A Taste of Honey (Band)

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A Taste of Honey war eine Grammy-prämierte amerikanische Disco-Band, die 1978 mit Boogie Ooogie Oogie einen der größten Erfolge der Disco-Zeit verzeichnete. Erst drei Jahre später gelang mit der Ballade Sukiyaki ein ähnlicher. 1983 brach die Band auseinander.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde die Gruppe bereits 1972 in Los Angeles. Um die Gründer Janice Marie Johnson und Perry Kibble formierten sich bis 1978 immer wieder andere Mitglieder, als unerwartet der große Erfolg eintrat. Der selbstgeschriebene Song Boogie Oogie Oogie vom Debütalbum A Taste of Honey passte genau in die Zeit der damaligen Disco-Welle und stand drei Wochen an der Spitze der amerikanischen Hitparade. Die Gruppe erhielt Platin für die Single sowie das dazugehörige Album und war die erste schwarze Band, die einen Grammy als „Best New Artist“ erhielt. Die Auszeichnung wurde in der Presse teils kontrovers besprochen, da die ebenfalls nominierten Rock-Acts The Cars und Elvis Costello als weitaus höher favorisiert eingestuft wurden.[1]

Die Nachfolge-Single Disco Dancin’ floppte dagegen. Besser lief es 1979 mit Do It Good vom zweiten Album Another Taste – immerhin Platz 79 in den USA und Platz 13 in der R&B-Hitliste. Ferner ging A Taste of Honey auf Tour mit Künstlern wie The Commodores, The Isley Brothers und Betty Wright.

1980 blieben nur noch Johnson und Hazel Payne als Duo zurück. Die beiden schafften 1981 mit einer Coverversion von Kyu Sakamotos Sukiyaki wieder einen großen Hit in den USA. Diese neue Fassung hatte gegenüber dem Original jedoch einen völlig neuen Text. Das letzte Album von A Taste of Honey stammt aus dem Jahr 1982. Es enthielt auch den letzten in den Hot 100 platztierten Hit I’ll Try Something New, eine Coverversion eines Liedes von Smokey Robinson & the Miracles. Danach trennte sich A Taste of Honey. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Formation insgesamt acht Hits in den R&B-Charts platziert.

1984 veröffentlichte Janice ihr erstes Soloalbum One Taste of Honey, aus dem die Single Love Me Tonite ausgekoppelt wurde. Der Song erreichte einen bescheidenen Platz 67 in den R&B-Charts. Ein weiteres Soloalbum erschien erst 2000 (Hiatus of the Heart), gefolgt von einer Single im Jahre 2002 (Until the Eagle Falls). Johnson, eine Stockbridge-Munsee-Mohican, wurde dafür noch im gleichen Jahr mit dem Native American Music Award als Best Producer ausgezeichnet und 2008 wurde sie in die NAMA Hall of Fame aufgenommen.

Perry Kibble (Keyboard) starb im Februar 1999 an den Folgen eines Herzfehlers.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1978 A Taste of Honey 6
(? Wo.)
2
(? Wo.)
US: Platin
Produzenten: Fonce Mizell, Larry Mizell
1979 Another Taste 59
(? Wo.)
26
(? Wo.)
Produzenten: Larry Mizell, Fonce Mizell
1981 Twice as Sweet 36
(? Wo.)
12
(? Wo.)
Produzent: George Duke
1982 Ladies of the Eighties 73
(? Wo.)
14
(? Wo.)
Produzent: Al McKay

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1984: Golden Honey
  • 1990: Anthology (Past Masters II)
  • 1995: Anthology
  • 1997: Beauty & the Boogie
  • 2002: Back to Back Hits
  • 2002: Classic Masters
  • 2004: Best of a Taste of Honey
  • 2010: Divas of Disco – Live (inkl. Tracks von Ce Ce Peniston, Thelma Houston, Linda Clifford und France Joli)

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[2][3] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1978 Boogie Oogie Oogie
A Taste of Honey
40
(3 Wo.)
3
(20 Wo.)
1
(? Wo.)
1
(? Wo.)
US: Platin
Autoren: Janice M. Johnson, Perry Kibble
1979 Do It Good
Another Taste
79
(4 Wo.)
13
(? Wo.)
Autoren: Janice M. Johnson, Perry Kibble
1979 Disco Dancin’
A Taste of Honey
69
(? Wo.)
Autoren: Allan Barnes, John Malone
1980 Rescue Me
Twice as Sweet
16
(? Wo.)
Autoren: Byron Miller, Janice M. Johnson, Roland Bautista
1980 I’m Talkin’ ’Bout You
Twice as Sweet
64
(? Wo.)
Autoren: George Duke, Janice M. Johnson
1981 Sukiyaki
Twice as Sweet
3
(24 Wo.)
1
(? Wo.)
US: Gold
Autoren: Hachidai Nakamura, Rokusuke Ei
Original: Kyū SakamotoUe o muite aruk, 1961
1982 I’ll Try Something New
Ladies of the Eighties
41
(10 Wo.)
9
(? Wo.)
Autor: William Robinson
Original: Diana Ross and the Supremes
& The Temptations, 1969
1982 We’ve Got the Groove
Ladies of the Eighties
75
(? Wo.)
Autoren: Al McKay, Janice M. Johnson

weitere Singles

  • 1978: Distant
  • 1978: You’re in Good Hands
  • 1979: Race
  • 1979: Take the Boogae or Leave It
  • 1979: She’s a Dancer
  • 1982: Sayonara

Quellen[Bearbeiten]

  1. 20 Strangest Best New Artist Grammy Wins, rollingstone.com, abgerufen am 3. März 2014
  2. a b Chartquellen: Singles UK US
  3. a b Gold-/Platin-Datenbank US

Weblinks[Bearbeiten]