Aach (Hegau)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Aach
Aach (Hegau)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Aach hervorgehoben
Koordinaten: 47° 51′ N, 8° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Konstanz
Höhe: 545 m ü. NHN
Fläche: 10,68 km2
Einwohner: 2270 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 213 Einwohner je km2
Postleitzahl: 78267
Vorwahl: 07774
Kfz-Kennzeichen: KN
Gemeindeschlüssel: 08 3 35 001
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 16
78267 Aach
Webpräsenz: www.aach.de
Bürgermeister: Manfred Ossola
Lage der Stadt Aach im Landkreis Konstanz
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Über dieses Bild

Aach (Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache?/i) ist eine Kleinstadt im baden-württembergischen Landkreis Konstanz in Deutschland.

Zur Stadt Aach gehören keine weiteren Ortschaften. Sie ist bekannt durch den Aachtopf, die stärkste Quelle Deutschlands.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadt Aach. Ansicht von Süden.

Aach liegt im Hegau, einer vulkanisch geprägten Landschaft zwischen Bodensee und dem Schweizer Kanton Schaffhausen. Nördlich schließt sich hinter der Oberen Donau die Schwäbische Alb an. Wenige Kilometer östlich bzw. südöstlich liegen die Bodensee-Arme Überlinger See und Zeller See. Die Grenze zur Schweiz ist im Südosten etwa 14 Kilometer entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt grenzt im Norden an Eigeltingen, im Osten an Orsingen-Nenzingen, im Süden an Volkertshausen und im Westen an Mühlhausen-Ehingen.

Flächennutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt die Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung jeweils zum 31. Dezember des angegebenen Jahres:

Flächennutzung[2] 1988 2000 2010
Landwirtschaftsfläche 50,7 % 47,9 % 42,6 %
Waldfläche 40,4 % 40,7 % 41,8 %
Siedlungs- und Verkehrsfläche 7,9 % 10,6 % 13,2 %
Wasserfläche 0,7 % 0,6 % 1,1 %
übrige Nutzungsarten 0,3 % 0,2 % 1,3 %

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aach auf einer Karte der Grafschaft Nellenburg aus dem 18. Jahrhundert

Aach wurde im Jahre 1100 erstmals urkundlich erwähnt. Damals lag das heutige Stadtgebiet im Herzogtum Schwaben. Aus dem Jahr 1150 ist der Name Oppidum Ach in Hegovia bezeugt. Die Grundherrschaft gelangte um 1200 von den Herren von Aach an das Hochstift Konstanz. Das Stadtrecht wurde Aach 1283 durch König Rudolf I. verliehen. Aach blieb für die nächsten Jahrhunderte Teil von Vorderösterreich. 1465 kaufte das Haus Habsburg die Landgrafschaft Nellenburg, in der die Stadt lag.[3]

Im Jahr 1499 wurde in der Region im Schwabenkrieg – zwischen dem Schwäbischen Bund und der Schweiz – um die Vorherrschaft gekämpft.

Nur 26 Jahre später, im Jahr 1525, war Aach Schauplatz im Deutschen Bauernkrieg: Der Hegauer Adel floh vor aufständischen Bauern in die Stadt, woraufhin diese von den Aufständischen besetzt wurde. Bereits im September des Jahres waren die Aufstände jedoch niedergeschlagen.

Am 25. März 1799 fanden hier Gefechte zwischen den Österreichern unter Erzherzog Karl und Franzosen unter Jourdan in den Koalitionskriegen statt. Nach der Niederlage Österreichs im Dritten Koalitionskrieg kam Aach zunächst 1806 zu Württemberg, 1810 nach erneuter Gebietsänderung schließlich zum Großherzogtum Baden. Dort gehörte die Stadt lange zum Landkreis Stockach und kam bei der Kreisreform 1973 zum Landkreis Konstanz.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Aach hat 2.270 Einwohner. Das Bevölkerungswachstum war vor allem von 1987 bis 2005 sehr stark, die Einwohnerzahl erhöhte sich in diesem Zeitraum um insgesamt 61 Prozent bzw. um jährlich durchschnittlich 2,7 Prozent. Seit dem Jahresende 2005 bleibt die Bevölkerung relativ konstant. Der Ausländeranteil liegt mit 9,7 Prozent unter dem Wert des Landkreises Konstanz (13,9 Prozent).

