Aare

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt einen Fluss in der Schweiz; zum gleichnamigen Ort in Schweden siehe Åre.
Aare
Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt
Die Aare in Bern mit Berner Münster und Nydeggbrücke

Die Aare in Bern mit Berner Münster und Nydeggbrücke

Daten
Gewässerkennzahl CH: 37, DE: 22
Lage Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Ursprung Unteraargletscher im Grimselgebiet
46° 33′ 57″ N, 8° 14′ 49″ O46.5658333333338.24694444444441940
Quellhöhe 1'940 m ü. M.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen (Unteraargletscher)
Mündung Bei Koblenz (CH) in den Rhein47.6061944444448.22375311Koordinaten: 47° 36′ 22″ N, 8° 13′ 26″ O; CH1903: 659039 / 273130
47° 36′ 22″ N, 8° 13′ 26″ O47.6061944444448.22375311
Mündungshöhe 311 m ü. M.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen [1]
Höhenunterschied 1629 m
Länge 288,2 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 17.755 km²[2]
Abfluss am Pegel Untersiggenthal, Stilli (2205)[3] NNQ (1963)
MQ
HHQ (2007)
138 m³/s
560 m³/s
2656 m³/s
Linke Nebenflüsse Lütschine, Kander, Glütschbach, Gürbe, Saane, Zihl, Dünnern
Rechte Nebenflüsse Zulg, Emme, Önz, Murg, Pfaffneren, Wigger, Suhre, Bünz, Reuss, Limmat, Surb
Durchflossene Seen Brienzersee, Thunersee, Bielersee
Durchflossene Stauseen Oberaarsee, Grimselsee, Räterichsbodensee, Wohlensee, Stausee Niederried, Klingnauer Stausee
Großstädte Bern
Mittelstädte Thun, Biel/Bienne
Kleinstädte Münsingen, Solothurn, Olten, Aarau, Brugg
Schiffbar Nidau – Solothurn

Die Aare (frz. Aar/Arole; lat. Arula/Arola/Araris[4]) ist der längste gänzlich innerhalb der Schweiz verlaufende Fluss. Sie ist zugleich mit Abstand der wasserreichste Nebenfluss des Rheins vor der Maas und führt mehr Wasser als Mosel und Main zusammen.

Die Gesamtlänge der Aare beträgt 288 km, das Gefälle 1565 m, ihr Einzugsgebiet 17.620 km² und der mittlere Abfluss 560 m³/s. Die Aare war im Laufe der geologischen Entwicklung nacheinander der Oberlauf der Donau, der Rhone und des Rheins.

Verlauf[Bearbeiten]

Einzugsgebiet der Aare
Renaturierte „Alte Aare“

Die Aare entspringt den beiden Aargletschern (Oberaar‑ und Unteraargletscher) im Grimselgebiet einige Kilometer südlich von Guttannen im Haslital und fliesst in nördlicher Richtung durch das lange, teilweise steile Tal bis nachInnertkirchen. Dann passiert sie die in einen hohen Felsriegel eingeschnittene Aareschlucht und erreicht danach die Ebene zwischen Meiringen und dem Brienzersee.

Bei Brienz mündet die Aare in den Brienzersee. An dessen Westseite durchquert sie dann das sogenannte Bödeli, die weite Schwemmebene der Lütschine bei Interlaken, bevor sie an der Ortschaft Unterseen vorbei zum Thunersee fliesst. In den See fliesst seit der Flusskorrektion im 18. Jahrhundert die Kander, die damit die Wassermenge der Aare beim Verlassen des Thunersees vergrössert.

Bei der Stadt Thun verlässt die Aare den Thunersee und fliesst durch das breite Aaretal zwischen Münsingen und dem Belpberg nach Bern. Im Belpmoos treffen die Gürbe und die Giesse zusammen und münden gemeinsam in die Aare. Auf dem Gebiet der Stadt Bern verläuft die Aare in einem tief eingeschnittenen Tal um die im Mittelalter auf einem Geländesporn errichtete Altstadt. Mit einer seit Jahrhunderten bestehenden Staustufe, der Schwelle, wird ein kurzer Gewerbekanal, der Tych, abgeleitet. Wenig flussabwärts umfliesst die Aare in einer weiteren Talschlaufe die Engehalbinsel, bevor sie in westlicher Richtung den Wohlensee erreicht. Dieser See entstand als Stausee mit dem Bau der Staumauer des Wasserkraftwerks Mühleberg.

