ATB (DJ)

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Quellen? --HvW, 23. März 2013, 17:48 Uhr
ATB auf dem WorldClubDome 2015

ATB (* 26. Februar 1973 in Freiberg (Sachsen); bürgerlich André Tanneberger) ist ein deutscher DJ und Musikproduzent.

Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

André Tanneberger lebte ungefähr bis zu seinem zehnten Lebensjahr mit seinen Eltern in Brand-Erbisdorf. Die meiste Zeit seiner Kindheit verbrachte er jedoch bei seiner Großmutter in Obersaida im Erzgebirge und lernte dort das Landleben kennen. Auf Grund der beschränkten Reisefreiheit in der DDR stellten seine Eltern in den 1980er Jahren einen Ausreiseantrag. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Auerbach/Vogtl. zog die Familie ins Ruhrgebiet. Dort fühlte er sich während seiner Jugend durch seinen Dialekt zunächst als Außenseiter. Rückblickend jedoch hat ihn dies nach seiner eigenen Aussage gestärkt.[1]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine ersten musikalischen Schritte wagte er mit der Zither seiner Großmutter. Später mit 14 lernte er das Gitarrenspielen. Mit 16 wechselte er auf das Keyboard und legte sich eine Bandmaschine zu. Unterstützt durch Thomas Kukula konnte er seine ersten Studioaufnahmen machen und bekam seinen ersten Plattenvertrag.[1]

Ab 1993 war André Tanneberger Teil des Dance-Projektes Sequential One. Seine erste Solosingle unter dem Kürzel „ATB“, 9 PM (Till I Come), erschien im Jahre 1998 und erreichte Platz 1 in den englischen und Platz 14 in den deutschen Charts. Er machte sich somit weltweit einen Namen und erlangte in Dänemark, Australien, Schweden und England Platinstatus. Es folgten Goldauszeichnungen in Südafrika, Italien und Norwegen. Der Siegeszug setzte sich mit der zweiten Singleauskopplung Don't Stop aus seinem Debütalbum Movin' Melodies (1999) fort und wurde wiederum in Dänemark und Schweden mit Platin ausgezeichnet. Das größte Erkennungsmerkmal der ersten ATB-Singles war zu diesem Zeitpunkt die unverwechselbare "ATB-Gitarre", wie sie die Fans nennen. Mit den Jahren reifte der ATB-Sound und wurde zunehmend erwachsener. Die "ATB-Gitarre" hatte vollständig ausgedient, als Tanneberger im Jahre 2002 sein bereits drittes Album Dedicated veröffentlichte. Deren Singleauskopplung Let U Go (2002), bei der Sängerin Roberta Carter Harrison aus Kanada die Vocals beisteuerte, ist bis heute neben 9 PM (Till I Come) (1998) der kommerziell erfolgreichste und vor allem bekannteste ATB-Titel. Marrakech, die erste Single aus dem 2004 erschienenen Longplayer No Silence, wurde sogar Titelsong zum Hollywood-Film Mindhunters von Regisseur Renny Harlin (u. a. Deep Blue Sea, Stirb langsam 2, Cliffhanger).

Bis heute folgten viele weitere Studio-Alben und Hitsingles. Dabei schaffte es der Großteil seiner Longplayer stets, in die Top 20 der deutschen Album-Charts einzusteigen. Tanneberger liebt es, von Album zu Album seinen eigenen ATB-Sound weiterzuentwickeln und zu experimentieren. Dennoch ist auf jedem Album, so fremd und anders es im Vergleich zum Vorgängeralbum auch klingen mag, jederzeit die unverwechselbare musikalische Handschrift Tannebergers und des ATB-Sounds herauszuhören.

Stilistisch bewegt sich ATB am ehesten zwischen Dream House, Trance, Ambient und Pop. Seine Musikproduktionen sind schwer einem bestimmten Genre zuzuordnen, aber auf jeden Fall im elektronischen Bereich angesiedelt.

1999 war Tanneberger an dem internationalen Dance-Projekt „United Deejays For Central America“ neben Jan Wayne, DJ Sakin & Friends, DJ Tomcraft, Hypertrophy, Kai Tracid, Kosmonova, Marc Et Claude, Moguai, Oliver Momm, Piet Blank & Jaspa Jones, Phil Fuldner, Red 5, Sash!, Woody van Eyden beteiligt, die als Benefizprojekt Spenden für die Opfer des Hurrikan Mitch sammelten.[2] 2002 verklagte er aufgrund der Verwechslungsgefahr die deutsche Eurodance-Band ATC wegen ihres Namens; den Rechtsstreit gewann Tanneberger, die Band löste sich unter längerem Namen („A Touch of Class“) bereits ein Jahr später ganz auf.

