen am 12. Oktober 2018.
  15. Thierry Henry wird neuer Trainer in Monaco. In: focus.de. SID, 13. Oktober 2018, abgerufen am 13. Oktober 2018.
  16. https://www.transfermarkt.de/as-monaco/kader/verein/162