Nach der Einmündung der Saane bei Oltigen südlich von Aarberg fliesst die Aare durch den während der ersten Juragewässerkorrektion gebauten Hagneck-Kanal und bei Hagneck in den Bielersee. Bei Nidau verlässt sie den Bielersee und fliesst durch den Nidau-Büren-Kanal. Kurz vor Büren erreicht sie wieder ihr altes Flussbett. Die Strecke des ursprünglichen Flusslaufs zwischen Aarberg und Büren an der Aare, die sogenannte Alte Aare, bildet ein weites naturbelassenes Gebiet, das nördlich des Kanals um den weiten, bei der Flusskorrektion abgeschnittenen Altlauf im so genannten Häftli ergänzt wird.

Die Aarestrecke von Nidau bis Solothurn ist ebenso wie der Bielersee schiffbar.

Zusammenfluss von Aare (von vorne rechts) und Hochrhein zwischen Waldshut (oben links) und Bahnhof Koblenz (rechts)

Von Büren an der Aare an fliesst die Aare in einer weiten Ebene, die durch Verlandung des so genannten Solothurner Sees am Ende der letzten Eiszeit entstand, dem Jura entlang in nordöstlicher Richtung durch Solothurn nach Luterbach, wo die Emme mündet. Sie fliesst an Wangen an der Aare, Bannwil, Aarwangen, Wolfwil, Murgenthal, Aarburg, Olten und Aarau vorbei und in einer klammartigen Klus durch Brugg. Dann nimmt sie kurz nacheinander Reuss und Limmat auf. Diese Gegend wird Wasserschloss der Schweiz genannt, da sich dort drei der wasserreichsten Flüsse der Schweiz vereinigen. Die Landschaft rechts der Aare zwischen Thun und Aarwangen gehörte seit dem Mittelalter zur Landgrafschaft Burgund. 60 Gemeinden in den Agglomerationen Aarau, Olten und Zofingen bildeten um 2005 eine regionale Partnerschaft unter der Bezeichnung Aareland rund um die Netzstadt Aarau/Olten/Zofingen.

Von Brugg an fliesst die Aare bei Stilli durch eine breite Klus im Jura nach Norden. Zwischen dem Ortsteil Felsenau der Gemeinde Leuggern und Koblenz (CH) gegenüber von Waldshut (DE) mündet sie in den Rhein. Die Aare ist mit 560 m³/s der wasserreichere Fluss (Rhein: 439 m³/s); aus hydrologischer Sicht ist also der Rhein ein Nebenfluss der Aare, nicht umgekehrt. Für die Strecke von Biel nach Koblenz benötigt die Aare eine Fliesszeit von rund zwei Tagen bei mittlerem Wasserstand.[5]

Geschichte des Flusssystems[Bearbeiten]

Die Aare zeichnet in ihrem gestreckt nordöstlich gerichteten unteren Laufabschnitt die seit rund 30 Millionen Jahren nachweisbare Entwässerungslinie der Vorlandsenke im Norden der sich heraushebenden Alpen nach. Nach der wechselvollen Auffüllung und schliesslichen Anhebung des einstigen schmalen Helvetmeeres entwässerte das Gebiet wechselnd west- oder ostwärts, bis sich im Pliozän vor 3 bis 4 Millionen Jahren das obere Flusssystem der Urdonau herausbildete. Eine Zeitlang war sein Hauptquellfluss sogar die obere Rhone. Im jüngeren Pliozän brach diese Aare-Donau zur Burgundischen Pforte hin aus und bildete als Aare-Sundgaustrom den Hauptstrang der Ur-Rhone. Am Ende des Pliozäns war die Talwasserscheide quer zum heutigen Oberrheingraben nahe dem einstigen Kaiserstuhl-Vulkan so weit abgesunken, dass der Strom erneut ausbrach und zum Hauptstrang des sich rasch ausweitenden Rhein-Systems wurde. Erst vor rund 800.000 Jahren wurde der Alpenrhein, damals Hauptstrang der verbliebenen Donau, nach Westen zum heutigen Hochrheintal hin abgelenkt, wohl unter Mitwirkung der ersten grossen pleistozänen Vergletscherungen des Alpenvorlandes.

Damit war die Aare im Laufe ihrer Geschichte der oberste hydrologische Hauptstrang aller drei nordalpiner Stromsysteme.

