Abengoa

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Abengoa S.A.
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN ES0105200416
Gründung 1941
Sitz SpanienSpanien Spanien, Sevilla
Leitung Santiago Seage[1]
Mitarbeiter 23.104[2]
Umsatz 7,151 Mrd. Euro[3]
Branche Solarenergie
Website www.abengoa.com
Stand: 2014 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2014

Abengoa ist ein spanisches multinationales Unternehmen, mit Tochterunternehmen in mehreren Bereichen wie Energieversorgung, Telekommunikation, Logistik oder Umwelttechnik.

Die Firma wurde 1941 von Javier Benjumea gegründet und hat ihren Hauptsitz in Sevilla, Spanien. Von 1991 bis 2015 war Felipe Benjumea Llorente Vorstandsvorsitzender.

Befesa[Bearbeiten]

Bis zum Jahr 2013 gehörte zu Abengoa auch die Unternehmensgruppe Befesa, die im Bereich industrielle Entsorgung sowie Gewinnung und Vermarktung von Wasser tätig ist. Zu der Gruppe gehören u. a. die Befesa Steel Services GmbH in Duisburg, die Befesa Zinc GmbH in Duisburg und die Befesa Salzschlacke GmbH in Hannover. Im Jahr 2013 wurde die Befesa an den Investmentfonds Triton Partners verkauft.[4]

Joint Venture mit Ebro Puleva[Bearbeiten]

Abengoa hat ein Joint Venture mit der spanischen Firma Ebro Puleva für die Herstellung von Biokraftstoff in mehreren Werken.

Abengoa Solar[Bearbeiten]

Abengoa begann sein Engagement in der Entwicklung von Solartechnologie 1984 mit dem Bau der Plataforma Solar de Almería im Süden Spaniens.

Abengoa hat die Förderung von zwei Forschungs- und Entwicklungsprogrammen im Bereich solarthermischer Kraftwerke durch das Energieministerium der Vereinigten Staaten bekannt gemacht. Das Volumen beläuft sich auf 14 Millionen US Dollar. Ziel dieser Programme ist die Entwicklung von Solartechnologie, die mit konventionellen Energiequellen bis 2015 konkurrenzfähig sein soll.[5]

Insolvenz[Bearbeiten]

Nachdem Zweifel an der Liquidität des Unternehmens aufgekommen waren [6] und der Einstieg eines möglichen Geldgebers gescheitert war, kündigte Abengoa am 25. November 2015 an, dass die Firma vorläufigen Gläubigerschutz nach spanischem Insolvenzrecht beantragen will.[7] Wird keine Einigung mit den über 200 Gläubigerbanken erzielt, droht die mit Abstand größte Firmenpleite in der Geschichte Spaniens.[8] Als ursächlich gelten insbesondere die Maßnahmen der konservativen Zentralregierung, Förderungen und Einspeisevergütungen aus erneuerbaren Energien, teilweise rückwirkend, zu kürzen, außerdem überhöhte Gehälter und Abfindungen an derzeitige und ehemalige Manager des Unternehmens. Von Seiten der Partei Vereinigte Linke wurden Forderungen laut, das Unternehmen zu verstaatlichen.[9]

Am 18. Dezember 2015 verhängte die spanische Richterin Carmen Lamela der Audiencia Nacional Kautionen, die innerhalb von 24 Stunden hinterlegt werden mussten. Die Höhe der Kautionen entspricht den Abfindungssummen der beiden höchsten Manager von Abengoa, Felipe Benjumea (11,5 Millionen) und Manuel Sánchez Ortega (4,5 Millionen), die diese sich vor dem Insolvenzantrag selbst bewilligt hatten. Der ausgewiesene Fehlbetrag bei Antragstellung betrug 9 Milliarden.[10][11]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Abengoa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Santiago Seage
  2. Annual Report 2014 Volume 3
  3. Annual Report 2014, Volume 1
  4. Befesa Unternehmensgeschichte
  5. Abengoa Solar is awarded two R&D contracts by the US Department of Energy. 30. September 2008, abgerufen am 29. Juli 2013 (englisch).
  6. Las claves de Abengoa. 26. November 2015, abgerufen am 26. November 2015 (spanisch).
  7. Erneuerbare Energien. Abengoa vor dem Aus. 25. November 2015, abgerufen am 26. November 2015.
  8. http://derstandard.at/2000026487951/Spanischer-Ikarus-vor-dem-Aus
  9. Ralf Streck Abengoa ein Opfer des spanischen Solarwirrwarrs? Telepolis, 30. November 2015, abgerufen am gleichen Tage
  10. La juez impone una fianza de 11,5 millones de euros a Felipe Benjumea, ex presidente de Abengoa. In: El Mundo vom 18. Dezember 2015
  11. La juez retiene la indemnización de la antigua cúpula de Abengoa. In: El País vom 18. Dezember 2015