ATB bei der citymoves@Universiteit Twente, 2008
ATB auf der Winterworld 2014

ATB war neben Sequential One auch am Projekt Trance Allstars beteiligt, ein Zusammenschluss verschiedener deutscher Danceacts, der Coverversionen von älteren Dance-Titeln veröffentlichte.

2002 und 2004 war er u.a. neben den DJ's Slobodan Petrović, Axel Konrad Claus Terhoeven, DJ Sammy, Dominik De León, Jan Wayne, Jens Jordan, Jens Kindervater, Markus Gardeweg, Piet Blank, Ramon Roelofs, Roger P. Shah, Scooter, Shaun Baker, Silvy de Bie, Stefan Bossems, Sven Gruhnwald, Thomas Fenske, Tommy Schleh, Woody van Eyden und Wout van Dessel an dem Benefizprojekt Dance United beteiligt, die mit den Singles Reach Out und Help Asia!, Spenden für die Hochwasser in Mitteleuropa 2002 und dem Tsunami vom 26. Dezember 2004 sammelten.[3]

André Tanneberger lebt und arbeitet in Witten.

Über Facebook kündigte Tanneberger am 10. Februar 2017 sein 10. Studio-Album an. Es trägt den Titel „neXt“ und wird am 21. April 2017 als Doppel-CD sowie Vinyl erscheinen.[4]

Nominierungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ATB (2010)
  • 2000: „1Live-Krone“ in der Kategorie „Bester Dance Act“.
  • 2002: Echo-Nominierung in der Kategorie „Bester Dance-Act“ für Let U Go.
  • 2003: Echo-Nominierung in der Kategorie „Bester Dance-Act“ für I Don't Wanna Stop.
  • 2004: Die Single Marrakech wird Titelsong des Hollywoodstreifens Mindhunters.
  • 2004: Mit www.atb-music.com Preis für die beste Homepage beim DJ Meeting.
  • 2005: Nominierung für die „1Live-Krone“ in der Kategorie „Bester Künstler“.
  • 2005: Grammy-Nominierung in zwei Kategorien (ATB - Ecstasy und Madelin Zero - A Perfect Day to Lose).
  • 2005: ATB wird bei einer Umfrage des kanadischen Internet-Projekts „Tranceaddict“ auf Platz 24 der beliebtesten 100 DJs weltweit gewählt.
  • 2005: Wahl in die Top10 des Top100 DJ-Votings des englischen DJ-Magazins DJmag.
  • 2006: Platz 13 beim Top100 DJ-Voting von DJmag.
  • 2007: Eska Music Award in Polen.
  • 2007: Platz 26 beim Top100 DJ-Voting von DJmag.
  • 2008: Platz 25 beim Top100 DJ-Voting von DJmag.
  • 2009: Nominierung in 3 Kategorien bei den „International Dance Music Awards“ (Best European DJ, Best Global DJ und Best Full Length DJ Mix)
  • 2009: ATB erreicht beim Top100 DJ-Voting von DJmag Platz 11.
  • 2010: Platz 11 beim Top100 DJ-Voting von DJmag.
  • 2011: Platz 15 beim Top100 DJ-Voting von DJmag.
  • 2012: Platz 21 beim Top100 DJ-Voting von DJmag.
  • 2013: Platz 33 beim Top100 DJ-Voting von DJmag.
  • 2014: Platz 58 beim Top100 DJ-Voting von DJmag.
  • 2015: Platz 82 beim Top100 DJ-Voting von DJmag.
  • 2016: Platz 61 beim Top100 DJ-Voting von DJmag.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: ATB (DJ)/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK
1999 Movin’ Melodies 38
(3 Wo.)
32 Silber
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. April 1999
Verkäufe: + 60.000
2000 Two Worlds 45
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. November 2000
2002 Dedicated 10
(16 Wo.)
63
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Januar 2002
Verkäufe: + 3.000
2003 Addicted to Music 8
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. April 2003
2004 No Silence 11
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Mai 2004
2007 Trilogy 18
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. April 2007
Verkäufe: + 30.000
2009 Future Memories 12
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Mai 2009
Verkäufe: + 20.000
2011 Distant Earth 7
(6 Wo.)
37
(1 Wo.)
60
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. April 2011
Verkäufe: + 10.000
2014 Contact 5
(4 Wo.)
29
(1 Wo.)
44
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Januar 2014
2017 neXt 14
(2 Wo.)
42
(1 Wo.)
55
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. April 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: ATB – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Tim Hofmann: Der Weltstar aus Brand-Erbisdorf. In: Freie Presse. 29. Januar 2014.
  2. United Deejays For Central America - Discogs, abgerufen am 11. Juni 2013
  3. Dance United - Discogs.com, abgerufen am 11. Juni 2013
  4. Zehntes Album "neXt" (2017) angekündigt. 1. April 2017; abgerufen am 17. Februar 2017.