Nutzungs- und Kulturgeschichte[Bearbeiten]

Seit der Antike diente die Aare mit einigen ihren Nebenflüssen dem Schiffsverkehr. Im Mittelalter war sie ein wichtiger Grenzfluss: Sie trennte z.B. die Stammesherzogtümer Burgund und Alemannien, war Grenzabschnitt der karolingischen Reichsteilungen und trennte auch eine Weile Hochburgund vom römisch-deutschen Reich. Mit der Gründung der Stadt Bern am Ende vom 12. zum 13. Jahrhundert änderte sich der Charakter der Aare, denn spätestens ab Mitte des 13. Jahrhunderts gab es Brücken über den Fluss und entwickelten sich zusammenhängende Herrschaftsgebiete auf beiden Seiten der Aare.

Die kurzen Grenzabschnitte, die heute scheinbar unmotiviert vom Aarebett abweichen, sind auf die früheren natürlichen Mäander zurückzuführen, die seinerzeit noch die Grenzziehung vorgegeben hatten und heute trocken gefallen sind. Im 19. Jahrhundert florierte im Mündungsgebiet der Aare die Holzflösserei; als Andenken wurde zwischen Stilli und Laufenburg der Flösserweg etabliert. Der Fernverkehr auf dem Fluss kam erst Ende des 19. Jahrhunderts zum Erliegen, nach dem Bau der Eisenbahnlinien und der ersten Flusskraftwerke.

Wassertemperatur der Aare bei Bern

In heutiger Zeit hat die Aare einen hohen Freizeitwert. Sie lässt sich auf weiten Strecken mit dem Schlauchboot befahren.[6] Ihr Ufer ist wenig zerklüftet, sodass man trotz der stellenweise recht hohen Strömung gefahrlos in ihr baden kann. Die Wassertemperatur in Bern zeigt einen typischen Tagesgang. Sie steigt im Laufe des Tages um ein Grad. Darin spiegelt sich die Erwärmung auf der Strecke vom Thunersee bis nach Bern wider. Daneben werden Temperatursprünge von mehr als 5 °C während weniger Stunden beobachtet. Vermutlich hängen sie von den Windverhältnissen am Thunersee ab, wodurch Tiefenwasser aus dem See zum Ausfluss transportiert wird.

Ausbau[Bearbeiten]

Auf mehreren Abschnitten wurde der Flussverlauf durch grosse Baumassnahmen verändert. Seit dem 18. Jahrhundert versuchten die Kantone Bern und Solothurn, die durch Erosion gefährdeten Ufer an zahlreichen Stellen zu sichern. Mit der ersten Juragewässerkorrektion, einem der grössten Flussbauprojekte der Schweiz im 19. Jahrhundert, sanierten Bund und Kantone das versumpfte und von häufigen Überschwemmungen bedrohte Berner Seeland, indem die Aare und ihr Geschiebe in den Bielersee umgeleitet wurden. Seit 1939 steuert das Regulierwehr Port den Wasserhaushalt der Seen und der Aare im Abschnitt am Jurasüdfuss. In der Pegelstation bei Murgenthal wird der für die Regulierung massgebliche Wasserstand der Aare gemessen, weil sich dort auch die von der Emme zugeführte Wassermenge auswirkt.[7]

Die zweite Juragewässerkorrektion verbesserte um 1960 die Wirkung der Wasserstandregulierung.

Wasserkraft[Bearbeiten]

Von den Hochdruckkraftwerken im Grimselgebiet mit den Stauseen Oberaarsee und Grimselsee im Quellgebiet an und bis zur Mündung dient das Wasser der Aare dank des grossen Gefälles in zahlreichen weiteren Wasserkraftwerken für die Elektrizitätsproduktion.

Liste der Wasserkraftwerke der Aare:

Name Lage erste Inbetriebnahme Durchflussmenge m³/s Höhendif m Turbine Leistung MW Energie pro Jahr GWh/a
Theoretische Obergrenze 560 724[8] 4000 35'000
Kraftwerk Grimsel 1

(Kraftwerke Oberhasli)

Innertkirchen
Kraftwerk Grimsel 2

(Kraftwerke Oberhasli)

Innertkirchen
Kraftwerk Handeck 1

(Kraftwerke Oberhasli)

Innertkirchen
Kraftwerk Handeck 2

(Kraftwerke Oberhasli)

Innertkirchen
Kraftwerk Handeck 3

(Kraftwerke Oberhasli)

Innertkirchen
Kraftwerk Fuhren

(Kraftwerke Oberhasli)

Innertkirchen
Kraftwerk Hopflauenen

(Kraftwerke Oberhasli)

Innertkirchen
Kraftwerk Innertkirchen 1

(Kraftwerke Oberhasli)

Innertkirchen
Kraftwerk Innertkirchen 2

(Kraftwerke Oberhasli)

