AbbVie

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AbbVie Inc.

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Rechtsform Incorporated
ISIN US00287Y1091
Gründung 2013
Sitz North Chicago, Illinois, USA
Leitung Richard A. Gonzalez, Chairman & CEO[1]
Mitarbeiterzahl ca. 29.000 (2017)[2]
Umsatz ca. 28,2 Mrd. US-Dollar (2017)[1]
Branche Biotechnologie, Pharmazie
Website www.abbvie.com

Das Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Abbvie, eigene Schreibweise AbbVie, wurde 2013 als Abspaltung von Abbott Laboratories gegründet und wird an der New Yorker Börse NYSE im S&P-100-Index unter dem Symbol „ABBV“ gehandelt. Tätig ist das in North Chicago im US-Bundesstaat Illinois ansässige Unternehmen unter anderem in den Bereichen Immunologie, Onkologie und Virologie. Der weltweite Umsatz betrug 2016 28,2 Milliarden US-Dollar.[1][3][4] In den Forbes Global 2000 der weltweit größten Unternehmen belegt AbbVie Platz 137 (Stand: Geschäftsjahr 2017). Das Unternehmen kam Mitte 2018 auf einen Börsenwert von über 165 Mrd. US$.[5]

Therapie- und Forschungsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abbvie arbeitet und forscht in den Therapiebereichen Hepatitis C, Rheumatoide Arthritis, Psoriasis, Multiple Sklerose, Onkologie, Alzheimer, Parkinson, Multiples Myelom und Endometriose.[4][6] Umsatzstärkstes Produkt von Abbvie ist der „BlockbusterAdalimumab, der unter dem Handelsnamen Humira vertrieben wird. Seit Januar 2015 sind die Medikamente Viekirax und Exviera zur Therapie der chronischen Hepatitis C in Deutschland verfügbar. Die Tabletten ohne Interferone sollen rund 97 Prozent aller Patienten von dem Virus befreien.[7]

Abbvie Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abbvie Deutschland GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Wiesbaden. Das Unternehmen betreibt darüber hinaus einen Forschungs- und Produktionsstandort in Ludwigshafen am Rhein, der auf das 1886 gegründete und im Jahr 2001 von BASF an Abbott verkaufte Pharmaunternehmen Knoll zurückgeht. Insgesamt beschäftigt Abbvie in Deutschland rund 2400 Mitarbeiter. Geschäftsführer sind Patrick Horber, Stefan Simianer, Thomas Scheidmeir und William J. Chase.[8]

Übernahmen und Übernahmeversuche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Juli 2014 stimmte der britisch-irische Konkurrent Shire einer Übernahme durch Abbvie für 32 Milliarden Pfund Sterling zu, nachdem bereits vier vorausgegangene Angebote abgelehnt wurden. Im Zuge der Übernahme wollte Abbvie seinen rechtlichen Sitz aus steuerlichen Gründen nach Saint Helier auf der britischen Kanalinsel Jersey verlegen, das Management sollte jedoch in den USA bleiben. Das neue Unternehmen hätte eine Marktkapitalisierung von 137 Milliarden US-Dollar gehabt und 30.000 Mitarbeiter beschäftigt.[9][10] Im Verlauf der Verhandlungen zog jedoch Abbvie sein Angebot wieder zurück.[11]
  • Im März 2015 kündigte Abbvie nach der gescheiterten Übernahme von Shire an, das Unternehmen Pharmacyclics zum Preis von 21 Milliarden US-Dollar kaufen zu wollen.[12][13] Pharmacyclics ist auf den Bereich Onkologie spezialisiert und vor allem durch das Krebsmittel Ibrutinib unter dem Handelsnamen Imbruvica bekannt.[14]

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Mai 2016 teilten Abbvie und Biogen mit, die US-amerikanische Zulassung für den gemeinsam entwickelten Monoklonalen Antikörper Daclizumab zur Behandlung der Multiplen Sklerose erhalten zu haben.[15]
  • Im März 2017 gaben Abbvie und M2Gen bekannt, dass sie gemeinsam dem Oncology Research Information Exchange Network® (ORIEN) Avatar Research Program beigetreten sind. ORIEN ist eine nationale Forschungspartnerschaft von 15 führenden U.S. Krebszentren, die sich zusammengetan haben, um gemeinsam Krebs zu erforschen, zu behandeln und letztlich zu heilen.[16]
  • Im Juni 2017 gab Abbvie bekannt, dass es mit Principia Biopharma eine Kooperation zur Erforschung eines oralen - "first-in-class" - Immunoproteasom-Inhibitors eingegangen ist.[17]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Abbvie: Abbvie Reports Full-Year and Fourth-Quarter 2017 Financial Results. 26. Januar 2018, abgerufen am 2. Februar 2018 (englisch).
  2. Abbvie: What We Do., abgerufen am 13. Mai 2017 (engl.)
  3. Über uns. Website von Abbvie Deutschland, abgerufen am 4. Februar 2014
  4. a b Therapiegebiete. Website von Abbvie Deutschland, abgerufen am 1. Februar 2016
  5. The World’s Largest Public Companies. In: Forbes. (forbes.com [abgerufen am 17. Juli 2018]).
  6. Fact Sheets. Website von Abbvie (engl.)
  7. Pressemeldung@1@2Vorlage:Toter Link/www.abbvie.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. von Abbvie Deutschland (PDF-Datei)
  8. Impressum. Website von Abbvie Deutschland, abgerufen am 13. Januar 2016
  9. Ärzte-Zeitung: Abbvie und Shire: Im fünften Anlauf ist die Hochzeit perfekt.
  10. Handelsblatt: Shire stimmt Milliardenangebot von Abbvie zu.
  11. Handelsblatt: Abbvie zahlt Milliardenabfindung für geplatzten Deal. Artikel vom 21. Oktober 2014, abgerufen am 30. Januar 2015
  12. Fox Business Network: Abbvie to buy leukemia drugmaker Pharmacyclics for $21 billion in its first deal since Shire.@1@2Vorlage:Toter Link/www.foxbusiness.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (engl.)
  13. AbbVie Completes Acquisition of Pharmacyclics, PM Abbvie vom 26. Mai 2015, abgerufen am 16. Juni 2017
  14. genengnews.com: Abbvie Acquires Oncology Drug Firm Pharmacyclics for $21B. (engl.)
  15. Biogen and AbbVie Receive FDA Approval of Once-Monthly ZINBRYTA™ (daclizumab) for Multiple Sclerosis, PM Abbvie vom 27. Mai 2016, abgerufen am 16. Juni 2017
  16. AbbVie and M2Gen Announce New Collaboration for the Oncology Research Information Exchange Network® (ORIEN) Avatar Research Program, PM Abbvie vom 28. März 2017, abgerufen am 16. Juni 2017
  17. AbbVie and Principia Announce Collaboration on Oral Immunoproteasome Inhibitors, PM Abbvie vom 13. Juni 2017, abgerufen am 16. Juni 2017