A Tribe Called Quest

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A Tribe Called Quest
A Tribe Called Quest (2009)
A Tribe Called Quest (2009)
Allgemeine Informationen
Herkunft Queens, New York City, Vereinigte Staaten
Genre(s) Alternative Hip-Hop, Jazz-Rap
Gründung 1985, 2006
Auflösung 1998, 2017
Website www.atribecalledquest.com
Gründungsmitglieder
Q-Tip
MC
Phife Dawg († 2016)
DJ, Produzent
Ali Shaheed Muhammad
MC
Jarobi White (1985–1991, 2010, 2016)

A Tribe Called Quest war eine US-amerikanische Hip-Hop-Gruppe, welche den Genres Alternative Hip-Hop und Jazz-Rap zugerechnet wird. Die Band wurde 1985 gegründet[1], 1998 aufgelöst und war von 2006 bis 2017 sporadisch wieder aktiv. Die Mitglieder der Gruppe waren die MCs Q-Tip, Phife Dawg († 2016) und Jarobi White sowie der DJ und Produzent Ali Shaheed Muhammad. 2013 löste sich die Band erneut auf.[2] Im November 2016 ist das sechste und letzte Album der Band erschienen.[3] Im September 2017 gab Q-Tip bekannt, dass der Auftritt auf dem Bestival der letzte der Gruppe sein werde.[4]

A Tribe Called Quest galt durch die teils philosophischen, teils sozialkritischen Texte sowie durch die häufig aus Jazz-Samples (Jazz-Rap) arrangierten Stücke als eine der für Fans des Eastcoastsounds bevorzugten Hip-Hop-Gruppen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

A Tribe Called Quest (2006)

Q-Tip und Phife wuchsen in Queens auf und lernten sich in jungen Jahren in der Kirche kennen. Ihre gemeinsame Herkunft thematisieren A Tribe Called Quest unter anderem in dem Song Check the Rhime auf ihrem zweiten Album The Low End Theory. Später lernten Q-Tip und Phife in der High School Ali Shaheed Muhammad kennen. Auf dieselbe Schule gingen auch die Jungle Brothers, eine Hip-Hop-Band, die gleichfalls später zur Native Tongue Family gehörte. Durch ein Bandmitglied der Jungle Brothers wurden sie mit DJ Red Alert bekannt, der ihnen zum Durchbruch helfen sollte. Die Jungle Brothers waren es auch, die den Namen A Tribe Called Quest geprägt haben, nachdem die Band sich zuvor lediglich als Quest bezeichnete. Die Native Tongues gehörten der Afrocentricity-Bewegung an und verbreiteten deren Gedanken, dass sich jeder Afroamerikaner seines Erbes besinnen soll.

Im August 1989 erschien die erste Single Description of a Fool auf einem kleinen Musik-Label. Zuvor hatte Q-Tip auf einigen Tracks von De La Souls LP 3 Feet High and Rising und auf Deee-Lites Groove Is In The Heart mitgewirkt.

1989 gingen A Tribe Called Quest zu Jive Records und veröffentlichten im gleichen Jahr ihr erstes Album People’s Instinctive Travels and the Paths of Rhythm. 1990 landeten sie einen Hit mit dem Song Bonita Applebum. Auf The Low End Theory bekamen sie Unterstützung von Bassist Ron Carter, der schon mit Miles Davis und John Coltrane gespielt hatte. 2003 schloss sich A Tribe Called Quest wieder zusammen; eine Single erschien und ein Album wurde angekündigt.

Im Jahr 2011 wurde der Dokumentarfilm Beats, Rhymes & Life: The Travels of a Tribe Called Quest veröffentlicht, der die Geschichte der Band von der Gründung bis zur Reunion-Tour im Jahr 2008 zeigt. Regie führte der Schauspieler Michael Rapaport.[5]

Im November 2016 wurde das Album We got it from Here... Thank You 4 Your service veröffentlicht. Phife Dawg verstarb kurz vor der Fertigstellung des Albums an einer Diabeteserkrankung.[6]

Nach dem Auftritt beim Bestival 2017 löste sich die Gruppe auf.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7][8] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1990 People’s Instinctive Travels and the Paths of Rhythm 54
(2 Wo.)
91 Gold
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. April 1990
Verkäufe US: + 500.000
1991 The Low End Theory 58
(1 Wo.)
45 Platin
(51 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. September 1991
Verkäufe US: + 1.000.000
1993 Midnight Marauders 70
(1 Wo.)
8 Platin
(30 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. November 1993
Verkäufe US: + 1.000.000
1996 Beats, Rhymes and Life 28
(4 Wo.)
1 Platin
(16 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Juli 1996
Verkäufe US: + 1.000.000
1998 The Love Movement 36
(3 Wo.)
38
(2 Wo.)
3 Gold
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. September 1998
Verkäufe US: + 500.000
2016 We Got It from Here… Thank You 4 Your Service 14
(6 Wo.)
18
(3 Wo.)
12
(11 Wo.)
24
(4 Wo.)
1 Gold
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. November 2016
Verkäufe US: + 500.000

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7][8] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1992 Revised Quest for the Seasoned Traveler Erstveröffentlichung: 1992
1999 The Anthology 81
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 1999
2003 Hits, Rarities & Remixes 190
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Juni 2003
2006 The Lost Tribes Erstveröffentlichung: 15. März 2006
2008 The Best of A Tribe Called Quest Erstveröffentlichung: 1. April 2008

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: A Tribe Called Quest EP

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[7][8] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1990 Bonita Applebum
People’s Instinctive Travels and the Paths of Rhythm
47
(3 Wo.)
1991 Can I Kick It?
People’s Instinctive Travels and the Paths of Rhythm
15
(7 Wo.)
I Left My Wallet in El Segundo
People’s Instinctive Remixes
86
(1 Wo.)
Remix von Norman Cook
1992 Scenario
The Low End Theory
57
(15 Wo.)
feat. Leaders of the New School
1993 Award Tour
Midnight Marauders
47
(18 Wo.)
1994 Electric Relaxation
Midnight Marauders
65
(9 Wo.)
Oh My God
Midnight Marauders
81
(2 Wo.)
feat. Busta Rhymes
1996 1nce Again
Beats, Rhymes and Life
34
(2 Wo.)
Stressed Out
Beats, Rhymes and Life
33
(2 Wo.)
feat. Faith Evans
1997 Rumble in the Jungle
When We Were Kings (Soundtrack)
85
(1 Wo.)
3
(12 Wo.)
mit Fugees, Busta Rhymes und John Forté
Jam
Beats, Rhymes and Life
61
(1 Wo.)
1998 Find a Way
The Love Movement
41
(2 Wo.)
71
(7 Wo.)
2016 We the People…
We Got It from Here… Thank You 4 Your Service
77
(1 Wo.)

weitere Singles

  • 1989: Description of a Fool
  • 1990: I Left My Wallet in El Segundo
  • 1991: Check the Rhime
  • 1991: Jazz (We’ve Got)
  • 1992: Luck of Lucien (Tom and Jerry Remix)
  • 1992: Can I Kick It? (Boilerhouse Remix)
  • 1992: Hot Sex
  • 1998: Like It Like That

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 1996: für das Album „People’s Instinctive Travels and the Paths of Rhythm“
    • 1998: für das Album „The Love Movement“
    • 2017: für das Album „We Got It from Here… Thank You 4 Your Service“

Platin-Schallplatte

  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
    • 1995: für das Album „Midnight Marauders“
    • 1995: für das Album „The Low End Theory“
    • 1998: für das Album „Beats, Rhymes and Life“
Land Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Quellen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 3 3 riaa.com
Insgesamt 3 3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: A Tribe Called Quest – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. A Tribe Called Quest. In: atribecalledquest.com. Abgerufen am 21. November 2016.
  2. A Tribe Called Quest to Disband After Two More Concerts auf Rolling Stone.com, abgerufen am 5. September 2015
  3. A Tribe Called Quest kündigen letztes Album an auf Musikexpress.de, abgerufen am 30. Oktober 2016
  4. Q-Tip Confirms ‘Last Show as A Tribe Called Quest Ever’ At Bestival Performance. 10. September 2017, abgerufen am 22. September 2017 (englisch).
  5. Daniel Sander: Fette Beats, böses Blut, Artikel vom 7. Juni 2012 auf Spiegel.de, abgerufen am 7. Juni 2012.
  6. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: Abgehört - neue Musik: Mit dem Tribe gegen Trump. In: SPIEGEL ONLINE. Abgerufen am 18. November 2016.
  7. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US
  8. a b c Auszeichnungen für Musikverkäufe: US