Innertkirchen
Kraftwerk am Schifffahrtskanal

(IBI)

Interlaken 1897 30 3,6 3 Kaplan
Thun Thun 9 38
Matte Bern 1891 40 2–3 Kaplan-S 1.15 7
Kraftwerk Felsenau
Wasserkraftwerk Mühleberg 588266 / 20202846.9692222222227.2844444444444 1919 300 20 1x Kaplan, 6x Francis 45 160
Niederried-Radelfingen
Kraftwerk Aarberg
Kraftwerk Kallnach
Hagneck
Flumenthal Flumenthal 1970 395 6–8.5 25 146
Kraftwerk Bannwil
Kraftwerk Wynau
Ruppoldingen neues Werk bei Boningen, älteres Werk bei Olten 2000 (älteres Werk 1896) 475 4–6.5 21.1 115
Gösgen Niedergösgen 1917 380 13–17.4 48.5 300
Kraftwerk Aarau
Kraftwerk Aarau-Rüchlig Aarau
Kraftwerk Rupperswil-Auenstein
Wildegg-Brugg
Beznau
Kraftwerk Klingnau

Kernkraftwerke[Bearbeiten]

Am Flusslauf befinden sich die Schweizer Kernkraftwerke Mühleberg, Gösgen und Beznau, deren Kühlsysteme Wasser aus der Aare verwenden.

Hochwasser[Bearbeiten]

Hochwasserwahrscheinlichkeit[Bearbeiten]

Das mittlere Jahreshochwasser der Aare beträgt an der Messtelle Untersiggenthal, Stilli 1574 m³/s, womit sie 23.59 % an des gesamten MHQ des Rheins (6670 m³/s) beisteuert. Die Höchste jemals gemessene Jahresspitze war beim Jahrhunderthochwasser 2007 und betrug 2656 m³/s[9].

Die Tabelle der Hochwasser-Wahrscheinlichkeit:

Eintrittswahrscheinlichkeit von Jahreshochwasserwerten (HQn)
Messperiode 1935 - 2012 [10]
Messstelle: Aare - Untersiggenthal, Stilli - 2205
Jährlichkeit (Jahre) 2 5 20 30 50 100
Abfluss (m³/s) 1530 1839 2027 2291 2406 2554
Anmerkung zu HQn: die Zahl entspricht dem Hochwasserdurchfluss (HQ = Hochwasserquantität) in m³/s, der sich – im Mittel – mit der angegebenen Jährlichkeit (n = Anzahl der Jahre) wiederholt.

Historische Hochwasser der Aare[Bearbeiten]

Ein Jahrtausendhochwasser ereignete sich im Flussgebiet der Aare im Jahr 1480 nach schweren Niederschlägen in den Voralpen. Die Schäden in den Städten entlang des Flusses sind in den spätmittelalterlichen Chroniken gut dokumentiert. In Solothurn wurde ein Teil der Stadt und die Aarebrücke überflutet. Grosse Schäden richtete das Wasser auch noch im Gebiet des Rheins an.[11]

Weitere ausserordentliche Hochwasser führte die Aare in den Jahren 1651, 1852, 1876 und 1999.

Galerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Aare – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Aare – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource Wikisource: Aare – Artikel der 4. Auflage von Meyers Konversations-Lexikon

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bundesamt für Umwelt BAFU, http://www.hydrodaten.admin.ch/de/2116.html
  2. Provisorische Daten: Aare - Felsenau, K.W. Klingnau (U.W.). BFU, abgerufen am 10. Januar 2014 (PDF).
  3. Hydrologisches Jahrbuch der Schweiz 2008, PDF, 37975 KB
  4. Andres Kristol: Aarau AG (Aarau) in: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Centre de dialectologie, Université de Neuchâtel, Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, p. 73.
  5. Broschüre der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Aare
  6. Eberle, Iwona. Gummibootführer Schweiz. Thun: Werd Verlag, 2015. ISBN 978-3859327429
  7. Dokumentation über die Regulierung
  8. Höhendifferenz bis Untersiggenthal (PDF; 79 kB)
  9. Hochwasserwahrscheinlichkeiten (Jahreshochwasser), Aare - Untersiggenthal, Stilli. Bundesamt für Umwelt BAFU, Abteilung Hydrologie, abgerufen am 29. Januar 2014 (PDF).
  10. Messstelle: Aare - Untersiggenthal, Stilli (2205) , auf BfU Hydrodaten
  11. Christian Pfister und Oliver Wetter über das Hochwasser von 1480