Entwicklung der Einwohnerzahl:[4]

1871−1961, 1970 und 1987: Volkszählungsergebnisse; Rest: Fortschreibungen des Bevölkerungsstands zum 31. Dezember des Jahres

Entwicklung des Ausländeranteils:[4]

1961 und 1970: Volkszählungsergebnisse; Rest: Fortschreibungen des Bevölkerungsstands zum 31. Dezember des Jahres

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt gehört wie Mühlhausen-Ehingen der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Engen an.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 ergab sich die folgende Sitzverteilung[5]. Die Wahlbeteiligung lag bei 51,1 % (2009: 52,0 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partei Stimmen Sitze Ergebnis 2009
CDU 40,5 % 4 23,9 %, 2 Sitze
Freie Wähler 30,0 % 3 42,3 %, 5 Sitze
SPD 23,8 % 2 24,5 %, 2 Sitze
FDP 5,6 % 1 9,3 %, 1 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aacher Bürgermeister ist hauptamtlicher Beamter auf Zeit. Am 6. Dezember 2001 begann die erste Amtsperiode von Severin Graf, der im Jahr 2009 wiedergewählt wurde. Die Amtszeit von Severin Graf endete am 5. Dezember 2017. An der Bürgermeisterwahl am 24. September 2017 erreichte der einzige Kandidat Manfred Ossola 97,42 % der abgegebenen Stimmen, bei einer Wahlbeteiligung von 70,4 %. Seine Amtseinführung war in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 6. Dezember 2017.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot ein doppelgeschwänzter goldener Löwe mit drei zwischen den Pranken verteilten sechsstrahligen silbernen Sternen.“ Die Aacher Stadtfarben sind Weiß-Rot.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alter Turm von Aach
Der Aachtopf

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtgebiet von Aach befindet sich der Aachtopf, die stärkste Quelle Deutschlands. Der Aachtopf ist die Quelle der in den Bodensee mündenden Radolfzeller Aach. Sie wird vom Wasser der Donau gespeist, das in Richtung Norden etwa zwölf Kilometer (Luftlinie) von der Aachquelle entfernt zwischen Immendingen und Fridingen im verkarsteten Kalkgestein des Weißen Jura versickert (Donauversickerung) und hier mit durchschnittlich 8.300 l/s (Minimum 1.300 l/s, Maximum 24.100 l/s) Schüttung austritt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt Aach sind verschiedene Gewerbebetriebe ansässig, zum Großteil in einem interkommunalen Gewerbegebiet mit der Gemeinde Volkertshausen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Aach gibt es eine öffentliche Grundschule mit 91 Schülern. Die öffentliche Hauptschule wurde im Sommer 2010 geschlossen, nachdem diese Schule im letzten Schuljahr nur noch von 13 Schülern besucht wurde. In Aach gibt es zudem einen Kindergarten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste Bahnhof liegt fünf Kilometer entfernt in Mühlhausen-Ehingen. Anschluss an Fernzüge hat man vom zwölf Kilometer entfernten Singen oder vom sechs Kilometer entfernten Bahnhof in Engen.

Busverbindungen gehen nach Singen, Stockach und in Richtung Engen.

Aach liegt unweit des Autobahnkreuzes Hegau. Über die Bundesautobahn 81, die Bundesautobahn 98 sowie die zweispurige Bundesstraße 33 bestehen schnelle Verbindungen in alle Richtungen. Die Stadt liegt außerdem an der Bundesstraße 31 (Freiburg im BreisgauFriedrichshafen).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Mettler (* 1968), Spieleentwickler und Spieleautor, Geburtsort
  • Thomas Rid (* 1975), Politikwissenschaftler und Sachbuchautor

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der alphabetischen Auflistung aller deutschen Städte steht Aach an erster Stelle.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aach (Hegau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Aach (Hegau) – Reiseführer
 Wiktionary: Aach – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Struktur- und Regionaldatenbank, abgerufen am 12. Februar 2012.
  3. Heinrich Gottfried Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, Seite 1
  4. a b Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Struktur- und Regionaldatenbank, abgerufen am 12. Juni 2018.
  5. Endgültiges Wahlergebnis beim Statistischen Landesamt Baden-Württemberg@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistik.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. - abgerufen am 16. Juli 2015.