Abba Naor

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Abba Naor (* 21. März 1928 in Kaunas, Litauen) ist ein jüdischer Holocaust-Überlebender.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Dreizehnjähriger wurde Naor in das Ghetto in Kaunas deportiert, es folgten Umsiedlungen in das Konzentrationslager Stutthof und die Außenlager des Konzentrationslager Dachau. Zuletzt musste er im Außenlager Utting des Lagers Kaufering schwerste Zwangsarbeit sowie im Frühjahr 1945 den Todesmarsch überstehen. In Waakirchen wurde er von der US-Armee befreit und emigrierte nach einiger Zeit nach Israel.

Seit den 1990er Jahren unterstützt er Initiativen für weitere Mahnmale an der Strecke des Todesmarsches. Seit 2001 ist er Vertreter der ehemaligen Landsberg-Häftlinge im Vorstand des internationalen Dachau-Komitees und seit 2017 dessen Vizepräsident als Nachfolger von Max Mannheimer. Die Erinnerung an den Holocaust hält er wach durch die Mitarbeit in der Stiftung Bayerische Gedenkstätten; dem Stiftungsrat gehört er seit 2015 als ordentliches Mitglied an.

Naor ist als Mitinitiator des Schüleraustausches von deutschen und israelischen Kindern sehr aktiv und organisiert Gedenkfahrten von KZ-Überlebenden und ihren Angehörigen aus Israel nach Deutschland. Er berichtet an Schulen im Umkreis Münchens als Zeitzeuge über seine Verfolgungsgeschichte während des Nationalsozialismus.

Im Jahr 2014 wurde seine Autobiografie veröffentlicht.

Abba Naor lebt in Rehovot (Israel) und München. Er personifiziert wie kaum ein anderer die Werte Versöhnung, Völkerverständigung und Freundschaft (Zitat aus der Laudatio zur Verleihung des Bayerischen Verdienstordens).

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Abba Naor: Ich sang für die SS. Mein Weg vom Ghetto zum israelischen Geheimdienst. Bearbeitet von Helmut Zeller. C. H. Beck Verlag, München 2014, ISBN 978-3-406-65983-6

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ministerpräsident Dr. Markus Söder verleiht Bayerischen Verdienstorden auf bayern.de