AbbVie

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AbbVie Inc.
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Rechtsform Incorporated
ISIN US00287Y1091
Gründung 2013
Sitz North Chicago, Illinois, USA
Leitung Richard A. Gonzalez, Chairman, & CEO[1]
Mitarbeiter ca. 26.000 (2015)[2]
Umsatz ca. 22,8 Mrd. USD (2015)[1]
Branche Biotechnologie
Website www.abbvie.com

Das BioPharma-Unternehmen AbbVie wurde 2013 als Abspaltung von Abbott Laboratories gegründet und wird an der New Yorker Börse (NYSE) unter dem Symbol „ABBV“ gehandelt. Tätig ist AbbVie unter anderem in den Bereichen Immunologie, Onkologie und Virologie. Der weltweite Umsatz betrug 2014 22,8 Milliarden US-Dollar.[1][3][4]

Therapie- / Forschungsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AbbVie arbeitet und forscht in den Therapiebereichen Hepatitis C, Rheumatoide Arthritis, Psoriasis, Multiple Sklerose, Onkologie, Alzheimer, Parkinson, Multiples Myelom und Endometriose.[5][4] Umsatzstärkstes Produkt von AbbVie ist der „BlockbusterAdalimumab (Handelsname Humira). Seit Januar 2015 sind die Medikamente Viekirax + Exviera zur Therapie der chronischen Hepatitis C in Deutschland verfügbar. Sie kommen ohne Interferon aus, werden in Tablettenform gegeben und können rund 97 % aller Patienten von dem Virus befreien.[6]

AbbVie Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Wiesbaden. Das Unternehmen betreibt darüber hinaus einen Forschungs- und Produktionsstandort in Ludwigshafen am Rhein, der auf das 1886 gegründete und im Jahr 2001 durch die BASF an Abbott verkaufte Pharmaunternehmen Knoll AG zurückgeht. Insgesamt beschäftigt AbbVie in Deutschland rund 2.400 Mitarbeiter. Geschäftsführer sind Patrick Horber, Stefan Simianer, Thomas Scheidmeir und William J. Chase.[7]

Übernahmen und Übernahmeversuche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2014 stimmte der britisch-irische Konkurrent Shire einer Übernahme durch AbbVie für 32 Milliarden britische Pfund zu, nachdem bereits vier vorausgegangene Angebote abgelehnt wurden. Im Zuge der Übernahme wollte Abbvie seinen rechtlichen Sitz aus steuerlichen Gründen nach Saint Helier auf der Kanalinsel Jersey verlegen, das Management jedoch in den USA bleiben. Das neue Unternehmen hätte eine Marktkapitalisierung von 137 Milliarden US-Dollar gehabt und 30.000 Mitarbeiter beschäftigt.[8][9] Im Verlauf der Verhandlungen zog jedoch AbbVie sein Angebot wieder zurück.[10] Am 5. März 2015 kündigte AbbVie nach der gescheiterten Übernahme von Shire an, dass das Unternehmen nunmehr das Unternehmen Pharmacyclics zum Preis von 21 Milliarden US-Dollar kaufen wolle.[11] Pharmacyclics ist auf den Bereich Onkologie spezialisiert und vor allem durch das Krebsmittel ibrutinib (Handelsname Imbruvica) bekannt.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c AbbVie: AbbVie Reports Full-Year 2015 and Fourth-Quarter Financial Results. 29. Januar 2015. Abgerufen am 1. Februar 2016.
  2. http://www.abbvie.com/about-us/home.html
  3. Über uns WebSite der deutschen AbbVie, abgerufen am 4. Februar 2014
  4. a b Therapiegebiete WebSite der deutschen AbbVie, abgerufen am 1. Februar 2016
  5. Fact Sheets, s. AbbVie 2013 Fact Book
  6. http://www.abbvie.de/content/dam/abbviecorp/de/docs/Pressemitteilungen/Pressemitteilung_2015_AbbVie%20HCV_Launch_Lay_01.pdf
  7. Impressum WebSite der deutschen AbbVie, abgerufen am 13. Januar 2016
  8. Abbvie und Shire: Im fünften Anlauf ist die Hochzeit perfekt
  9. Shire stimmt Milliardenangebot von Abbvie zu
  10. AbbVie zahlt Milliardenabfindung für geplatzten Deal, Handelsblatt vom 21. Oktober 2014, abgerufen am 30. Januar 2015
  11. AbbVie to buy leukemia drugmaker Pharmacyclics for $21 billion in its first deal since Shire
  12. AbbVie Acquires Oncology Drug Firm Pharmacyclics for $21B