ATOS-Trio

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Das ATOS-Trio bei ihrer Probe für das Konzert in Hamburg im Januar 2014

Das ATOS Trio ist ein deutsches Klaviertrio, welches im Jahr 2003 gegründet wurde und seitdem in unveränderter Besetzung spielt.

Der Name ATOS steht für Annette – ThOmas – Stefan, die Mitglieder des Trios. Das Trio lebt in Berlin, wo es eine eigene Konzertreihe im Neuköllner „Heimathafen“ eingerichtet hat.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Annette von Hehn (* 1978 in Kiel) erhielt ihren ersten Violinunterricht im Alter von vier Jahren. Von 1996 bis 2000 studierte sie an der New Yorker Juilliard School bei Dorothy DeLay und Itzhak Perlman. Nach erfolgreichem Abschluss ging sie nach Berlin, wo sie in der Soloklasse von Professor Ilan Gronich ein Aufbaustudium für Solisten absolvierte, welches sie im Jahr 2003 „Mit Auszeichnung“ abschloss. Von 2001 bis 2003 war sie Stipendiatin der Orchesterakademie des Berliner Philharmonischen Orchesters. Im Jahr 2001 gewann sie den Internationalen Musikwettbewerb der ARD im Fach Violine. Sie spielt auf der Stradivari von Yfrah Neaman, die ihr von der Familie Neaman zur Verfügung gestellt wird.

Stefan Heinemeyer (* 1980 in Berlin) erhielt ebenfalls mit vier Jahren seinen ersten Violoncellounterricht. Seine Lehrerin war Friederike Bauer–Eschen. Er setzte seine musikalische Ausbildung als Jungstudent an der Hochschule der Künste Berlin in der Klasse von Markus Nyikos fort, bei dem er im Jahr 1998 sein Hauptstudium aufnahm. Von 1997 bis 1998 wurde er von Stanislav Apolín in Prag unterrichtet. Durch Meisterkurse u. a. bei Arto Noras, Zara Nelsova und György Sebok vertiefte er seine musikalische Ausbildung. Schon früh errang Heinemeyer zahlreiche Preise renommierter nationaler und internationaler Wettbewerbe sowohl in der Solo- als auch in der Kammermusikwertung. Im Jahr 1996 gewann er beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ einen Ersten Preis in der Wertung „Violoncello solo“ und erwarb zusätzlich einen Preis in der Sonderwertung „Zeitgenössische Musik“. Außerdem gewann er Preise und Auszeichnungen bei den Wettbewerben „Roberto Caruana“ (1999) in Mailand und beim Concorso Internazionale di Esecuzione Musicale Provincia di Caltanissetta (2000), wo ihm als Mitglied des Schickedanz-Quartetts der Sonderpreis für die Interpretation des Streichquartetts von E. Krenek zuerkannt wurde. Beim 36. Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen 2001 errang er den Ersten Preis. Konzertreisen führten ihn durch Europa, Amerika, Japan und nach Korea.

Thomas Hoppe wurde in Bad Kreuznach geboren und war Jungstudent am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz als Schüler von Agathe Wanek. Im Jahr 1993 ging er in die Vereinigten Staaten, um bei Lee Luvisi zu studieren. Im Mai 2001 beendete er seine Studien an der Juilliard School of Music in New York City, wo er sich auf Lied- und Instrumentalbegleitung spezialisierte. Über Jahre hinweg war er Studiobegleiter für Dorothy Delay. Auf Einladung von Itzhak Perlman arbeitete er ab 2001 als Fakultätsmitglied und "staff pianist" bei Perlman´s Sommerfestival PMP.

Hoppe lebt mit seiner Familie seit 2002 in Berlin und wirkt an der Hochschule für Musik Hanns Eisler als künstlerischer Mitarbeiter. Darüber hinaus arbeitet er als offizieller Klavierpartner bei verschiedenen internationalen Wettbewerben (ARD München, Indianapolis Violin, Queen Elizabeth Brüssel, Joseph Joachim Hannover, Rostal Berlin). Er unterrichtete Meisterkurse in Klavierbegleitung und Kammermusik in England, Australien, China, Chile und den Vereinigten Staaten. Er konzertiert regelmäßig in Europa und den Vereinigten Staaten, und war als Kammermusikpartner von Itzhak Perlman, Joshua Bell, Antje Weithaas, Marie-Luise Neunecker, Alban Gerhardt, Jens Peter Mainz, Nils Mönkemeyer, Tabea Zimmermann, Mihaela Martin und Frans Helmerson zu hören. Er trat u. a. in Tsuda Hall Tokyo, der Philharmonie Berlin, Wigmore Hall London, Concertgebouw Amsterdam und Carnegie Hall in New York City auf.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Beethoven - Brahms – Kirchner - Leon Kirchner (1919–2009): Trio for Violin, Cello and Piano - Ludwig van Beethoven: Klaviertrio Es-Dur op. 1 Nr. 1 - Johannes Brahms: Klaviertrio C-Dur op. 87
  • 2008: Heinrich von Herzogenberg(1843–1900): Zwei Klaviertrios - Piano Trio No.1 in c-minor, op.24 - Piano Trio No.2 in d-minor, op.36
  • 2009: Beethoven – Schubert – Schumann - Ludwig van Beethoven: Trio in Eb-Major, op.70 No.2 - Franz Schubert: Adagio in Eb-Major, op. 148, D 897 - Robert Schumann: Piano Trio No.3 in g-minor, op.110
  • 2010: Josef Suk (1874–1935) - Klaviertrio c-moll op. 2 - Vier Stücke für Violine und Klavier op. 17 - Elegie für Klaviertrio Des-Dur op. 23 - Ballade und Serenade op. 3 - Klavierquartett a-moll op. 1
  • 2011: Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio op. 49 in D-Moll - Klaviertrio op. 66 in C-Moll
  • 2013: the french album - debussy/chaminade/boulanger/françaix - Cécile Chaminade: Trio Nr.2 in a-moll, op.34 - Jean Françaix: Klaviertrio (1986) - Claude Debussy: Klaviertrio in G-Dur (1880) - Lili Boulanger: D‘un matin de printemps für Klaviertrio [1]
  • 2014: the russian album - rachmaninoff/arensky/schostakowitsch -

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]