Aamir Khan

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Aamir Khan im März 2015

Aamir Khan (Hindi आमिर ख़ान Āmir Khān, * 14. März 1965 in Bombay, Maharashtra als Mohammed Aamir Hussain Khan) ist ein indischer Schauspieler, Produzent und Filmregisseur. Er gehört zu den bekanntesten Akteuren des Hindi-Films und wurde mit Qayamat Se Qayamat Tak (1988) einem breiten Publikum bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aamir wurde in einer Familie geboren, die eine Verbindung zur Filmindustrie hatte. Sein Vater Tahir Hussain war Produzent, sein Onkel Nasir Hussain Regisseur. Er ist ein Nachfahre von Abul Kalam Azad, einem persischen Tadschiken aus Herat, der später indischer Schriftsteller, Freiheitskämpfer und Minister wurde.[1]

Aamir Khan heiratete am 18. April 1986 Reena Dutta. Sie haben zwei Kinder. Im Dezember 2002 trennten sich beide nach einer 16-jährigen Ehe. Seit dem 28. Dezember 2005 ist Aamir Khan mit Kiran Rao verheiratet, am 1. Dezember 2011 wurde ihr gemeinsamer Sohn geboren.

Aamir und seine Frau Kiran auf Karan Johars Geburtstag 2012

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aamir hat in einigen Filmen mitgespielt, bei denen sein Cousin Mansoor Khan Regie führte. Aamirs Bruder Faizal ist ebenfalls Schauspieler. Aamir begann seine Karriere als Kinderstar im Film Yaadon Ki Baraat (1973), als er acht Jahre alt war. Er schrieb das Drehbuch für den Film Hum Hain Rahi Pyaar Ke (1993), in dem er auch selbst mitspielte. Außerdem hat er auch selbst in dem erfolgreichen Film Ghulam gesungen.

Aamir ist bekannt dafür, immer nur an einem Film zu arbeiten, anstelle an vielen gleichzeitig, was sehr ungewöhnlich in Bollywood ist. Aamirs Perfektionismus lohnte sich in seiner ersten Produktion: Lagaan – Es war einmal in Indien war ein großer Erfolg und gewann eine Nominierung für den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film im Jahr 2002. Im darauffolgenden Jahr wurde er mit dem Padma Shri ausgezeichnet.

Sein Projekt namens The Rising – Aufstand der Helden (2005), das sowohl auf Englisch als auch auf Hindi gedreht wurde, hat am Startwochenende alle Kinorekorde in Indien gebrochen. Er spielte in diesem Film die Rolle von Mangal Pandey, einem Mitglied in der Armee der britischen Ostindien-Kompanie und ein Führer der indischen Rebellion im Jahr 1857. Von den Filmen Rang De Basanti – Die Farbe Safran und The Rising – Aufstand der Helden abgesehen, hat er einen Vertrag für den Film Fanaa mit dem Regisseur Kunal Kohli abgeschlossen, in dem auch Kajol eine Rolle übernommen hat.

2007 realisierte Khan mit Taare Zameen Par – Ein Stern auf Erden sein Debüt als Filmregisseur in dem er auch eine der beiden Hauptrollen bekleidete. Das Drama erzählt die Geschichte eines fantasievollen, achtjährigen Jungen, der unter einer Lernschwäche leidet und von seinen frustrierten Eltern der Disziplin wegen in eine Internatsschule geschickt wird. Dort freundet sich der Junge mit seinem neuen und motivierten Kunstlehrer an, der das Potential des Jungen erkennt und fördert. Khans Regie-Erstling war großer Erfolg bei Kritikern in Indien beschieden und gewann 2008 den Filmfare Award in den Kategorien Film und Regie. Im selben Jahr setzte sich Taare Zameen Par als offizieller Kandidat Indiens für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film gegen Ashutosh Gowarikers Historienfilm Jodhaa Akbar, Umesh Vinayak Kulkarnis Komödie Valu und den Film Tingya durch.[2]

2008 spielte Khan in dem gleichnamigen Remake Ghajini einen Mörder mit anterograder Amnesie, der den Tod seiner Frau rächen möchte. Der Film ist von echten Ereignissen inspiriert worden und der Charakter Sanjay Singhania benutzt Fotos und Notizen, um sich zu orientieren.

Khan auf der Berlinale 2011

Durch öffentliche Forderungen für eine (bessere) Entschädigung der Betroffenen der Sardar-Sarovar-Talsperre am Narmada im indischen Bundesstaat Gujarat geriet Aamir in Konflikt mit der BJP.

2011 wurde er in die Wettbewerbsjury der 61. Internationalen Filmfestspiele von Berlin berufen.

Seit März 2012 ist Khan in der indischen Fernsehsendung Truth Alone Prevails Talkgastgeber. Die Sendung erreicht historisch phänomenale Einschaltquoten in Indien mit wöchentlich mehr als 470 Millionen indischen Zuschauern.[3]

In dem dritten Teil von Yash Raj Films Dhoom-Reihe spielte Khan 2013 eine Doppelrolle. In dem Actionfilm ist er mit Katrina Kaif, Abhishek Bachchan und Uday Chopra zusammen zu sehen.

2014 geriet Khan mit seinem Film PK mit gewaltbereiten Hindus in Konflikt. Hindus warfen ihm als Muslim vor, dass er andere Religionen mit seinem Film ins Lächerliche ziehen würde. Er wies aber jegliche Anschuldigungen ab und verkündete, dass er jede Religion respektiere.

Aamir Khans deutscher Synchronsprecher war seit der Erstausstrahlung von Lagaan – Es war einmal in Indien im Jahr 2004 bis zu seinem Tod 2014 Philipp Brammer, doch gelegentlich lieh ihm auch Andreas Fröhlich seine Stimme.

2017 wurde er in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) aufgenommen, die jährlich die Oscars vergibt.[4]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produzent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National Film Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmfare Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Star Screen Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zee Cine Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

IIFA Awards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aamir Khan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. bharatadesam.com: Indian Freedom Fighters: Biography of Maulana Abul Kalam Azad, abgerufen am 8. November 2008
  2. reuters.com: „Taare Zameen Par“ is India's entry to Oscars englisch; abgerufen am 21. September 2008
  3. The Wall Street Journal: The New Hero of Indian Television, Artikel vom 6. Juli 2012
  4. „Class of 2017“. Zugegriffen 30. Juni 2017. http://www.app.oscars.org/class2017/.