AS Monaco

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AS Monaco
Fußballunternehmen
Name Association Sportive de Monaco
Football Club S.A.M.
Sitz Monaco
Gründung 1. August 1919
Aktionäre 66,66 %: Jekaterina Rybolowlewa
33,33 %: Familie Grimaldi
Präsident Dmitri Rybolowlew
Website asmonaco.com
Erste Mannschaft
Trainer Leonardo Jardim
Stadion Stade Louis II
Plätze 18.520
Liga Ligue 1
2016/17 1. Platz
Heim
Auswärts

Die Association Sportive de Monaco Football Club Société Anonyme Monégasque[1], allgemein bekannt als AS Monaco, ist ein Fußballunternehmen aus dem Fürstentum Monaco. Sie spielt im französischen Ligabetrieb mit und ist Mitglied im Französischen Fußballverband FFF.

66,66 Prozent der Anteile an der Société Anonyme Monégasque werden von Jekaterina Rybolowlewa, der Tochter des russischen Unternehmers und Klubpräsidenten Dmitri Rybolowlew, gehalten. Die übrigen Anteile hält die Familie Grimaldi.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AS Monaco wurde am 1. August 1919[3] gegründet, seit 1948 wandelte sie sich zum professionellen Klub. Heimspielort ist das Stade Louis II, ein reines Sitzplatzstadion mit 18.520 Plätzen im Bezirk Fontvieille in Monaco. Vereinspräsident ist seit Ende 2011 Dmitri Rybolowlew.

Mit acht Meistertiteln in der Ligue 1 und fünf Pokalerfolgen gehört Monaco zu den erfolgreichsten Vereinen der französischen Liga. Auf europäischer Ebene erreichte die ASM einmal (1992) das Finale im Europapokal der Pokalsieger, verlor aber mit 0:2 gegen Werder Bremen. Am 26. Mai 2004 verlor Monaco zudem das Finale der UEFA Champions League in Gelsenkirchen mit 0:3 gegen den FC Porto.

Nach 34 Jahren durchgehender Zugehörigkeit zur Ligue 1 spielte die ASM nach Platz 18 und dem Abstieg von 2011 bis 2013 nur noch in der Ligue 2. Der sportlich wie finanziell angeschlagene Verein fand im Dezember 2011 einen neuen Investor: Der russische Milliardär Rybolowlew übernahm über eine seiner Firmen 66,67 Prozent der Anteile der für den Profibereich zuständigen Kapitalgesellschaft (Société Anonyme Sportive Professionnelle)[4] und das Präsidentenamt. Das restliche Drittel verbleibt beim Gesamtverein, um „die Interessen des Fürstentums [zu] repräsentieren“.[5] 2013 erreichte der Verein Platz eins der Ligue 2 und damit den Wiederaufstieg.

Logo bis 2013

Zur Erstligasaison 2013/14 verpflichtete der Verein João Moutinho, James Rodríguez (beide vom FC Porto) und Falcao von Atlético Madrid für zusammen geschätzte 120 bis 130 Millionen Euro[6] – eine Größenordnung, die der Verein allerdings dementiert hat.[7]

Weil die Kapitalgesellschaft dem monegassischen Steuerrecht unterliegt und damit gegenüber den anderen französischen Klubs einen erheblichen Wettbewerbsvorteil besitzt, beschloss der französische Profiligaverband FFF im März 2013, dass ab der Saison 2014/15 alle Erst- und Zweitligavereine – also auch die AS Monaco – ihren steuerlichen Sitz in Frankreich haben müssen.[8] Nachdem der Verein dagegen Widerspruch beim Exekutivkomitee der FFF eingelegt hatte,[9] schlossen Ligaverband und AS Monaco einen Vergleich, wonach der Klub seinen Sitz im Fürstentum behalten darf und dafür eine Kompensation in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro bezahlt, die auf die anderen professionellen Vereine verteilt werden.[10] Diese Vereinbarung ist aber noch nicht endgültig, weil sieben Erstligisten (Bordeaux, Caen, Lille, Lorient, Marseille, Montpellier und Paris) die Summe für unangemessen niedrig halten und zudem der FFF das Recht bestreiten, eine solche überhaupt abzuschließen.[11]

In der Saison 2016/17 gewann die AS Monaco nach 17 Jahren wieder die französische Meisterschaft.[12] Außerdem erreichten die Monegassen das Halbfinale der UEFA Champions League.[13]

Auch Mitglieder der monegassischen Fürstenfamilie sind bei Heimspielen oft anwesend; Fürst Albert II. ist Anhänger des Vereins.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Profistatus hat die ASM 1933/34 sowie ab 1948 besessen; der Division 1 bzw. Ligue 1 (seit 2002) gehörte Monaco 1953–1969, 1971/72, 1973–1976 und 1977–2011 an und spielt dort aktuell wieder seit 2013.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Verein wichtige ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankreich

Doppelstaatsbürger

Argentinien

Belgien

Bosnien und Herzegovina

Brasilien

Kamerun

Togo

Tschad

Kroatien

Kolumbien

Demokratische Republik Kongo

Dänemark

England

Deutschland

Italien

Liberia

Mexiko

Nigeria

Norwegen

Portugal

Rumänien

Schweiz

Schottland

Senegal

Spanien

Südkorea

Uruguay

Für den Verein wichtige ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand 31. August 2017[14]

Nr. Position Name
1 KroatienKroatien TW Danijel Subašić
2 BrasilienBrasilien AB Fabinho
4 NiederlandeNiederlande AB Terence Kongolo
5 BrasilienBrasilien AB Jemerson
6 BrasilienBrasilien AB Jorge
7 AlgerienAlgerien ST Rachid Ghezzal
8 PortugalPortugal MF João Moutinho
9 KolumbienKolumbien ST Falcao ((C)Kapitän der Mannschaft)
10 MontenegroMontenegro ST Stevan Jovetić
11 ArgentinienArgentinien ST Guido Carrillo
14 SenegalSenegal ST Keita Baldé
15 FrankreichFrankreich ST Adama Diakhaby
16 SchweizSchweiz TW Diego Benaglio
17 BelgienBelgien MF Youri Tielemans
18 FrankreichFrankreich MF Soualiho Meïté
Nr. Position Name
19 FrankreichFrankreich AB Djibril Sidibé
20 PortugalPortugal MF Rony Lopes
21 FrankreichFrankreich AB Julien Serrano
22 SpanienSpanien ST Jordi Mboula
23 FrankreichFrankreich AB Pierre-Daniel N’Guinda
24 ItalienItalien AB Andrea Raggi
25 PolenPolen AB Kamil Glik
26 BrasilienBrasilien MF Boschilia
27 FrankreichFrankreich MF Thomas Lemar
28 MaliMali MF Adama Traoré
30 SenegalSenegal TW Seydou Sy
34 FrankreichFrankreich MF Moussa Sylla
35 FrankreichFrankreich AB Kévin N’Doram
38 MaliMali AB Almamy Touré
40 FrankreichFrankreich TW Loïc Badiashile

Verliehene Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Position Name
FrankreichFrankreich TW Paul Nardi (an Cercle Brügge)
FrankreichFrankreich AB Jordy Gaspar (an Cercle Brügge)
PortugalPortugal AB Rúben Vinagre (an Wolverhampton Wanderers)
PortugalPortugal MF Gil Dias (an ACF Florenz)
MarokkoMarokko MF Youssef Aït Bennasser (an SM Caen)
FrankreichFrankreich MF Tristan Muyumba (an Cercle Brügge)
Nr. Position Name
FrankreichFrankreich MF Jonathan Mexique (an Cercle Brügge)
FrankreichFrankreich MF Guevin Tormin (an Cercle Brügge)
FrankreichFrankreich ST Irvin Cardona (an Cercle Brügge)
FrankreichFrankreich ST Kylian Mbappé (an Paris Saint-Germain)
ElfenbeinküsteElfenbeinküste ST Lacina Traoré (an SC Amiens)

Basketball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: AS Monaco (Basketball)

Die Basketballmannschaft des Vereins spielte 17 Jahre in der LNB Pro A und wurde 1950 französischer Vizemeister.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3.
  • Jean Cornu: Les grandes équipes françaises de football. Famot, Genève 1978.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: AS Monaco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: AS Monaco – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe das Unternehmen im Journal de Monaco, abgerufen am 11. September 2017.
  2. Monaco have plenty of money and ambition but not many supporters, 20. September 2013, abgerufen am 11. September 2017.
  3. Status. AS Monaco Football Club, o.J., abgerufen am 26. Dezember 2015 (französisch).
  4. Russischer Investor kauft Krisenklub Monaco. In: Zeit Online
  5. Meldung. In: France Football, 24. Dezember 2011
  6. 50 Millionen Euro Ablöse: AS Monaco macht Falcao-Deal perfekt. In: Spiegel Online. 1. Juni 2013, abgerufen am 1. Juni 2013.
  7. France Football, 4. Juni 2013, S. 11
  8. Monaco reagiert auf die Entscheidung der LFP. In: francefootball.fr, 22. März 2013
  9. France Football, 2. April 2013, S. 13
  10. Siehe den Monaco va bien payer 50 millions d’euros à la LFP. In: francefootball.fr, 24. Januar 2014
  11. Mystères Rybolovlev. In: France Football, 8. Juli 2014, S. 50
  12. Frankreich liegt dem AS Monaco zu Füßen. n-tv.de, 18. Mai 2017, abgerufen am 21. Mai 2017.
  13. Champions League Halbfinale Juventus Turin besiegt AS Monaco. sport1.de, 9. Mai 2017, abgerufen am 21. Mai 2017.
  14. Players | First Team. In: asmonaco.com. AS Monaco, abgerufen am 31. August 2017 (englisch).