A Canção de Lisboa

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Filmdaten
OriginaltitelA Canção de Lisboa
ProduktionslandPortugal
OriginalsprachePortugiesisch
Erscheinungsjahr1933
Länge85 Minuten
Stab
RegieJosé Ângelo Cottinelli Telmo
DrehbuchJosé Ângelo Cottinelli Telmo
ProduktionJoão Ortigão Ramos
MusikRaúl Portela
Jaime Silva Filho
KameraHenri Barreyre
César de Sá
Octávio Bobone
SchnittTonka Taldy
José Ângelo Cottineli Telmo
Besetzung

A Canção de Lisboa (dt.: Das Lied von Lissabon) ist eine portugiesische Filmkomödie aus dem Jahr 1933.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alice (Beatriz Costa) und Vasco (Vasco Santana)
Szene mit Alice und ihrem Vater (António Silva, rechts)
Vasco Santana in seiner Filmszene im Zoo

Der Lissaboner Student Vasco Leitão lebt von den Geldzuwendungen seiner Tanten aus der weit entfernten Trás-os-Montes-Region. Diese unterstützen ihren Neffen in dem Glauben, er sei ein fleißiger Medizinstudent. Vasco jedoch hält sich lieber in der Nähe hübscher junger Damen der Nachbarschaft auf, insbesondere der von Alice. Ihr Vater, der Schneider Caetano, missbilligt diese Liebelei jedoch angesichts der prekären finanziellen Verhältnisse und des Lebenswandels Vascos.

Das unbeschwerte Leben Vascos scheint ein Ende zu nehmen, als er bei den Abschlussprüfungen durchfällt und am gleichen Tag einen Brief seiner Tanten erhält, die erstmals in die Hauptstadt reisen wollen, um ihn zu besuchen.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film der Tóbis Portuguesa-Filmgesellschaft wurde beworben als erster portugiesischer Film aus vollständig portugiesischer Produktion. Der erste Tonfilm des Landes war zuvor Maria Severa im Jahr 1931.

Der als unbeschwerte Komödie angelegte Film ist bis heute einer der populärsten Vertreter des Portugiesischen Kinos der 1930er und 40er Jahre, dessen Hochphase er einleitete. Insbesondere die vom Revuetheater bekannten Schauspieler Vasco Santana, Beatriz Costa und António Silva machten den Film zum Erfolg und wurden ihrerseits in der Folge zu erfolgreichen und bis heute populären Schauspielern. Auch die Betonung von typischen Motiven der traditionellen Viertel Lissabons in Szenendekor und Liedern, zusammen mit einer Reihe komischer Szenen und Dialoge, machten den Film zum Erfolg.[1][2] Der heute bekannte Regisseur Manoel de Oliveira hatte hier in einer Nebenrolle eine seiner anfänglichen Schauspielrollen.

Der Film wurde mehrmals im öffentlich-rechtlichen Fernsehen RTP gezeigt und, nach Restauration durch die Cinemateca Portuguesa, mehrmals von Lusomundo wiederveröffentlicht, erst als VHS-Kassette, und seit 2001 mehrmals als DVD.

2005 inszenierte Filipe La Féria auf Basis des Films ein gleichnamiges Musical am Lissabonner Teatro Politeama,[3] das 2008 erstmals auch im RTP-Fernsehen gezeigt wurde.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.amordeperdicao.pt (Memento des Originals vom 30. September 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.amordeperdicao.pt, abgerufen am 25. Dezember 2012
  2. A. Murtinheira/I. Metzeltin: Geschichte des portugiesischen Kinos. 1. Auflage, Praesens Verlag, Wien 2010, Seite 44f (ISBN 978-3-7069-0590-9)
  3. www.diariodigital.sapo.pt, abgerufen am 25. Dezember 2012
  4. www.imdb.de, abgerufen am 25. Dezember 2012