Aach (bei Trier)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Aach (bei Trier)
Aach (bei Trier)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Aach (bei Trier) hervorgehoben
Koordinaten: 49° 47′ N, 6° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Trier-Land
Höhe: 271 m ü. NHN
Fläche: 6,95 km2
Einwohner: 1128 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54298
Vorwahl: 0651
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 001
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Gartenfeldstraße 12
54295 Trier
Webpräsenz: www.gemeinde-aach.de
Ortsbürgermeisterin: Claudia Thielen
Lage der Ortsgemeinde Aach (bei Trier) im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild

Aach (Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache?/i) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Trier-Land an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Aach liegt am Rande des Stadtgebiets von Trier, ca. sechs Kilometer nördlich der Stadtmitte und gehört geographisch zur Südeifel.

Ortsteile sind der Hauptort Aach, die Ortschaften Hohensonne und Wehrborn sowie der östlich der Bundesstraße 51 gelegene Teil von Neuhaus. Der westliche Teil von Neuhaus gehört zur Ortsgemeinde Trierweiler. Aach hat mit seinen Ortsteilen insgesamt rund 1100 Einwohner.

Nachbargemeinden sind Newel, Ralingen und Trierweiler.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf eine frühe Besiedlung weisen bronzezeitliche und römische Funde hin. Erstmals erwähnt wurde Aach im Jahre 953 unter dem Namen Aquacuum. Obwohl das Dorf in der Nähe Triers lag, war es nicht Teil des Kurfürstentums Trier, sondern gehörte als reichsfreie Herrschaft dem Trierer Benediktinerinnenkloster St. Irminen, wovon heute noch ein barocker Stiftshof aus dem Jahr 1752 zeugt. Die Reichsfreiheit hatte zur Folge, dass sich hier im 16. Jahrhundert nach ihrer Vertreibung aus Trier viele Juden ansiedelten, wovon heute noch eine 1860 erbaute Synagoge und ein Judenfriedhof zeugen. Einige Aacher jüdischer Herkunft konnten nach der sogenannten Machtergreifung der Nationalsozialisten rechtzeitig emigrieren, aber 14 von ihnen wurden deportiert und ermordet, darunter das Kind Margot Levy, die 1937 in Aach geboren wurde.

Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer von französischen Revolutionstruppen eingenommen. Von 1798 bis 1814 gehörte der Ort zum französischen Kanton Pfalzel im Saardepartement und war Hauptort einer Mairie. Nach den Beschlüssen des Wiener Kongresses wurde 1815 das Saardepartement fast vollständig dem Königreich Preußen zugesprochen. Unter preußischer Verwaltung wurde Aach 1816 Sitz einer Bürgermeisterei, zu der verwaltungsmäßig auch die Gemeinden Beßlich, Lorich, Newel und Olk gehörten, und wurde dem damals neu geschaffenen Landkreis Trier im gleichnamigen Regierungsbezirk zugeordnet. Diese gehörten von 1822 an bis 1945 zur preußischen Rheinprovinz. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Aach 1946 zum damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Aach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 268
1835 333
1871 424
1905 419
1939 481
1950 479
Jahr Einwohner
1961 535
1970 894
1987 1.146
1997 1.129
2005 1.136
2015 1.128

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Aach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[3]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralf Kierspel (CDU) war bis zum 1. Januar 2015 Ortsbürgermeister. Im Mai 2015 wurde Claudia Thielen vom Gemeinderat zur neuen Ortsbürgermeisterin gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Aach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In früheren Zeiten lebte Aach von der Landwirtschaft und der Steinindustrie (Sandstein, Muschelkalk). Heute ist Aach wirtschaftlich stark an die Stadt Trier angebunden. Eine bedeutende Rolle spielte auch der Obstanbau auf Streuobst­wiesen. Ein bekanntes Produkt in dieser Zeit war der Aacher Viez, der aus Äpfeln und Birnen gewonnen wurde.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu erreichen ist der Ort über die Autobahn A 64 Trier–Luxemburg (Ausfahrt Trier/Köln/Aachen/Bitburg) und die B 51 Trier–Bitburg (Ausfahrt Aach).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine eigene Grundschule gibt es in Aach nicht mehr. Die Grundschüler gehen i. d. R. in die in Butzweiler gelegene Grundschule Aach-Newel. Haupt- und Realschüler sowie Gymnasiasten fahren mit dem Schulbus zum Schulzentrum Mäusheckerweg in Trier-Ehrang.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aach – Sammlung von Bildern
 Wiktionary: Aach – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen